„Taktik ist unser Handwerk!“

Unter erschwerten Bedingungen haben die Kompaniechefs und deren Stellvertreter an einer zweitägigen Übung in Blomberg teilgenommen. Welche Details kann ich aus einem Kartenmaterial herausarbeiten?

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Welche Details kann ich aus einem Kartenmaterial herausarbeiten? Wie kann ich einen Angriff planen? Welche Strategien gibt es, um diesen Angriff optimal durchzuführen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich in der vergangenen Woche Kompaniechefs und deren Stellvertreter mit General Ansgar Meyer in Blomberg getroffen. „Ziel dieser Tagung ist es, einen einheitlichen Informationsstand herzustellen“, erklärte Presseoffizier Hauptmann Martin Waltemathe. Nachdem am ersten Tag die Theorie im Vordergrund stand, teilte General Meyer die Teilnehmer in vier Gruppen auf und erklärte die Situation: Das fiktive Gebiet AZORIA hat drei souveräne Staaten: ROTLAND, BLAULAND und HANSELAND. AZORIA ist ein ehemaliges Kolonialgebiet. Die derzeitigen Grenzen haben sich im Zuge von wechselvollen Unabhängigkeitskriegen ergeben. Die Angehörigen der drei Staaten gehören jeweils unterschiedlichen Ethnien an. Minderheiten dieser Ethnien sind insbesondere in den Grenzregionen aller drei Staaten zu finden. Darüber hinaus zeugt das Vorhandensein von Enklaven der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe von der wechselvollen Geschichte der Staaten. Während die BLAULAND und HANSELAND Bevölkerung der christlichen Religion angehören, bekennt sich die ROTLÄNDISCHE Bevölkerung zu einer anderen – fundamentalistischen – Religion. Die Verschärfung der Lage zwischen BLU und ROT war trotz umfangreicher diplomatischer Bemühungen der UN und der EU nicht zu verhindern - militärische Maßnahmen sind unausweichlich. Was sich wie ein Simulationsspiel liest, war die Rahmenlage, anhand der die Teilnehmer sich nun eine Strategie überlegen sollten - zuerst anhand einer Karte. Azoria erstreckte sich bei der Übung von Blomberg über Steinheim bis Barntrup. Während die Teilnehmer am ersten Tag ihre Strategie ausarbeiten konnten, hieß es am kommenden Morgen: Praxistest. Gemeinsam mit General Meyer ging es dann zum Stollberg. Dort herrschte stellenweise nur 40 Meter Sicht, eine Herausforderung für die Teilnehmer, die dem General nun die zuvor erarbeitete Strategie erklären sollten, „Alle Gruppen haben viele Aspekte und unterschiedliche Lösungansätze mit eingebracht“, lobte General Meyer die Teilnehmer. Er unterstrich: „Taktik ist unser Handwerk und das müssen wir beherrschen.“ Meyer erläuterte, dass es für jeden Soldaten wichtig sei, sich mit dem Gelände auseinanderzusetzen und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen - auch bei Nebel. „Das ist entscheidend für die Operation“, so Meyer.