Was krabbelt beim Insektensommer?

Ackerhummel oder Steinhummel? Mauerbiene oder Holzbiene? Leder- oder Streifenwanze? Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ geht seit Anfang August die bundesweite Citizen-Science-Aktion Insektensommer in den zweite Meldezeitraum und damit auch in Augustdorf. Dieses Jahr gibt es prominente Unterstützung von TV-Moderatorin Ruth Moschner, Kriminalbiologe und Insektenfan Mark Benecke und TV-Moderator und Schauspieler Ralph Caspers. Sie sind mit dabei, wenn wieder Sechsbeiner in ganz Deutschland beobachtet und gemeldet werden. Alle können und sollen mitmachen Ruth Moschner: „Ohne Biene keine Beere! Insekten sind nicht nur faszinierend, sie retten unser Leben. Ameisen dienen der Walderhaltung und Schädlingsbekämpfung. Bienen bestäuben Obstbäume, damit diese Früchte tragen. Ich persönlich liebe ja zum Beispiel die Metamorphose-Fähigkeit von Raupen zu Schmetterlingen. Einfach faszinierend“ Mit dem Insektensommer soll die artenreichste

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Ackerhummel oder Steinhummel? Mauerbiene oder Holzbiene? Leder- oder Streifenwanze? Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ geht seit Anfang August die bundesweite Citizen-Science-Aktion Insektensommer in den zweite Meldezeitraum und damit auch in Augustdorf. Dieses Jahr gibt es prominente Unterstützung von TV-Moderatorin Ruth Moschner, Kriminalbiologe und Insektenfan Mark Benecke und TV-Moderator und Schauspieler Ralph Caspers. Sie sind mit dabei, wenn wieder Sechsbeiner in ganz Deutschland beobachtet und gemeldet werden.

Alle können und sollen mitmachen

Ruth Moschner: „Ohne Biene keine Beere! Insekten sind nicht nur faszinierend, sie retten unser Leben. Ameisen dienen der Walderhaltung und Schädlingsbekämpfung. Bienen bestäuben Obstbäume, damit diese Früchte tragen. Ich persönlich liebe ja zum Beispiel die Metamorphose-Fähigkeit von Raupen zu Schmetterlingen. Einfach faszinierend“
Mit dem Insektensommer soll die artenreichste Tiergruppe des Ökosystems in den Mittelpunkt stellen, die nicht nur für Menschen enorm wichtig ist. Fast 90 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen weltweit sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Insekten bestäuben nicht nur Pflanzen, sie sind auch Nahrung für Vögel, Fledermäuse, Eidechsen und Frösche. Alle können mitmachen und für die Artenvielfalt zählen, denn in Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Auf 16 Insekten soll besonders Wert gelegt werden

Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. "Notieren Sie alle Insekten, die sie innerhalb einer Stunde an Ihrem Beobachtungsplatz entdecken können – schauen Sie ruhig einmal in die Blumentöpfe, an Bäumen oder unter Steinen nach. Insekten leben und lieben ihren Mikrokosmos, auch wenn Fluginsekten weite Strecken zurücklegen können", erklärt der Naturschutzbund in einer Pressemitteilung. Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling – jedes Insekt soll gemeldet werden. Mit Blick auf die Vergleichbarkeit der jährlichen Beobachtungen soll dabei auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke. Sie finden Insekten in direkter Nähe: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Einzige Vorgabe: Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Die Sichtungen melden kann man unter www.insektensommer.de oder direkt von unterwegs per Smartphone über die NABU-App „Insektenwelt“.
Ralph Caspers: „Ich finde Insekten wichtig, weil sie wichtig SIND. Ohne Insekten würden wir ganz schön in der Scheiße stecken. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man sich nur mal vorstellt, wie viele Hundehaufen Insekten jährlich wegschaffen. Wenn es das nicht gäbe – gar nicht auszudenken.“ - Foto: Johannes Haas
Die Daten werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen - dies soll nun gesteigert werden.