Bundesliga-Vereine engagieren sich für den Naturschutz in Kenia

Im Schutzprojekt am Ol’Bolossat-See sensibilisieren der NABU und sein Partner CCV junge Menschen auf ungewöhnliche Art für den Kranichschutz: mit einem Fußballturnier. Der VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg unterstützen das Event. Fußball verbindet – und Verbundenheit zwischen Naturschützern und Dorfbewohnern hilft dabei, bedrohte Arten wie den Kronenkranich gemeinsam zu schützen. Deshalb steht der „Korongo Cup“, den der NABU und sein lokaler Partner Cranes Conservation Volunteers (CCV) im September dieses Jahres erstmals veranstalten, ganz im Zeichen dieser grazilen Vögel. Das Konzept kommt gut an: Sechs Teams aus Gemeinden, die an den Ol’Bolossat See grenzen, sind auf dem Spielfeld vertreten und liefern sich ein spannendes Turnier. Um die Spielfreude der jungen Männer zukünftig noch weiter zu steigern, erhalten alle Mannschaften

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Fußball verbindet – und Verbundenheit zwischen Naturschützern und Dorfbewohnern hilft dabei, bedrohte Arten wie den Kronenkranich gemeinsam zu schützen. Deshalb steht der „Korongo Cup“, den der NABU und sein lokaler Partner Cranes Conservation Volunteers (CCV) im September dieses Jahres erstmals veranstalten, ganz im Zeichen dieser grazilen Vögel. Das Konzept kommt gut an: Sechs Teams aus Gemeinden, die an den Ol’Bolossat See grenzen, sind auf dem Spielfeld vertreten und liefern sich ein spannendes Turnier. Um die Spielfreude der jungen Männer zukünftig noch weiter zu steigern, erhalten alle Mannschaften Trikots, Bälle oder Schuhe, die vom VfB Stuttgart und vom 1. FC Nürnberg gespendet wurden. „Anstoß“ heißt es zum Korongo-Cup aber nicht nur auf dem Spielfeld: Neben dem fußballerischen Geschehen geben die Naturschützer Anstöße zum Denken und Handeln. Sie informieren Teams und Zuschauer über den Rückgang der Kraniche und Maßnahmen zu ihrem Schutz - für viele der etwa 1.000 Menschen ein völlig neues Thema. Die steigende Bevölkerungszahl und die damit einhergehende Nutzung des Landes und des Sees durch Beweidung, Ackerbau und Fischfang haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einer dramatischen Abnahme der Kraniche geführt. Noch vor einiger Zeit war es unter der lokalen Bevölkerung außerdem weit verbreitet, die Kraniche zu fangen und ihre Eier zu sammeln, um sie entweder selbst zu essen oder auf dem Markt zu verkaufen. Eine willkommene Einnahmequelle, denn der Inhalt eines Kranicheis entspricht dem von drei Hühnereiern. Durch Veranstaltungen wie den „Korongo-Cup“ und andere Umweltbildungsmaßnahmen, etwa in lokalen Schulen und Kirchen, konnte CCV mit Unterstützung des NABU die Menschen davon überzeugen, diese Praktiken aufzugeben und sich stattdessen für den Schutz der lokalen Natur zu begeistern. Der Erfolg ist deutlich sichtbar: Die Kranichzahlen in den Dörfern um den Ol’Bolossat See steigen wieder und deutlich mehr Jungvögel werden flügge. Zum Abschluss des „Korongo-Cups“ bietet sich ein Sinnbild für diese erfolgreiche Verbindung zwischen Fußball und Naturschutz. Wie zum Dank überfliegt eine Gruppe Grauer Kronenkraniche das Spielfeld während der Siegerehrung auf dem Weg zu ihrem Schlafplatz.