„Eine hirnrissige Entscheidung.“

Der Vorsitzende des FC-Augustdorf macht in einem Video deutlich, was er von der Entscheidung der Politiker hält.

Mit einem Video hat der Vorsitzende des FC-Augustdorf, Christian Schmieder, am gestrigen Tag für Aufregung gesorgt. In dem knapp siebenminütigen Film wendet sich Schmieder an die „lieben FC-Mitglieder und lieben Augustdorfer.“

Im weiteren Verlauf bewertet er dann noch einmal die Entscheidung der Mitglieder der Haupt- und Finanzausschusses, den Umbau des Heidesportplatzes zügig umzusetzen. „Diese Entscheidung ist sehr bemerkenswert, da man nicht dafür gesorgt hat, einen neuen Platz zu bauen“, erklärt Schmieder, bevor er richtig loslegt.

Man nehme fahrlässig in Kauf, dass der Fußballverein nicht handlungsfähig sei und vor dem Aus steh. „Das Ganze ist eine existenzbedrohende Entscheidung“, erklärt ein sichtlich verstimmter Vorsitzender. Man sei „sauer, enttäuscht, verärgert und ratlos.“

Die Entscheidung bezeichnet er im weiteren Verlauf als hirnrissig. Da diese ohne Not einem Sportverein den Platz wegnehme.

„Wer hat diese hirnrissige Entscheidung getroffen“, stellt er die Frage und führt dann alle Mitglieder des Ausschusses auf. Dabei nimmt er auch ausdrücklich Bürgermeister Dr. Andreas Wulf ins Visier und wendet sich direkt an diesen.
„Wir haben Sie immer gerne bei den Hauptversammlungen gehabt und haben Sie dort als authentisch erlebt. Sie haben unsere Arbeit nun mit Füßen getreten“, erklärt er diesem.

Dann wirft Schmieder die Frage auf, wer sich denn in Zukunft es antäte, „einen Verein zu führen der gar keine Spielflächen hat.“

„Ich bin sehr gespannt auf die nächste Zeit“, so der Vorsitzende. Er wolle keine Ultimaten stellen, „aber wenn sich nicht schnell etwas ändert, wird es personelle Konsequenzen geben. Mit der Entscheidung haben die Politiker weitreichende Konsequenzen in Kauf genommen“, so Schmieder.

Das Video können Sie sich hier ansehen:

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Mit einem Video hat der Vorsitzende des FC-Augustdorf, Christian Schmieder, am gestrigen Tag für Aufregung gesorgt. In dem knapp siebenminütigen Film wendet sich Schmieder an die "lieben FC-Mitglieder und lieben Augustdorfer." Im weiteren Verlauf bewertet er dann noch einmal die Entscheidung der Mitglieder der Haupt- und Finanzausschusses, den Umbau des Heidesportplatzes zügig umzusetzen. "Diese Entscheidung ist sehr bemerkenswert, da man nicht dafür gesorgt hat, einen neuen Platz zu bauen", erklärt Schmieder, bevor er richtig loslegt. Man nehme fahrlässig in Kauf, dass der Fußballverein nicht handlungsfähig sei und vor dem Aus steh. "Das Ganze ist eine existenzbedrohende Entscheidung", erklärt ein sichtlich verstimmter Vorsitzender. Man sei "sauer, enttäuscht, verärgert und ratlos." Die Entscheidung bezeichnet er im weiteren Verlauf als hirnrissig. Da diese ohne Not einem Sportverein den Platz wegnehme. "Wer hat diese hirnrissige Entscheidung getroffen", stellt er die Frage und führt dann alle Mitglieder des Ausschusses auf. Dabei nimmt er auch ausdrücklich Bürgermeister Dr. Andreas Wulf ins Visier und wendet sich direkt an diesen. "Wir haben Sie immer gerne bei den Hauptversammlungen gehabt und haben Sie dort als authentisch erlebt. Sie haben unsere Arbeit nun mit Füßen getreten", erklärt er diesem. Dann wirft Schmieder die Frage auf, wer sich denn in Zukunft es antäte, "einen Verein zu führen der gar keine Spielflächen hat." "Ich bin sehr gespannt auf die nächste Zeit", so der Vorsitzende. Er wolle keine Ultimaten stellen, "aber wenn sich nicht schnell etwas ändert, wird es personelle Konsequenzen geben. Mit der Entscheidung haben die Politiker weitreichende Konsequenzen in Kauf genommen", so Schmieder. Das Video können Sie sich hier ansehen:

