Auf den Hund gekommen

Dana Reisenberger kommt mit Themba in die Schule und begeistert nicht nur die Kinder

Themba liegt still und leise auf ihrem Platz im Arbeitsraum von Dana Reisenberger. Die studierte Sozialpädagogin nimmt die Australian Labradoodle Hündin mit in die Grundschule In der Senne. Aber nicht (nur) aus Spaß.

“Es war schon immer mein Wunsch gewesen, einen Hund auch mit zur Arbeit nehmen zu können”, erklärt die sympathische 30-jährige. Nun habe sich ihr Traum erfüllt. Denn mit Themba zusammen, unterrichtet Reisenberger Kleingruppen von Kindern. “Ich unterstütze die Kinder in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Konzentration und Graphomotorik”, so Reisenberger. Die Kinder nimmt sie dann in der Regel aus dem Klassenverband heraus und mit in ihr Arbeitszimmer. Bevor nun die Arbeit mit Themba, was auf Zulu “Hoffnung” bedeutet, losgehen kann, müssen sich die Kinder erst einmal die Hände waschen. Danach setzen sich alle brav an den Tisch, während Themba ihr Frauchen ungeduldig anschaut. Nachdem alle Kinder sitzen, geht der Hund zu jedem der Kinder und begrüßt sie der Reihe nach. “Ein schönes Ritual”, erklärt die Pädagogin.

Die zehn Monate junge Hündin geht danach zurück auf ihren Platz, nun kann die Stunde beginnen. “Wir machen kleine Spiele”, erläutert Reisenberger das Vorgehen. So kann Themba zum Beispiel schon einen Würfel, der auf jeder Seite eine andere Aufgabe stehen hat, drehen und wenden. Je nachdem, welche Aufgabe nun oben liegt, wird diese von den Kindern durchgeführt. So lernen die Kinder auch spielerisch sich zu konzentrieren, was mit einem Hund einfach leichter fällt, erklärt Dana Reisenberger. Aber natürlich kann nicht jeder Lehrer einfach seinen Hund mit in die Schule nehmen.

Reisenberger und Themba machen für ein Jahr eine Ausbildung bei Nina Kerkhof in hundegestützter Pädagogik. “Schulspringer” heißt das Programm. Dort steht neben der Einführung des Schulhundes in die Schule, auch die Wohlfühlregeln für Alltag und Schule, Rituale, Ausgleich und Ruhezeiten für Schulhunde und der Stundenplan auf dem Programm. “Es ist ganz wichtig, dass sich Themba hier natürlich auch wohlfühlt”, erklärt Reisenberger. Aus dem Grund nimmt sie ihren Hund auch nur an zwei bis drei Tagen in der Woche und auch dann nur für ein bis zwei Schulstunden zu den Kindern. Auch wenn sie Pausenaufsicht hat, bleibt Themba im Zimmer. “Das wäre sonst zu viel für sie”, weiß die Sozialpädagogin. Dass die Hündin nicht nur den Kindern Freude bereitet, wird jeden Morgen klar, sobald das Duo ins Lehrerzimmer kommt. “Es ist schön zu sehen, wie auch die Kolleginnen und Kollegen sich auf den Hund freuen”, schmunzelt Reisenberger.

“Ich hätte nicht gedacht, dass es so schön mit einem Hund hier ist”, hatte ihr eine Kollegin erst vor kurzem gesagt. Und natürlich sind auch die Kinder begeistert.

“Es gab am Anfang nur ein Elternteil, welches ein wenig Sorge hatte”, so Reisenberger. Diese Ängste hätten sich aber schnell verflüchtigt. Trotzdem sichert sich die Schule in jedem Jahr ab. In jeder Schulkonferenz wird auch zukünftig abgestimmt, ob Themba weiter zur Schule darf.

Dass die Arbeit mit dem Hund einen positiven Effekt hat, ist mittlerweile für alle deutlich.
Untersuchungen haben ergeben, dass schon die regelmäßige Anwesenheit eines Hundes sehr positive Veränderungen mit sich bringt. Bundesweit werden die „Hilfslehrer auf vier Pfoten“ bereits an rund 300 Schulen eingesetzt.

Die positive Darstellung der Arbeit mit den Schülern und dem Klassenhund, die Unterstützung der Schulleitung, die überwiegende Zustimmung der Eltern und nicht zuletzt die Begeisterung der SchülerInnen belegen den Erfolg der hundegestützten Pädagogik im Klassenzimmer. So werden auch die Beziehungen der Schüler untereinander gefestigt.

