Flugblatt sorgt für Diskussion

Am gestrigen Mittwoch fanden die Anwohner von Linden-, Buchen- und Akazienstraße einen Flyer in ihren Briefkästen vor; verfasst von SPD, FWG und FDP, das an die „sehr geehrten Anwohnerinnen und Anwohner des ehemaligen Freibades“ gerichtet ist. Rückblick: Am 9.5. beantragten SPD, FWG und FDP eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 5. im Bereich des ehemaligen Freibads und der gemeindeeigenen Gemeinbedarfsfläche südlich des Freibads. Die drei Parteien wollen dort bezahlbaren Wohnraum schaffen. Anlieger hatten sich daraufhin mit einer Unterschriftenaktion an die Verwaltung gewandt und baten um eingehende Informationen zur geplanten Bebauung des Freibadgeländes. „Wir haben das Gefühl  in den Planungsprozess nicht mehr mit eingebunden zu sein“, so eine Anliegerin. Im Flugblatt versuchen die drei Fraktionschefs diese Sorge zu zerstreuen und bekräftigen, dass

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Am gestrigen Mittwoch fanden die Anwohner von Linden-, Buchen- und Akazienstraße einen Flyer in ihren Briefkästen vor; verfasst von SPD, FWG und FDP, das an die "sehr geehrten Anwohnerinnen und Anwohner des ehemaligen Freibades" gerichtet ist. Rückblick: Am 9.5. beantragten SPD, FWG und FDP eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 5. im Bereich des ehemaligen Freibads und der gemeindeeigenen Gemeinbedarfsfläche südlich des Freibads. Die drei Parteien wollen dort bezahlbaren Wohnraum schaffen. Anlieger hatten sich daraufhin mit einer Unterschriftenaktion an die Verwaltung gewandt und baten um eingehende Informationen zur geplanten Bebauung des Freibadgeländes. "Wir haben das Gefühl  in den Planungsprozess nicht mehr mit eingebunden zu sein", so eine Anliegerin. Im Flugblatt versuchen die drei Fraktionschefs diese Sorge zu zerstreuen und bekräftigen, dass es für sie eine Selbstverständlichkeit sei, die betroffenen Anwohner zu informieren und zu beteiligen. Als Beleg dafür führen Heinrich-Georg Schneider (SPD), Peter Kaup (FWG) und Roger Ritter (FDP), die Einwohnerversammlung zum Bau des neuen Kindergartens an, die auf Antrag der drei Fraktionen zustande gekommen sei. Im weiteren Verlauf des Schreibens erklären die drei Fraktionen, dass sich Bürgermeister Dr. Andreas Wulf für einen Freizeitpark mit Wassermöglichkeiten auf dem Gelände ausgesprochen habe. Dieser versuche nun dem Rat eine erneute Diskussion darüber aufzuzwingen. "Augenscheinlich hat Dr. Wulf vergessen, dass er den Augustdorfern einen Badesee versprochen hat", so die Fraktionschefs. Im Anschluss erläutern die drei Parteien noch einmal, warum sie die Änderung des Bebauungsplanes beantragt haben. "Ziel dieser Änderung ist die grundsätzliche Schaffung, bzw. Mobilisierung von Bauflächen für angemessen und bezahlbaren Mietwohnraum für Familien in unserer Gemeinde", so die Verfasser. Sie schließen mit dem Versprechen an die Anlieger, "dass die Gestaltung Ihres Wohnumfeldes auch nach einer Bebauung der Freiflächen liebens- und lebenswert bleibt. Für CDU-Fraktionschef Lutz Müller verfehlt nach eigenen Angaben das Flugblatt dagegen das eigentliche Thema. "Für welchen Personenkreis sollen Mietwohnungen, mit welcher Größe und für welche Zielgruppe gebaut werden? Ist es geplant, dort auch Wohnungen für Flüchtlinge zu bauen? Über welche Straßen /Straße erfolgt die Zuwegung in das Baugebiet?" Das seien Fragen, die die Anlieger hätten, so Müller gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. "Die CDU ist der Meinung, dass die drei Fraktionen erkannt haben, dass es kein guter Stil war, wie mit den Anliegern (und auch in der Politik) umgegangen wurde", erklärt er. "Ein Flugblatt in dieser Form, kann den schlechten Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr rückgängig machen", ist er sich sicher. Müller nimmt auch Bezug auf das einstimmig beschlossene ISEK. "Da wurde festgelegt, dass mindestens zwei Workshops mit den Augustdorfer Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden sollen", erklärt der Fraktionschef. "Nach den Ansichten von Herrn Schneider und Herrn Ritter soll dieses nicht mehr durchgeführt werden. Sie möchten es nicht, dass der Antrag "kaputt geredet wird"", erklärt er und bezieht sich damit auf ein Interview in den Augustdorfer Nachrichten. Die Anlieger hätten seiner Ansicht nach "Angst, dass nach diesen Aussagen und keiner vorhergehenden Beratung im Ausschuss, Tatsachen geschaffen werden sollen."

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