Stehende Ovationen beim Adventskonzert der Panzerbrigade 21

Es ist schon eine liebgewordene Tradition, dass die Panzerbrigade 21 und die evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf im Advent zum Konzert einlädt.

Dass die Aufführenden dabei jedes Jahr wieder in der besinnlichen Zeit mitreißen, konnten die Zuhörer gestern Abend am eigenen Leib spüren. Die Pastorale von Johann Sebastian Bach und die Missa in honorem BVM von Joseph Hayden standen auf dem Programm und erfüllten das Gotteshaus mit zauberhaften Klängen.

Dabei harmonierten sowohl der Chor der Militärkirchengemeinde, als auch die Instrumentalisten der Hochschule für Musik und Organistin Mona Rozdestvenskyte zusammen. Eine besondere Note, im wahrsten Sinne des Wortes brachten auch die Solisten, Nicole Lena de Terry (Sopran), Rebekka Bigelmayr (Alt), Jonathan Dräger (Tenor) und der Bassist Ognjen Milivojsa (Bass).

Andächtig lauschten die Zuhörer dem Orchester, dass sehr gekonnt die drei Sätze des Meister Barockmeisters untermalte. Vor allem der dritte Satz, das Larghetto, erinnerte in seiner Tonführung an die Werke Mozarts, als die Streicher im Pizzicato die Grundstimmung legten, auf der die Oboe dann die Melodieführung ausbreitete.

Organistin Mona Rozdestvenskyte begeisterte mit ihren Fähigkeiten. (Foto: Wolff)

Aber auch die Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae in Es-Dur, auch als  Große Orgelsolomesse bekannt war ein Ohrenschmaus. Sie entstand wahrscheinlich 1770und wurden von den Esterhazys erst 1770 erworben. Bemerkenswert ist der großangelegte, virtuose Orgelpart, den Haydn selbst bei der Aufführung übernahm. Auch die Verwendung des Englischhorns war eine Besonderheit, denn diese Instrumente konnten auch das tiefe Es spielen. So steht die Messe in Es-Dur.

Dabei ist die Missa Cellensis kein leichtes Werk. Komplizierte, mehrstimmige Stimmfolgen verlangen zum Auftakt unter dem Dirigat von Fabian Krämer viel Präzision und Rhythmik ab. Dunkel und fast ein bisschen geheimnisvoll erklingen die ersten Töne des Kyrie.

Ein wenig, als hätten sich weder Komponist noch Gläubige so recht getraut, Gott um Erbarmen anzuflehen. Doch der Mut wächst, und aus der fast untertänigen Bitte machen Chor und das Orchester eine leidenschaftliche Forderung. Kein Problem für Sopranistin Lena de Terry, deren Stimme sich mit schlanker Schönheit über die machtvollen Instrumente erhebt. Sie lässte ihre Stimme hell aufleuchten und erweist sich in der Folge stets beweglich und koloraturgewandt. Chor, Solisten und Orchester wirken kompakt – was in sakralen Räumen mit ihrem Nachhall keine Selbstverständlichkeit ist.

Auch die Solisten waren in Hochform. (Foto: Wolff)

Rebecca Bigelmayr gestaltet ihre Altpartie höchst eindringlich mit dunkel glühendem Timbre, während Jonathan Dräger in seinen Tenorarien gelegentlich die Sphäre der Oper streifen darf. Ognjen Milivojsa kerniger, markant hervortretender Bass rundet den vorzüglichen Gesamteindruck ab, den das Solistenquartett und die gesamte Aufführung hinterlassen. So auch das Credo „Et incarnatus est – und er ist Fleisch geworden“ das die Interpreten mit großer Innigkeit vortragen.

Der Chor lässt die Dramatik des Karfreitagsgeschehens beim „Crucifixus est etiam pro nobis – gekreuzigt wurde er sogar für uns“ noch einmal lebendig werden. Ganz wunderbar ist das Benedictus gesungen und ist ebenso wie das getragene Agnus Dei in dieser Aufführung von dem erfüllt, was man in Konzertsälen so oft vergeblich sucht: von großer Innerlichkeit und echter Freude.

Das honorierten auch die Gäste, die den Mitwirkenden lang anhaltend stehend Beifall zollten. Auch der stellvertretende Kommandeur der Panzerbrigade 21, Oberst Geck, der im Anschluss bei einem Empfang noch einmal eine Rück- und Vorschau auf die Vorhabend der Brigade vermittelte, war hingerissen. „Das war einfach nur bewegend“, so sein Urteil, das alle Gäste bestätigen würden.

