Medizinische Versorgung in Augustdorf in Gefahr?

Wenn der Augustdorfer Wolfgang Huppke daran denkt, wie die medizinische Versorgung in Zukunft in Augustdorf aussehen könnte, macht er sich Sorgen. „Aktuell haben wir noch fünf Allgemeinmediziner, welche in Augustdorf praktizieren“, erklärt er gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Diese Situation könne sich aber innerhalb von zwei bis drei Jahren ändern. „Könnte, nicht muss“, unterstreicht CDU Rats- und Kreistagsmitglied Huppke. Von den in der Gemeinde tätigen Allgemeinmedizinern habe einer bestimmt noch knapp zwanzig Jahre aktive Zeit vor sich, schätzt er. Vier andere würden auf das Rentenalter zugehen. „Eine Arztpraxis sucht schon seit längerer Zeit erfolglos einen Nachfolger“, erklärt Huppke und konstatiert: „Im schlimmsten Fall könnte nur noch ein Arzt verfügbar sein und das für 10.000 Einwohner.“ Um über diesen Zustand zu informieren

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Wenn der Augustdorfer Wolfgang Huppke daran denkt, wie die medizinische Versorgung in Zukunft in Augustdorf aussehen könnte, macht er sich Sorgen.

"Aktuell haben wir noch fünf Allgemeinmediziner, welche in Augustdorf praktizieren", erklärt er gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Diese Situation könne sich aber innerhalb von zwei bis drei Jahren ändern. "Könnte, nicht muss", unterstreicht CDU Rats- und Kreistagsmitglied Huppke.

Von den in der Gemeinde tätigen Allgemeinmedizinern habe einer bestimmt noch knapp zwanzig Jahre aktive Zeit vor sich, schätzt er. Vier andere würden auf das Rentenalter zugehen. "Eine Arztpraxis sucht schon seit längerer Zeit erfolglos einen Nachfolger", erklärt Huppke und konstatiert: "Im schlimmsten Fall könnte nur noch ein Arzt verfügbar sein und das für 10.000 Einwohner."

Um über diesen Zustand zu informieren und eventuelle Lösungswege aufzuzeigen, plant Huppke eine Veranstaltung mit dem Namen "Augustdorfer Dialoge". Mit diesem Format möchte Huppke über Parteigrenzen hinaus Gäste einladen, um die Bevölkerung zu informieren.

So wird unter anderem Hans-Christian Körner, der die Kassenärztliche Vereinigung (KV) vertritt und unter anderem für die Verteilung von Arztstellen auf die Kommunen zuständig ist, dabei sein. "Mich interessiert die Frage: 'Wie sieht die KV die Situation? Gibt es Chancen dass es nicht zu einem Ärztemangel in Augustdorf kommt?', so Huppke.

Mit von der Partie ist auch Johannes Hütte, Verwaltungschef der Kliniken Lippe. "Was, wenn bei fehlenden Ärzten vermehrt Patienten die Notaufnahmen in Lemgo und Detmold besuchen? Könnte die Kliniken zumindest zeitweise für Entlastung sorgen?", geht Huppke schon ein paar Fragen durch, die sich ihm stellen. Auch könne man über Fragen sprechen, wie: "Was leisten die Kliniken bereits jetzt? Wie ist es dort um unsere ärztliche Versorgung gestellt? Und: Wie steht es um die medizinische Fakultät in Bielefeld?"

An der Veranstaltung teilnhemen wird auch Karl-Eitel John vom Kreis Lippe. Er wird zu den aktuellen geplanten Gesundheitszentren in Lippe Stellung nehmen und berichten. An dem Abend soll auch die Diakonis zu Wort kommen. "Wie steht es um die ärztliche Versorgung in den Pflegeheimen? Ist diese noch gesichert?", seien weitere Fragen.

Auch Kerstin Ahaus vom Gesundheitsamt werde aus ihrer Sicht Aspekte einbringen können, ist sich Huppke sicher.

Daneben werden auch auch die im Ort ansässigen Ärzte und Apotheker dabei sein, die laut Huppke ihre Teilnahme zugesagt haben. "Sie werden berichten und uns auf den Stand der Dinge aus ihrer Sicht bringen", so Huppke. "Wir wollen informieren und Wege aufzuzeigen, damit wir nicht plötzlich vor verschlossenen Türen stehen", fast Huppke das Ziel der Veranstaltung zusammen.

Die Veranstaltung findet am 5.6. um 19 Uhr im Rathaus statt.