Ehemalige Sandgrube wird zur Weidekoppel

Manch ein Wanderer, der in den letzten Wochen den Dünenpfad durchstreifte, wird sich gewundert haben, dass westlich der Weidekoppel, wo bisher dichter Wald stand, auf einmal eine freie Fläche zum Vorschein kommt. „Das ist die ehemalige Sandgrube GNS“, erklärt Dirk Grote, Mitarbeiter des Naturschutzgroßprojektes Senne und Teutoburger Wald. Bis weit in die 80er Jahre hinein sei dort der Sand abgetragen worden. „Dann wurde das knapp zwei Hektar große Gelände sich selbst überlassen“, so Grote. Gemeinsam mit den Augustdorfer Nachrichten besichtigte er das Gelände. Während der Rand von der biologischen Station Paderborn in den letzten Jahren noch gepflegt wurde, wuchsen in der Mitte des Areals  Bäume und Sträucher. „Wir hatten jetzt glücklicherweise die Möglichkeit, mit dem Projekt eine Maßnahme durchzuführen“, erläutert

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Manch ein Wanderer, der in den letzten Wochen den Dünenpfad durchstreifte, wird sich gewundert haben, dass westlich der Weidekoppel, wo bisher dichter Wald stand, auf einmal eine freie Fläche zum Vorschein kommt. "Das ist die ehemalige Sandgrube GNS", erklärt Dirk Grote, Mitarbeiter des Naturschutzgroßprojektes Senne und Teutoburger Wald. Bis weit in die 80er Jahre hinein sei dort der Sand abgetragen worden. "Dann wurde das knapp zwei Hektar große Gelände sich selbst überlassen", so Grote. Gemeinsam mit den Augustdorfer Nachrichten besichtigte er das Gelände. Während der Rand von der biologischen Station Paderborn in den letzten Jahren noch gepflegt wurde, wuchsen in der Mitte des Areals  Bäume und Sträucher. "Wir hatten jetzt glücklicherweise die Möglichkeit, mit dem Projekt eine Maßnahme durchzuführen", erläutert Dirk Grote - eine sogenannte Läuterungsmaßnahmen. Dazu wurden zahlreiche Bäume gefällt; "nur etwas alle 20 Meter ist ein Baum stehen geblieben", erklärt Grote. Das soll dazu führen, dass in dem Becken eine Wiederverwässerung stattfindet. So sollen auch noch einzelne Bereiche weiter vertieft und ausgearbeitet werden. "Durch diese Maßnahme werden wir hoffentlich wieder eine Artenvielfalt auch in diesem Bereich herbeiführen können", hofft Grote. So könne es gut sein, dass sich bei einem feuchteren Untergrund auch der Moorfrosch oder die Kreuzkröte und diverse Libellenarten  wieder ansiedeln. Aber nicht nur das, auch die Pflanzenwelt erholt sich durch den Kahlschlag schon jetzt. Jemand, der das Licht richtig genießt, ist das Knabenkraut, auch Breitblättriger Fingerwurz genannt; eine auf ungedüngten Feuchtwiesen noch gelegentlich anzutreffende Orchideenart. Und auch hier am Rande des Dünenpfades wächst die seltene Blume zwischen den aus den USA importierten Goldruten. "Wenn wir nicht eingegriffen hätten, wäre der Standort zu dunkel geworden", erläutert Dirk Grote. Die Folge davon? Die Orchideen wären verschwunden. Um das Gras auf der Fläche kurz zu halten, soll ab dem kommenden Jahr auch hier eine Koppel für Ziegen und Rinder entstehen. "Das wird aber lediglich eine saisonale und keine ganzjährige Koppel sein", erklärt der Experte. Für letztere wäre die Fläche zu klein. In den kommenden Tagen wird der Forstunternehmer Lothar Steif erst noch die letzten Bäume aus der Senke herausholen. "Die Tiere werden wir wahrscheinlich erst im nächsten Sommer dann laufen lassen." Eile ist geboten. Denn schon jetzt wächst der Bereich wieder langsam zu.