Ratsmitglieder bestaunen Puma

Von , am 8. Juni 2019 um 5:14 Uhr.


Was hat es mit der neuen Instandsetzungshalle auf sich, wie sieht das Unterkunftskonzept der Soldatinnen und Soldaten aus und welche Möglichkeiten bietet der Puma? Diese und weiter Fragen beschäftigten die Ratsmitglieder. Und um ihnen einen umfassenden Einblick zu geben, hatte die Bundeswehr die Politiker eingeladen, sich an drei Stationen und durch einen informativen Vortrag von Oberst Ansgar Meyer einen Einblick in die Arbeit zu verschaffen.

Und gleich an der ersten Station gab es schon viel zu bestaunen:

Die neue Augustdorfer Instandsetzungshalle, also die  Werkstatt des Panzergrenadierbataillons 212 trägt die Nummer 304 und wurde im Juni letzten Jahres fertiggebaut; die Projektkosten belaufen sich auf dreieinhalb Million Euro. Acht Arbeitsstände hat die Halle, wovon drei mit Arbeitsgruben versehen sind. Instandsetzungsfeldwebel Steven Gawenda ist begeistert, was die neue Halle für Möglichkeiten bietet. Neben einer Absauganlage und Deckenventilatoren glänzt die Halle 304 auch noch mit mancherlei technischen Raffinessen. So stehen in einem eigens dafür eingerichteten Raum acht Batterieladestationen bereit. „Das hört sich erst einmal viel an“, so Gawenda und fügt dann hinzu: „Allerdings hat ein Panzer bereits acht Batterien.“ „Die Ladestationen sind allerdings keine Fabrikate, die man aus der Autowerkstatt kennt“, erklärt der Oberfeldwebel. Denn hiermit können Batterien nicht nur geladen, sondern oft auch wiederhergestellt werden. Auch ein Ölabscheider ist vorhanden, die Wände sind zum großen Teil mit Silikon angestrichen. „Wenn mal etwas Schmutz an die Wand kommen sollte, kann das leicht abgewaschen werden“, erklärt Gawenda. Mit 30 Mann im Vollbetrieb arbeitet die Truppe, die zur Versorgungs- und Unterstützungskompanie des Bataillons 212 gehört.

Aber auch bei der Besichtigung des Pumas, dem Nachfolgemodell des Marders, gab es viel zu bestaunen. Denn der Schützenpanzer ist mit einem fernbedienbaren und besatzungslosen Turm ausgestattet, und ist in seiner Grundausstattung mit dem zukünftigen taktischen Lufttransportfahrzeug der Bundeswehr, dem Airbus A400M, luftverladbar.

Eine weitere Neuheit gegenüber dem Marder ist das hydropneumatische Stützrollenlaufwerk. So ist das gesamte Fahrwerk nur über Gummielemente mit der Fahrzeugwanne verbunden. Dies verringert den Körperschallpegel von 120 dBA auf rund 96 dBA und ermöglicht dadurch der Besatzung einen längeren Aufenthalt im Fahrzeug.

Auch der Besuch der neuen Unterkünfte stieß bei manch einem der Besucher auf Erstaunen. „Bei uns sah das damals anders aus“, schmunzelte ein ehemaliger Soldat, der sich noch gut an die Zeiten im Achtbettzimmer erinnern konnte; kein Vergleich zu der heutigen Ausstattung mit Fernseher und Toilette.

Im Anschluss an die Tour erfuhren die Ratsmitglieder dann noch zahlreiche Informationen zum Einsatz und den kommenden Terminen der Bundeswehr. So steht im weiteren Verlauf dieses Jahres steht noch eine besondere Ehrung auf dem Programm: Die Verleihung des Fahnenbandes durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen am 03.09. im Schlossgarten in Detmold.

Im November wird die Truppe an der multinationalen Gefechtsstandübung „Xenon Sword“ im Gefechtssimulationszentrum des Heeres in Wildflecken teilnehmen. „Wir haben viel vor“, stellt  Oberst Ansgar Meyer zufrieden fest.

Und auch die Ratsmitglieder zeigten sich zufrieden und beeindruckt. Es war toll, einmal so einen tiefen Einblick in die Bundeswehr zu bekommen“, war von vielen zu hören, als sie das Kasernengelände verließen.

 

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