Spinnenvielfalt im Altweibersommer

Laue Som­mer­näch­te in August­dorf sind erfüllt vom Sum­men der Mücken, das Hei­de­kraut blüht und Greif­vö­gel zie­hen umher auf der Suche nach Nah­rung. Auch Fle­der­mäu­se

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Laue Sommernächte in Augustdorf sind erfüllt vom Summen der Mücken, das Heidekraut blüht und Greifvögel ziehen umher auf der Suche nach Nahrung. Auch Fledermäuse können jetzt häufig in der Sennrandgemeinde entdeckt werden. Im August liegen morgens die ersten Frühnebelbänke im Furlbachtal. Wie Perlen hängen Nebeltröpfchen an den Fäden der Spinnennetze und offenbaren im Altweibersommer, an welchen Stellen und in welch großer Zahl die fleißigen Insektenjäger überall aktiv sind. An Bäumen, Büschen und Gräsern sind die unterschiedlichsten Konstruktionen zu entdecken: Neben den Radnetzen der Kreuzspinnen finden sich weitere typische namensgebende Konstruktionen wie bei den Trichter- und Baldachinspinnen, der Lochnetz-, Dreieck- oder Körbchenspinne. Sehr auffällig und unverwechselbar ist die Wespenspinne. Ihr Körper hat schwarz-gelbe Streifen und ihr Radnetz ein dicht gesponnenes Teil, das so genannte Stabiliment. Wespenspinnen haben sich seit wenigen Jahrzehnten vom Mittelmeer nach Norden ausgebreitet und kommen bei uns meist kolonieartig in der Vegetation von Brachflächen und Wegrändern vor. Jetzt blüht aber auch das Heidekraut und die zweite Generation an Admiral- und Distelfaltern fliegt. Für die Sämereien der Disteln interessieren sich Stieglitze und Hänflinge, auf den Stoppelfeldern sitzen ganze Scharen von Ringeltauben, um Körner zu picken. Die lauwarmen Nächte erfüllt das Summen der Stechmücken und die für uns unhörbaren Peilrufe der Fledermäuse - sie schöpfen bei diesem Insektenaufgebot aus dem Vollen. In der Vogelwelt ist es merklich ruhiger geworden. Nach der anstrengenden Fortpflanzung ist es nun an der Zeit, in der Mauser das Federkleid zu erneuern und Kräfte für die Reise zu sammeln. Als erste Zugvögel reisen die Mauersegler ab. Besondere Bedeutung erlangen jetzt beerenstarke Sträucher wie Holunder oder Eberesche. Denn Zugvögel wie Grasmücken stellen nach der Brutzeit ihren Verdauungsapparat gänzlich um von Insekten auf Fruchtnahrung. So gewinnen sie schnell Kraftreserven für die ersten Etappen ihres Langstreckenzuges. Oft lassen sich Mönchsgrasmücken und Hausrotschwänze tagelang bei ihrem Boxenstopp im Garten beobachten, wie sie die schwarzen Holunderbeeren schlemmen, oder Amseln, Sing- und Rotdrosseln fallen in die Ebereschen ein und tun sich an den roten Beeren gütlich. Im Garten sollte biologischer Pflanzenschutz mit Jauchen und Brühen praktiziert werden, um Schädlinge in Schach zu halten. In warmen Augusttagen hat das Thema Wasser weiterhin Bedeutung: zum Gießen Regentonnen oder Zisternen nutzen und Trinkwasser schonen, für Vögel eine Vogeltränke aufstellen. Am Haus bewährt sich jetzt ein grüner Pflanzenpelz an der Hauswand. Er beschattet und kühlt das Gebäude.
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