Kommentare zu “„Eine hirnrissige Entscheidung.“

  1. Sportvereine und andere Vereinigungen, in denen sich die Bürger finden , Sport , gemeinsame Interessen und vielleicht auch nur Gedankenaustausch oder Traditionen zu pflegen auf Grundlage erheblicher ehrenamtlicherArbeit , sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Und wenn Ausländer Deutschland verlassen (müssen), ist es genau das , was sie lobend erwähnen, wenn sie gefragt werden, was ihnen denn in diesem Land gut gefallen hat…..
    Was immer dazu geführt hat, dass ein Sportplatz/Fußballplatz geschlossen wird, sollen die erklären , die zugestimmt oder auch nur zugeschaut haben. Aber alle Erklärungen , Mitleidsadressen, Betroffenheit und Verständnisbekundungen nützen überhaupt nichts. Dem FC Augustdorf MUSS jetzt sofort geholfen werden. Es gibt keine „Übergangslösungen“ oder hinhaltende Beschwichtigungsversuche oder gar Verständnis bei den Fußballern zu erwarten , was jetzt irgendwas noch bewirken könnte !!
    Das Problem Heidesportplatz wird seit Jahren aus verschiedenen Gründen beklagt, aber es ist nichts geschehen, was nachvollziehbar vernünftig gewesen wäre. „Alles in den Schlingsbruch!!“ war die Parole, ohne die Machbarkeit bezgl. des unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebietes zu prüfen …..
    Wird schon irgendwie hinhauen!!!!……
    Wenn man nur einen Teil der hektischen intensiven Bemühungen um den „Heidepark“ dem Schlingsbruch gewidmet hätte, wäre es nicht zu dieser katastrohpalen Sackgasse gekommen . Einen Bürgermeister , der eine solche Eskalation der Spaltung der Gemeinde, des Rates, der Gesellschaft UND die Existenzgefährdung eines großen Sportvereins mehr oder weniger ungerührt zulässt, den gibt es eigentlich gar nicht……man ist fassungslos nur noch……ich kann nur hoffen, dass alle Betroffenen sich endlich zusammenfinden zum geharnischten Protest…..vor dem Rathaus !!!!!
    Michael Müller

  2. Die Kritik an der Augustdorfer Politik entbehrt jeder Grundlage. Diese auch noch als „hirnrissig“ zu bezeichnen, zeigt, wie groß der Abstand zwischen einigen „Sport“-Vertretern geworden ist.
    Ich darf daran erinnern, mit welchen Argumenten
    – Nichteinhaltung der Mindestmaße (deshalb ein Wettbewerbs-Spielbetrieb auf dem
    Heidesportplatz mit letztmaliger Ausnahmegenehmigung)
    – Kunstrasenplatz stark instandsetzungsbedürftig,
    – Verletzungsgefahr für Kinder und Sportler
    auch von Seiten des FC für einen Kunstrasenplatz Schlingsbruch geworben wurde.

    Ein Sportstättenkonzept wurde einstimmig und mit Zustimmung Sport beschlossen.

    Darauf hin wurde als erstes ein Förderantrag zur Umgestaltung Schlingsbruch mit einem Kunstrasenplatz auf den Weg gebracht, der aber erstmal nicht berücksichtigt wurde.

    Als zweites zur Umsetzung des Konzeptes wurde ein weiterer Förderantrag (auch einstimmig) zum Heidesportplatz (neu Heidepark) gestellt und positiv beschieden.

