Verzögerung verursacht Ärger

Gleich zu Beginn der gestrigen Haupt- und Finanzausschusssitzung wurde Tacheles geredet. Der Grund: Einige Vorlagen standen den Mitgliedern des Ausschusses erst wenige Stunden vor Beginn der Sitzung zur Verfügung – zu spät, um sich darauf vorzubereiten. „Wir haben Sie schon mehrfach darauf angesprochen, dass wir die Vorlagen vor unseren Fraktionssitzungen haben müssen“, erklärte Heinrich-Georg Schneider (SPD) Bürgermeister Dr. Andreas Wulf.

Und auch der Fraktionsvorsitzende der CDU, Lutz Müller, fragte, wie man denn über Dinge abstimmen solle, über die man sich gar nicht in der Fraktion habe beraten können.

Wulf erklärte die zeitliche Verzögerung damit, dass in der Verwaltung Personalknappheit herrsche und viele Dinge beraten werden müssten. „Ich lerne daraus, dass wir weniger Dinge auf die Tagesordnung setzen“, erläuterte er den Ausschussmitliedern und fügte hinzu: „dann beschweren Sie sich aber bitte nicht, wenn nicht die Dinge auf der Tagesordnung stehen, die Sie gerne beraten möchten.“

Schneider war die aber nicht genug: „Die Vorlagen werden immer schlimmer. Das ist hier keine Zusammenarbeit mehr. Ich werde bei der Kommunalaufsicht nachfragen“, kündigte er an.

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