Berufssoldatin schlichtet Streitigkeiten

Wer in August­dorf sei­nen Streit mit dem Nach­barn nicht vor Gericht aus­tra­gen, son­dern erst mit Hil­fe einer Schieds­per­son den Kon­flikt bei­le­gen möch­te, hat es mit Kat­rin Knorr zu tun. Die sym­pa­thi­sche 38-jäh­ri­ge ist Berufs­sol­da­tin und seit dem 1. Juni 2017 als Schieds­per­son in August­dorf tätig.

„Ich bin eigent­lich eher durch einen Zufall an das Amt gekom­men“, erzählt Knorr, die sich selbst als lei­den­schaft­li­che Läu­fe­rin bezeich­net. Ein Bekann­ter habe sie dazu gebracht, sich zu bewer­ben, so die gebür­ti­ge Hes­sin.
Seit ihrem Amts­an­tritt habe es noch kei­ne Schieds­an­ge­le­gen­heit, son­dern nur Anru­fe von Bür­gern gege­ben, die sich infor­mie­ren woll­ten, erzählt Knorr und fügt hin­zu, dass es dabei meis­tens um Nach­bar­schafts­strei­tig­kei­ten gegan­gen sei. Liegt ihr denn das Streit­schlich­ten? „Als Mut­ter von drei Töch­tern bin ich dafür prä­de­sti­niert“, ant­wor­tet sie lachend und ergänzt, dass sie immer etwas ehren­amt­lich machen woll­te: „Das Schieds­amt liegt mir ein­fach“, freut sie sich.

Da in August­dorf das Schieds­amt für län­ge­re Zeit vakant war, hat­te Knorr auch nie­man­den, der sie in ihrer Anfangs­pha­se beglei­ten konn­te. „Ich muss­te raus­fin­den, wie alles zu machen ist“, so Knorr. Dabei freut sie sich vor allem über die Unter­stüt­zung aus der Ver­wal­tung und von ihren ande­ren Schieds­kol­le­gen aus Lip­pe. „Wenn ich Fra­gen habe, sind die immer alle ganz hilfs­be­reit“, erzählt sie.

Um ihr Schieds­amt pro­fes­sio­nell aus­zu­üben, hat Knorr auch einen Ein­füh­rungs­lehr­gang absol­viert. Und sie ist nicht ganz uner­fah­ren, denn auch bei der Bun­des­wehr hat sie noch eine zusätz­li­che Auf­ga­be. „Dort bin ich Gleich­stel­lungs­ver­trau­ens­frau“, erklärt die Sol­da­tin.
Wel­ches Ziel hat sie sich selbst in ihrem Amt gesetzt? „Dass ich mei­ne Auf­ga­be gut erle­di­ge und die Per­so­nen davon über­zeu­gen kann, mit­ein­an­der zu spre­chen“, erklärt sie selbst­be­wusst. Und wer sie so erlebt, kann sich gut vor­stel­len, dass sie pro­fes­sio­nell auf ihr Gegen­über reagiert. Sie hört ruhig zu, unter­bricht nicht und äußert sich beson­nen.

Bes­te Aus­gangs­vor­aus­set­zun­gen für eine Posi­ti­on, in der man sich immer bei­de Sei­ten der Streit­par­tei­en anhö­ren muss. „Mir ist es wich­tig, dass ich Ver­ständ­nis bei der Gegen­sei­te erwe­cke“, erzählt Knorr. Ihr sei dabei bewusst, dass Strei­te­rei­en eine Belas­tung für alle Betei­lig­ten dar­stel­len. „Wenn man sich manch­mal offen die Mei­nung sagt, kann das schon viel bewir­ken“, ist sich Knorr sicher und fügt hin­zu: „Wich­tig ist es, mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren.“

Kat­rin Knorr ist von Mon­tag bis Sams­tag von 9 bis 19 Uhr zu errei­chen unter Tel. (0175) 5321400. Falls sie mal im Ein­satz sein soll­te, ver­mit­telt die Gemein­de bei Strei­tig­kei­ten zu Schieds­leu­ten in den benach­bar­ten Kom­mu­nen.

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Wer in Augustdorf seinen Streit mit dem Nachbarn nicht vor Gericht austragen, sondern erst mit Hilfe einer Schiedsperson den Konflikt beilegen möchte, hat es mit Katrin Knorr zu tun. Die sympathische 38-jährige ist Berufssoldatin und seit dem 1. Juni 2017 als Schiedsperson in Augustdorf tätig. „Ich bin eigentlich eher durch einen Zufall an das Amt gekommen“, erzählt Knorr, die sich selbst als leidenschaftliche Läuferin bezeichnet. Ein Bekannter habe sie dazu gebracht, sich zu bewerben, so die gebürtige Hessin. Seit ihrem Amtsantritt habe es noch keine Schiedsangelegenheit, sondern nur Anrufe von Bürgern gegeben, die sich informieren wollten, erzählt Knorr und fügt hinzu, dass es dabei meistens um Nachbarschaftsstreitigkeiten gegangen sei. Liegt ihr denn das Streitschlichten? „Als Mutter von drei Töchtern bin ich dafür prädestiniert“, antwortet sie lachend und ergänzt, dass sie immer etwas ehrenamtlich machen wollte: „Das Schiedsamt liegt mir einfach“, freut sie sich. Da in Augustdorf das Schiedsamt für längere Zeit vakant war, hatte Knorr auch niemanden, der sie in ihrer Anfangsphase begleiten konnte. „Ich musste rausfinden, wie alles zu machen ist“, so Knorr. Dabei freut sie sich vor allem über die Unterstützung aus der Verwaltung und von ihren anderen Schiedskollegen aus Lippe. „Wenn ich Fragen habe, sind die immer alle ganz hilfsbereit“, erzählt sie. Um ihr Schiedsamt professionell auszuüben, hat Knorr auch einen Einführungslehrgang absolviert. Und sie ist nicht ganz unerfahren, denn auch bei der Bundeswehr hat sie noch eine zusätzliche Aufgabe. „Dort bin ich Gleichstellungsvertrauensfrau“, erklärt die Soldatin. Welches Ziel hat sie sich selbst in ihrem Amt gesetzt? „Dass ich meine Aufgabe gut erledige und die Personen davon überzeugen kann, miteinander zu sprechen“, erklärt sie selbstbewusst. Und wer sie so erlebt, kann sich gut vorstellen, dass sie professionell auf ihr Gegenüber reagiert. Sie hört ruhig zu, unterbricht nicht und äußert sich besonnen. Beste Ausgangsvoraussetzungen für eine Position, in der man sich immer beide Seiten der Streitparteien anhören muss. „Mir ist es wichtig, dass ich Verständnis bei der Gegenseite erwecke“, erzählt Knorr. Ihr sei dabei bewusst, dass Streitereien eine Belastung für alle Beteiligten darstellen. „Wenn man sich manchmal offen die Meinung sagt, kann das schon viel bewirken“, ist sich Knorr sicher und fügt hinzu: „Wichtig ist es, miteinander zu kommunizieren.“ Katrin Knorr ist von Montag bis Samstag von 9 bis 19 Uhr zu erreichen unter Tel. (0175) 5321400. Falls sie mal im Einsatz sein sollte, vermittelt die Gemeinde bei Streitigkeiten zu Schiedsleuten in den benachbarten Kommunen.

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