    Von Seiten der Politik wurde bei allen Gesprächen immer wieder darauf hingewiesen, das eine Umsetzung des erarbeiteten Sportstättenkonzeptes aufgrund der Haushaltssituation nur mit Fördermittel möglich ist. Zwischenzeitlich wurde auch ein zweiter Förderantrag zum Schlingsbruch (mit grundsätzlicher Zustimmung FC) auf den Weg gebracht. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Ein Trainingsbetrieb ist nach Umbau zum HEIDE-Park auf dem neuen Kunstrasenplatz nach wie vor möglich. Ein regulärer Spielbetrieb wäre auch aufgrund der bekannten Probleme auf dem alten Heidesportplatz (Instandsetzungs- bedürftig, Verletzungsgefahr, keine Ausnahmegenehmigung) nicht mehr möglich. Bei aller derzeitigen Enttäuschung dürfen hier die Tatsachen nicht falsch dargestellt werden.

    Der Sport allgemein und damit auch der Fußball hat trotz finanzieller Not der Gemeinde Augustdorf immer wieder Unterstützung erfahren. Stichwort: Sportheim, Zustand Sportstätten etc..

    Bei aller derzeitigen Enttäuschung über die Politischen Entscheidungsträger (was immer leicht ist) , hat die Politik bei den Entscheidungen alle Sachargumente (Haushalt, Förderrichtlinien, Interessenausgleich etc.) gegeneinander abzuwägen, um auch die Gesamtheit der Augustdorfer Bürger zu berücksichtigen. Deshalb ist sachlich ungerechtfertigte Kritik in dieser Art und Weise dabei fehl am Platz. Sachlich fachlich geführte Gespräche sind dabei eher zum Vorteil.

  3. Bei aller Wertschätzung der FWG und des Mutes eines Erklärungsversuches, wie es zu dem „Abstand der Sportvertreter“ gekommen ist, bleibt die Tatsache , dass Porzellan zerschlagen wurde, das wohl nur schwer zu kitten sein wird. Ganz offensichtlich hat der Kontakt zu und die Einbindung der Fußballer in ein transparentes Sportstättenkonzept nicht funktioniert. Wenn erst die Pläne, den Schlingsbruch zum Sportzentrum zu machen und das durch Fördergelder zu erreichen (und die Fußballer natürlich dem zugestimmt haben), gescheitert sind, dann musste doch , wie die LZ sehr richtig süffisant anmerkt/kommentiert, ein Plan B her, oder nicht ?. Und wenn dann die „Rolle rückwärts“ noch versucht wird und ein Naturrasenplatz nicht zum Kunstrasenplatz werden soll und in aller Eile kurz vor Toresschluss noch ein entsprechend geänderter Förderbedarf dafür angemeldet wird, dann wird es schwer da noch durchzublicken, nicht wahr ?? Ganz abgesehen davon , dass bzgl. des unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebietes im Schlingsbruch zumindest einige örtliche Gegebenheiten und beschränkte Möglichkeiten nicht ausreichend beachtet wurden.
    Wenn man den Fußballern aufzeigt und verspricht, dass es für den Heidesportplatz einen Ersatz geben wird und dann schlussendlich nur noch bedauert, dass es so schnell nicht geklappt hat und dass es leid und weh tut, dann muss man sich nicht wundern, dass diese dann irritiert und ratlos ihre Existenz bedroht sehen und ganz natürlich das, was nun dabei herausgekommen ist, in ihrer Hilflosigkeit hirnrissig nennen.
    Und man gestatte mir die Frage, warum denn nicht frühzeitig der Heidesportplatz geringfügig den nötigen Abmessungen angepasst wurde und im Zuge einer Sanierung als Fußballplatz erhalten wurde ??? Dafür sind mit Sicherheit , vermute ich einfach mal, auch Fördergelder möglich gewesen , oder nicht ? Gleiches Schicksal wie das Freibad ?? Der Hinweis des Herrn Ritter von der FDP kürzlich in einer Ratssitzung , dass es beim Kreis einen Experten gibt, der nichts anderes tut, als bzgl. Fördergeldern zu beraten und zu unterstützen , will mir nicht aus dem Kopf……
    Ich bin ganz sicher , dass auch die FWG versucht hat, zusammen mit den Kollegen und Kolleginnen im Rat „die Gesamtheit der Augustdorfer Bürger zu berücksichtigen“, aber wenn der traditionsreiche Fußballverein, der maßgeblich mit unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit für die Jugend des Dorfes sich mehr als verdient gemacht hat, nun mit dem Rücken zur Wand steht, sind die politischen Versuche missglückt…..eine ganz sachliche Feststellung.
    Michael Müller

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