Wie geht es mit der Herbstkirmes weiter?

Augustdorfer werden gebeten, sich zu melden. Laut Aussage der Verwaltung haben Einzelne bereits zugesagt, die Veranstaltung in Zukunft zu unterstützen.

Ungewohnt emotional verlief es im vergangenen Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, als der Tagesordnungspunkt 1.9. aufgerufen wurde. Denn dabei ging es um einen Überblick über die vergangene Herbstkirmes und die Fragestellung, wie es weitergeht.

Das Wichtigste vorweg: Mit den Stimmen von CDU, SPD und FWG stimmten die Mitglieder zu, dass die Verwaltung gebeten wird, die Einwohnerschaft zu einem Gespräch über die Fortsetzung der Herbstkirmes einzuladen. „Der Ausschuss bittet die Einwohnerinnen und Einwohner, die sich für die Fortführung des Holzschuhtanzes, des Luftballonwettbewerbs, des Laternenumzugs und weiteren Teilen des Rahmenprogramms persönlich engagieren wollen, sich bei der Verwaltung zu melden“, lautet der Beschluss. Die FDP stimmte gegen den Antrag.

Zuerst gab Iris Diekmann jedoch einen Rückblick auf den vergangenen Ablauf der Kirmes. So seien auf dem Festplatz vier Fahrgeschäfte und elf Verkaufsstände durch die Schausteller aufgebaut gewesen.

Der Jugendbus des Kreises Lippe, betreut durch die Sozialarbeiter des HOT Funkenflugs, war ebenfalls vor Ort. Dieser sei während der Tage gut besucht gewesen. Das liege auch an den Mitarbeitern Kai Bartkowiak und Susanne Gernecke, die einen guten Draht zu den Jugendlichen hätten.

Die Stromversorgung sei wieder durch einen externen Elektrofachmann durchgeführt worden und habe die Gemeinde 650 Euro gekostet.

Auch habe es keinen besonderen Vorkommnisse, bis auf eine kurze Auseinandersetzung von betrunkenen Jugendlichen und der Polizei im Randbereich des Veranstaltungsgeländes, gegeben.

„Die Schausteller möchten gerne auch im kommenden Jahr wiederkommen“, berichtete Diekmann und unterstrich, dass vor allem der Laternenumzug für diese der wichtigste Punkt im Rahmenprogramm der Kirmes sei. Dieser könne wieder durch die Gemeinde Augustdorf fortgeführt werden, selbst wenn es zu keiner Fortführung des Rahmenprogrammes komme.

Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Huppke erläuterte, dass die Initiative Holzschuhtanz Schwierigkeiten gehabt habe, Gruppen für den Holzschuhtanz zu finden. Zukünftige Helfer, würden allerdings nicht bei Null anfangen. „Wir stehen mit Rat gerne zur Verfügung“, so Huppke, der ebenfalls Teil der „Initiative Holzschuhtanz“ war.

Auch wenn die SPD den Beschluss mittrug, ist dieser für Daniel Klöpper nach eigenen Angaben zu nichtssagend. „Hier sollen nur Köpfe ausgetauscht werden und ansonsten scheint alles beim alten zu bleiben“, erklärt dieser im Gespräch mit den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Wichtig sei, das ganze Konzept zu überdenken.

So solle man sich auch die Frage stellen, ob der Fair-Play-Cup weiterlaufen solle. „Man kann sich ja auch überlegen, ob nicht Abends in der wineo-Arena eine Gewerbeschau stattfindet“, so Klöpper.

Für ihn ist es wichtig, auch mal neue Dinge zu wagen. „Es wird viel einzeln gemacht, aber wenig zusammen“, erläutert er und schlägt die Gründung eines Vereins „Marketing Augustdorf“ vor. Dieser könne Kräfte bündeln und Synergien herstellen. „Für mich ist die Kirmes nicht tot“, stellt Klöpper klar.

 

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