Für Reisenberger, das Kollegium, Schüler und Eltern steht mittlerweile fest: “Themba gehört einfach mit in die Schule.”

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Themba liegt still und leise auf ihrem Platz im Arbeitsraum von Dana Reisenberger. Die studierte Sozialpädagogin nimmt die Australian Labradoodle Hündin mit in die Grundschule In der Senne. Aber nicht (nur) aus Spaß. “Es war schon immer mein Wunsch gewesen, einen Hund auch mit zur Arbeit nehmen zu können”, erklärt die sympathische 30-jährige. Nun habe sich ihr Traum erfüllt. Denn mit Themba zusammen, unterrichtet Reisenberger Kleingruppen von Kindern. “Ich unterstütze die Kinder in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Konzentration und Graphomotorik”, so Reisenberger. Die Kinder nimmt sie dann in der Regel aus dem Klassenverband heraus und mit in ihr Arbeitszimmer. Bevor nun die Arbeit mit Themba, was auf Zulu “Hoffnung” bedeutet, losgehen kann, müssen sich die Kinder erst einmal die Hände waschen. Danach setzen sich alle brav an den Tisch, während Themba ihr Frauchen ungeduldig anschaut. Nachdem alle Kinder sitzen, geht der Hund zu jedem der Kinder und begrüßt sie der Reihe nach. “Ein schönes Ritual”, erklärt die Pädagogin. Die zehn Monate junge Hündin geht danach zurück auf ihren Platz, nun kann die Stunde beginnen. “Wir machen kleine Spiele”, erläutert Reisenberger das Vorgehen. So kann Themba zum Beispiel schon einen Würfel, der auf jeder Seite eine andere Aufgabe stehen hat, drehen und wenden. Je nachdem, welche Aufgabe nun oben liegt, wird diese von den Kindern durchgeführt. So lernen die Kinder auch spielerisch sich zu konzentrieren, was mit einem Hund einfach leichter fällt, erklärt Dana Reisenberger. Aber natürlich kann nicht jeder Lehrer einfach seinen Hund mit in die Schule nehmen. Reisenberger und Themba machen für ein Jahr eine Ausbildung bei Nina Kerkhof in hundegestützter Pädagogik. “Schulspringer” heißt das Programm. Dort steht neben der Einführung des Schulhundes in die Schule, auch die Wohlfühlregeln für Alltag und Schule, Rituale, Ausgleich und Ruhezeiten für Schulhunde und der Stundenplan auf dem Programm. “Es ist ganz wichtig, dass sich Themba hier natürlich auch wohlfühlt”, erklärt Reisenberger. Aus dem Grund nimmt sie ihren Hund auch nur an zwei bis drei Tagen in der Woche und auch dann nur für ein bis zwei Schulstunden zu den Kindern. Auch wenn sie Pausenaufsicht hat, bleibt Themba im Zimmer. “Das wäre sonst zu viel für sie”, weiß die Sozialpädagogin. Dass die Hündin nicht nur den Kindern Freude bereitet, wird jeden Morgen klar, sobald das Duo ins Lehrerzimmer kommt. “Es ist schön zu sehen, wie auch die Kolleginnen und Kollegen sich auf den Hund freuen”, schmunzelt Reisenberger. “Ich hätte nicht gedacht, dass es so schön mit einem Hund hier ist”, hatte ihr eine Kollegin erst vor kurzem gesagt. Und natürlich sind auch die Kinder begeistert. “Es gab am Anfang nur ein Elternteil, welches ein wenig Sorge hatte”, so Reisenberger. Diese Ängste hätten sich aber schnell verflüchtigt. Trotzdem sichert sich die Schule in jedem Jahr ab. In jeder Schulkonferenz wird auch zukünftig abgestimmt, ob Themba weiter zur Schule darf. Dass die Arbeit mit dem Hund einen positiven Effekt hat, ist mittlerweile für alle deutlich. Untersuchungen haben ergeben, dass schon die regelmäßige Anwesenheit eines Hundes sehr positive Veränderungen mit sich bringt. Bundesweit werden die „Hilfslehrer auf vier Pfoten“ bereits an rund 300 Schulen eingesetzt. Die positive Darstellung der Arbeit mit den Schülern und dem Klassenhund, die Unterstützung der Schulleitung, die überwiegende Zustimmung der Eltern und nicht zuletzt die Begeisterung der SchülerInnen belegen den Erfolg der hundegestützten Pädagogik im Klassenzimmer. So werden auch die Beziehungen der Schüler untereinander gefestigt. Für Reisenberger, das Kollegium, Schüler und Eltern steht mittlerweile fest: “Themba gehört einfach mit in die Schule.”

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