Evangelische Freikirche feiert am Wochenende 25-jähriges Bestehen

Dieses Wochenende ist für die evangelische Freikirche an der Pivitsheider Straße ein ganz besonderes. „Wir feiern am Samstag und Sonntag das 25-jährige Bestehen unserer

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Dieses Wochenende ist für die evangelische Freikirche an der Pivitsheider Straße ein ganz besonderes. "Wir feiern am Samstag und Sonntag das 25-jährige Bestehen unserer Gemeinde", erklären Andreas Muss und Viktor Becker, die beiden Hauptorganisatoren des Festes. Aber, und das betonen beide, sei das Vorbereitungsteam wesentlich größer. "Wir haben knapp 15 Personen, die im Gemeindeteam alles vorbereiten", so Muss. Während am Samstag ab 13 Uhr ein Tag der Offenen Tür stattfindet, an dem Besucher mit Gesprächen, Führungen, Schaubildern und Fotos die Geschichte der Gemeinde nachvollziehen können, endet das Festwochenende am Sonntag mit einem Dankgottesdienst ab 10 Uhr. "Wir wollen uns offen zeigen und die Bürger aus Augustdorf dazu einladen, mit uns dieses Fest zu begehen", so Becker. „Die Gründerväter wollten den russischen Aussiedlern ein geistiges Zuhause geben." So beschreibt der Älteste Abram Wall die Entstehungsgeschichte der „Evangelischen Freikirche Augustdorf e.V.", die eigentlich schon im Jahr 1988 begann. Denn in diesem Jahr versammelten sich eine handvoll Mitglieder in einem Wohnzimmer in der Mittelstraße um die Gründung einer neuen Glaubensgemeinschaft zu besprechen. Knapp 60 Mitglieder waren dabei, als die ersten Gottesdienste in der katholischen Kirche stattfanden. Durch unterschiedliche Auffassungen in der Auslegung der Bibel kam es dann 1994 zur Neugründung und der Geburtsstunde der jetzigen evangelischen Freikirche, die ihr Gotteshaus an der Pivitsheider Straße 1997 einweihen konnte.

Seitdem hat sich viel verändert. Vor allem die Mitgliederzahl. Waren es bei der Gründung noch 96 Mitglieder, sind es heute knapp 300. Von diesen sind nach Angaben der Gemeindeleitung immer noch knapp 50 Prozent Russlanddeutsche.

Das machte sich vor allem im Ablauf des Gottesdienstes bemerkbar. Während in den Anfangsjahren die Liturgie des Gottesdienstes russisch geprägt gewesen sei und auch die ersten Gottesdienste auf Russisch gehalten wurde,

„Heute ist es so, dass wir am Anfang ein bis zwei Lieder singen. Dann begrüßen wir Gäste aus anderen Gemeinden und besprechen Dinge, die das Gemeindeleben betreffen", schildert Viktor Becker den Ablauf eines Gottesdienstes. Im Anschluss an das Organisatorische wird gebetet und ein Chorlied gesungen.

Danach gehen die knapp 30 Kinder der Gemeinde zu der Gruppe „Bibelentdecker", und die Erwachsenen hören der Predigt zu. Der Kreis derer, die in der Gemeinde predigen, ist groß. „24 sind wir, darunter auch Studenten", erklärt Viktor Becker. Diese Vorgehensweise spiegelt das Verständnis des allgemeinen Priestertums wider, nach der jeder dazu befähigt ist, zu predigen.

Auch in der Augustdorfer Gesellschaft ist die Kirche aktiv – in der Flüchtlingsarbeit, die gemeinsam mit „CGamI" organisiert wird. Das wichtigste Anliegen der Gemeinde? Für die Ältesten ist das recht einfach zu beantworten: „Den Menschen Jesus nahe zu bringen."

„Alle, die an Jesus als ihren Retter und Herrn glauben, egal welcher Konfession, werden bei der Wiederkunft Christi dabei sein", beschreibt Ältester Becker die Grundlagen des Glaubens und ergänzt: „Wir sind keine geschlossene Gesellschaft und offen für Besucher." Und genau das will die Gemeinschaft auch an diesem Wochenende deutlich machen und lädt alle Augustdorfer herzlich zu dem Jubiläum ein.