Kampfmanöver und Kantine begeistern Jugendliche

Von , am 10. Juli 2019 um 4:00 Uhr.


Welche Waffengattungen gibt es? Was kann ein Leopard 2 A7 Panzer? Wie helfen sich Soldaten, wenn sie verwundet werden? Antworten auf diese spannenden Fragen haben knapp 220 Schülerinnen und Schüler aus Lippe und Umgebung in der Augustdorfer Kaserne erhalten.

Auf Einladung der Berufsberatung Augustdorf/Detmold und des Jugendoffiziers am Standort Augustdorf konnten die Jugendlichen Einblicke in Kampfmanöver bekommen, in Erfahrung bringen, wie die Soldaten ihre Zelte aufbauen und natürlich auch die Kantine der Soldaten kennen lernen.

„Uns ist es wichtig, dass wir mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber präsentieren“, erklärt Presseoffizier Hauptmann Martin Waltemathe den Tag.

Aus diesem Grund stellten knapp 100 Soldatinnen und Soldaten unter der Führung der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ auf vier Stationen den Schülern die eigene Arbeit vor. Neben der dynamischen Waffenschau, erfuhren die Schüler, die aus verschiedenen Jahrgangsstufen der Schulen aus Detmold, Bad Salzuflen, Varenholz, Horn-Bad Meinberg, Bielefeld und aus dem Sauerland kamen, zum Beispiel auch, wie die behelfsmäßige Entfernungsermittlung mit dem Doppelfernrohr funktioniert.

Stauend verfolgten die jungen Gäste, wie der Kampfpanzer Leopard und der Schützenpanzer Marder mit donnerndem Getöse auf und ab fuhr und in Stellung gingen.

Unter den Zuschauern befand sich auch die 17-jährige Jasmin Woywod. Ihr Wunsch ist es, nach ihrem Realschulabschluss auch bei der Bundeswehr anzufangen. „Ich finde das einfach toll, dass man hier so hinter die Kulissen schauen kann“, schwärmt sie.

Jugendoffizier Hauptmann Alexander Finke klärt darüber auf, welche Einstellung Bewerber haben sollte. „Als Soldat oder Soldatin sind Werte wie Loyalität, Ehrlichkeit, der Wille und die Bereitschaft, wichtiger denn je“, erklärt er gegenüber den AUGUSTORFER NACHRICHTEN.

Auf der einen Seite seien diese Veranstaltungen wichtig, um mit der Gesellschaft in Kontakt zu bleiben, „auf der anderen Seite wollen wir natürlich auch junge Menschen für eine Karriere bei der Bundeswehr interessieren“, so Waltemathe. Für diese sei es auch besonders interessant, einmal einen Blick hinter den Kasernenzaun zu werfen, ist sich der Presseoffizier sicher.

Dem stimmt die 15-jährige Ellen Derksen zu. „Ich finde es spannend, einmal in eine ganz andere Welt einzutauchen“, so die Schülerin.

Schon mehr als 15 Mal führt die Bundeswehr nach eigenen Angaben den Tag der Schulen durch. „Dabei besuchten uns mehr als 3000 Schüler“, so Waltemathe stolz.

Denn auch damit werde ein weiteres Ziel erreicht. „Unser Erfolg ist es, demn Standort Augustdorf bekannter zu machen.“, so der Hauptmann. Damit den Gästen es auch an nichts fehlt,  wurden diese im Anschluss an die Vorführungen noch zum Mittagessen eingeladen – allerdings gab es keine traditionellen Erbseneintopf sondern wahlweise Schnitzel, Currywurst oder Pasta.

Und so beeindruckte auch das Essen die jungen Besucher: „Einfach alles rundum klasse“, zeigen sie sich begeistert.

Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“

Die zur ersten Panzerdivision gehörende Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“ führt sieben Bataillone und ist in den Bundesländern Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen stationiert. Der Stab der Brigade befindet sich in Augustdorf. Die Brigade hat den Auftrag, in Operationen verbundener Kräfte in einem Szenario niedriger bis hoher Intensität operieren und kämpfen zu können.

„Sie ist befähigt, multinationale und vernetzte Operationen im streitkräftegemeinsamen Verbund zur Durchsetzung friedenserzwingender Maßnahmen zu planen, vorzubereiten und durchzuführen“, erläutert Hauptmann Martin Waltemate, um so die Voraussetzungen für Stabilisierungsoperationen zu schaffen.

Darüber hinaus ist die Panzerbrigade 21 „LIPPERLAND“ ebenfalls beauftragt, an den laufenden Einsätzen der Bundeswehr im Ausland teilzunehmen.

3 Gedanken zu „Kampfmanöver und Kantine begeistern Jugendliche

  • 18. Juli 2019 um 17:22
    Permalink

    Solange sich Krieg im Sandkasten, mit Förmchen quasi, spielen und üben lässt mag das prima sein. Aber in der Realität später kann man sich blutige Verletzungen, Traumatisierungen oder den Tod einfangen. Wer möchte dann kein Held sein?

    Antwort
  • 19. Juli 2019 um 15:27
    Permalink

    Wir dürfen nicht vergessen, dass wir diese Männer und Frauen in die Kriege wie Afghanistan schicken.
    Wir wählen unsere Volksvertreter und diese entscheiden dann über den Kriegseinsatz. Die Politiker neigen jedoch leider viel zu oft dazu, dass zu vergessen und zeigen wenig Verbundenheit zu unseren Töchtern und Söhnen.

    Antwort
    • 19. Juli 2019 um 21:27
      Permalink

      Ich wähle zwar auch meinen / meine Volksvertreter/in, aber keinen mit der Absicht / dem Auftrag zum Kriegsvotum. Erst recht stelle ich keinen großzügigen Blankoscheck aus.

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.