Gekämpft wie eine Löwin

Iris Naumann, Rektorin der Realschule Augustdorf wurde gestern verabschiedet. Einige Tage zuvor hatte sie den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN einen Einblick in ihre Zeit als Rektorin

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Iris Naumann, Rektorin der Realschule Augustdorf wurde gestern verabschiedet. Einige Tage zuvor hatte sie den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN einen Einblick in ihre Zeit als Rektorin gegeben - ein Porträt.
Engagiert, kämpferisch, mitfühlend. Wenn man mit Weggefährten von Iris Naumann spricht, werden häufig ähnliche Beschreibungen genannt, die den Charakter der zierlichen Dame beschreiben, die vor allem eins nicht kannte: sich wegzuducken. Ihre Verabschiedung fand gestern statt. Zwölf Jahre hat Iris Naumann die Geschicke der Realschule geleitet. Im Kampf um die Schulform hat sie wie eine Löwin gekämpft, das attestieren ihr alle, die mit ihr zu tun gehabt haben. Für das Kollegium hatte sie immer ein offenes Ohr; für Schüler- und Elternbelange hat sie sich immer wieder engagiert eingesetzt. Geboren wurde Iris Naumann 1954 in Düsseldorf. Sie besuchte die Grundschule an der Helmoltz-Straße und im Anschluss daran die Städtische Stephanien-Realschule und das Leibnitz Gymnasium. "Ich habe mich immer fürs Lernen interessiert", erklärt Naumann gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Nachdem Sie an der pädagogischen Hochschule Chemie und Mathematik studiert hatte, schloss sie das Referendariat und die zweite Staatsprüfung erfolgreich ab. Ihr ihrer Zeit als Rektorin fielen viele Situationen, die Naumann im Nachhinein als anstrengend aber auch als schön beschreibt. Einer der Höhepunkte sei der Kampf um die Realschule gewesen. "Ich bin davon überzeugt, dass diese Schulform dringend benötigt wird und gerechtfertigt ist", erklärt sie im Gespräch. Auch bei der Abschlussfeier erinnerte sie an die Situation, die sich vor zehn Jahren zugetragen hatte. Als einige Augustdorfer Politiker das Ziel verfolgt hatten eine Sekundarschule zu gründen, habe sich schnell eine Elterninitiative zusammengetan. Für Naumann gab es nie "unwichtige Probleme", wie sie selbst erläutert. Es sei wichtig, sich in die Perspektive des anderen hineinzuversetzen. "Man muss die Überlegungen des anderen in die eigenen Gedanken mit einfließen lassen", so ihr Credo. Darum war der Rektorin auch immer daran gelegen, ein gutes Verhältnis zu den Eltern zu haben. So war es für sie selbstverständlich, auch außerhalb der Dienstzeit an bestimmten Veranstaltungen teilzunehmen und dadurch Interesse zu zeigen. "Schule ist einfach mein Leben", erklärt Naumann, die mit ihrem Mann zwei Kinder adoptiert hat. Ihre große Leidenschaft ist das Wohnmobil. Davon kann auch das Kollegium ein Lied singen. "Wenn wir eine Frage hatten, kam es vor, dass wir über die Vorzüge eines Wohnmobils sprachen, aber nicht über die Frage", erinnerte sich eine Lehrerin beim Fest, das um ein Haar nicht in der Aula hätte stattfinden können. Denn nur ein paar Tage zuvor, sollten die Vorbereitungen zur Demontage der Decke laufen. "Glücklicherweise konnte die Aktion in letzter Minute gestoppt werden, so dass die Feier hier stattfinden konnte", erklärte Naumann gerührt. Und wie geht es nun für sie weiter? "In einigen Tagen kommt mein zweites Enkelkind auf die Welt", erklärte sie gegenüber der Redaktion.  Und von nun an soll ihr Mann Martin Naumann im Vordergrund stehen, der ihr in der Vergangenheit häufig den Rücken freigehalten habe. "Das wird sich ändern", erklärte sie und fügte schmunzelnd hinzu "Jetzt werden Zielvereinbarungen getroffen". So ganz hört man eben nie auf...

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