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Es ist schon eine liebgewordene Tradition, dass die Panzerbrigade 21 und die evangelische Militärkirchengemeinde Augustdorf im Advent zum Konzert einlädt. Dass die Aufführenden dabei jedes Jahr wieder in der besinnlichen Zeit mitreißen, konnten die Zuhörer gestern Abend am eigenen Leib spüren. Die Pastorale von Johann Sebastian Bach und die Missa in honorem BVM von Joseph Hayden standen auf dem Programm und erfüllten das Gotteshaus mit zauberhaften Klängen. Dabei harmonierten sowohl der Chor der Militärkirchengemeinde, als auch die Instrumentalisten der Hochschule für Musik und Organistin Mona Rozdestvenskyte zusammen. Eine besondere Note, im wahrsten Sinne des Wortes brachten auch die Solisten, Nicole Lena de Terry (Sopran), Rebekka Bigelmayr (Alt), Jonathan Dräger (Tenor) und der Bassist Ognjen Milivojsa (Bass). Andächtig lauschten die Zuhörer dem Orchester, dass sehr gekonnt die drei Sätze des Meister Barockmeisters untermalte. Vor allem der dritte Satz, das Larghetto, erinnerte in seiner Tonführung an die Werke Mozarts, als die Streicher im Pizzicato die Grundstimmung legten, auf der die Oboe dann die Melodieführung ausbreitete. [caption id="attachment_4693" align="alignleft" width="300"] Organistin Mona Rozdestvenskyte begeisterte mit ihren Fähigkeiten. (Foto: Wolff)[/caption] Aber auch die Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae in Es-Dur, auch als  Große Orgelsolomesse bekannt war ein Ohrenschmaus. Sie entstand wahrscheinlich 1770und wurden von den Esterhazys erst 1770 erworben. Bemerkenswert ist der großangelegte, virtuose Orgelpart, den Haydn selbst bei der Aufführung übernahm. Auch die Verwendung des Englischhorns war eine Besonderheit, denn diese Instrumente konnten auch das tiefe Es spielen. So steht die Messe in Es-Dur. Dabei ist die Missa Cellensis kein leichtes Werk. Komplizierte, mehrstimmige Stimmfolgen verlangen zum Auftakt unter dem Dirigat von Fabian Krämer viel Präzision und Rhythmik ab. Dunkel und fast ein bisschen geheimnisvoll erklingen die ersten Töne des Kyrie. Ein wenig, als hätten sich weder Komponist noch Gläubige so recht getraut, Gott um Erbarmen anzuflehen. Doch der Mut wächst, und aus der fast untertänigen Bitte machen Chor und das Orchester eine leidenschaftliche Forderung. Kein Problem für Sopranistin Lena de Terry, deren Stimme sich mit schlanker Schönheit über die machtvollen Instrumente erhebt. Sie lässte ihre Stimme hell aufleuchten und erweist sich in der Folge stets beweglich und koloraturgewandt. Chor, Solisten und Orchester wirken kompakt – was in sakralen Räumen mit ihrem Nachhall keine Selbstverständlichkeit ist. [caption id="attachment_4694" align="alignright" width="300"] Auch die Solisten waren in Hochform. (Foto: Wolff)[/caption] Rebecca Bigelmayr gestaltet ihre Altpartie höchst eindringlich mit dunkel glühendem Timbre, während Jonathan Dräger in seinen Tenorarien gelegentlich die Sphäre der Oper streifen darf. Ognjen Milivojsa kerniger, markant hervortretender Bass rundet den vorzüglichen Gesamteindruck ab, den das Solistenquartett und die gesamte Aufführung hinterlassen. So auch das Credo „Et incarnatus est – und er ist Fleisch geworden“ das die Interpreten mit großer Innigkeit vortragen. Der Chor lässt die Dramatik des Karfreitagsgeschehens beim „Crucifixus est etiam pro nobis – gekreuzigt wurde er sogar für uns“ noch einmal lebendig werden. Ganz wunderbar ist das Benedictus gesungen und ist ebenso wie das getragene Agnus Dei in dieser Aufführung von dem erfüllt, was man in Konzertsälen so oft vergeblich sucht: von großer Innerlichkeit und echter Freude. Das honorierten auch die Gäste, die den Mitwirkenden lang anhaltend stehend Beifall zollten. Auch der stellvertretende Kommandeur der Panzerbrigade 21, Oberst Geck, der im Anschluss bei einem Empfang noch einmal eine Rück- und Vorschau auf die Vorhabend der Brigade vermittelte, war hingerissen. "Das war einfach nur bewegend", so sein Urteil, das alle Gäste bestätigen würden.

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