Deutscher Meister im Fallschirmspringen

Wenn sich die Luke öffnet, liegen zwischen Peter Ingenhaag und dem Boden rund 3.200 Meter. Mit seinem Fallschirmsprung-Team „AtomiX“ stürzt er sich regelmäßig aus

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Mit seinem Fallschirmsprung-Team „AtomiX“ stürzt er sich regelmäßig aus dem Flugzeug. Dass der gebürtige Augustdorfer das noch kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Vor einigen Jahren erlitt er im Training einen Halswirbelbruch. Nach langer Reha trat er bei den Deutschen Fallschirmsprung-Meisterschaften an - und erreichte in diesem Jahr den ersten Platz. Ingenhaag ist Geschäftsführer der „Ingenhaag Autovermietung“. Zum Fallschirmspringen gekommen ist er über die Bundeswehr, wo er im Jahr 2003 Fallschirmjäger war. Sein erster militärischer Sprung sei „ganz einfach“ gewesen, Der erste zivile Sprung, der im Jahr 2008 in Portugal folgte, war nach seinen Angaben jedoch purer „Horror“. Zum Formationsspringen kam Ingenhaag Anfang 2011. Schon 2012 gewann er mit seinem damaligen Team den Titel in der Nachwuchsklasse. Seit Ende 2012 springt er mit den „AtomiX“. Peter Ingenhaag und sein Team „AtomiX“ gehen bei Wettkämpfen in der Disziplin „FS 4er“ (Formation mit vier Springern) an den Start. Dabei bilden vier Springer im Freifall gemeinsam Figuren, indem sie sich an Armen und Beinen festhalten. Bei jedem Wettkampfsprung muss eine vorher festgelegte Sequenz mit fünf bis sechs dieser Figuren (Formationen) innerhalb von 35 Sekunden so häufig wie möglich wiederholt werden. Entscheidend ist, Drehungen und Positionswechsel schnell und präzise auszuführen. Der Sprung wird von einem Videomann gefilmt. Die Bewertung der Jury erfolgt anhand dieser Filme. Jede vollständig gezeigte Formation ergibt einen Punkt. Der Wettkampf geht in der Regel über zehn Runden. Sieger ist, wer am Ende die meisten Punkte hat. Über den Titel freut sich Ingenhaag sehr. Der 36-jährige macht aber auch deutlich: “95 Prozent des Erfolges hängt von der Zusammenarbeit des Teams ab.”