Schüler lernen, sich zu tarnen

Wie orientiert man sich im Feld, wie tarnt und täuscht man den Feind, wie funktioniert das Hören und Sehen bei Nacht und natürlich auch wie fährt es sich mit dem Transportpanzer Fuchs? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler, die in dieser Woche am Sommercamp der Bundeswehr teilnahmen. (Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN berichteten) An drei Stationen erhielten die 37 Teilnehmer im Stapel einen tiefen Einblick in die Arbeit der Bundeswehr. Und das mit prominentem Besuch. Denn auch der stellvertretende Brigadekommandeur und Standortältester Oberst Jochen Geck war vor Ort und zeigte sich begeistert. „Das ist schon eine hervorragende Schulung“, attestierte er den Ausbildern der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillon 212, die sich viel Mühe gaben, die Arbeit

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Wie orientiert man sich im Feld, wie tarnt und täuscht man den Feind, wie funktioniert das Hören und Sehen bei Nacht und natürlich auch wie fährt es sich mit dem Transportpanzer Fuchs? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler, die in dieser Woche am Sommercamp der Bundeswehr teilnahmen. (Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN berichteten) An drei Stationen erhielten die 37 Teilnehmer im Stapel einen tiefen Einblick in die Arbeit der Bundeswehr. Und das mit prominentem Besuch. Denn auch der stellvertretende Brigadekommandeur und Standortältester Oberst Jochen Geck war vor Ort und zeigte sich begeistert. "Das ist schon eine hervorragende Schulung", attestierte er den Ausbildern der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillon 212, die sich viel Mühe gaben, die Arbeit der Bundeswehr transparent, ehrlich und spannend zu erläutern. Diese unterrichteten ihre Schützlinge zum Beispiel in der Fertigkeit einen Helm zu tarnen, natürlich auch mit der richtigen Schminke. Dass man diese nicht einfach nur auf das Gesicht schmieren sollte, erklärte Stabsunteroffizier Drießen. "Es ist wichtig, dass die Farbe nicht zu dick aufgetragen wird, sonst glänzt diese und sie werden erkannt", schärfte er den Teilnehmern ein. Nicht alle machten es natürlich richtig, so dass es zum Schluss schmunzelnd hieß: "Und wir haben auch einen Hulk unter uns." Auf das Leben im Felde bereitete Feldwebel Meier die Truppe vor und erklärte ihr unter anderem, wie die Zelte richtig aufgebaut werden. Wie man sich richtig tarnt, erfuhren die Schülerinnen und Schüler, als Hauptfeldwebel Wedel auf den Stapel zeigte und die Truppe aufforderte, genau hinzuschauen; keiner der Anwesenden sah etwas als sich plötzlich 20 Meter vor der Mannschaft ein Scharfschütze aus dem Gras erhob, der schon seit zwei Stunden unbemerkt direkt neben der Truppe verharrte und damit eindrucksvoll bewies, was die perfekte Tarnung ausmacht. Oberst Jochen Geck nutzte eine kleine Pause zwischen den Übungseinheiten, um zu den Teilnehmern zu sprechen. "Ich habe hier wunderbare Jahre vollbracht", gab er offen zu und erklärte im selben Atemzug auch, dass die Arbeit bei der Bundeswehr nicht immer leicht, sondern manches Mal auch entbehrungsreich sei. "Schauen Sie sich nun nach links und rechts um", forderte er die aufmerksamen Zuhörer auf. "Das sind dann die Kameraden, die Ihnen bei einem Tief unter die Arme greifen und mit Ihnen weiter marschieren", motivierte Geck die Jugendlichen. Am nächsten Tag stand dann etwas Besonderes für die Teilnehmer auf dem Programm: Eine Fahrt mit dem Transportpanzer Fuchs. Dieser ist ein geländegängiges, gepanzertes Radfahrzeug, das ursprünglich als reines Transportfahrzeug konzipiert wurde und in einigen Varianten auch schwimmfähig ist. Heute wird er in verschiedenen Versionen bei zahlreichen Truppengattungen eingesetzt. Beispiele sind der Einsatz als Personentransportfahrzeug bei der Jägertruppe, als vorgeschobene Befehlsstelle für Gefechtsstände oder als Rüstsatzträger der Pioniertruppe. Mit diesem durften die Schülerinnen und Schüler durch den Stapel mitfahren, und so manch einer war froh, vorher nichts gegessen zu haben. Denn die Soldaten holten alles aus dem Tarnsportpanzer raus; jeder Huckel wurde mitgenommen, die Insassen durchgeschüttelt. "Einfach eine irre Erfahrung", zeigten sich die Passagiere im Anschluss begeistert. Und auch Hauptfeldwebel Jens Wander von der Pressestelle der Panzerbrigade 21 war beeindruckt. "Das ist ein hohes Niveau, auf dem sich die Teilnehmer befinden und auch die Stimmung ist gut", charakterisierte er die Veranstaltung. Für die Teilnehmer hieß es jedoch am Freitag Abschied nehmen, für manchen lediglich Auf Wiedersehen. Denn einige waren sich schon sicher: "Hier möchte ich auch dienen."