Feuerwehr erhält neues Fahrzeug, Politiker beklagen mangelnde Information

Die Feuerwehr Augustdorf hat einen neuen Gerätewagen erhalten. Dieser soll im Januar offiziell eingeweiht werden. Eine erste Einweisung erhielten die Feuerwehrleute am gestrigen Abend. Nur die Politker waren nach eigenen Angaben nicht informiert.

An diesem Montag ging es für ein paar Feuerwehrkameraden hinauf zur Firma Ziegler ins beschauliche Rendsburg, das in der Mitte von Schleswig-Holstein am Nord-Ostsee-Kanal und am historischen Ochsenweg liegt. Der Grund für den Besuch? Die Abholung des GWL1 – ein Logistik-Gerätewagen. Dieser soll vor allem bei Ölspurbereinigungen zum Einsatz kommen. Der Wagen hat keinen Wassertank, dafür aber zahlreiche Vorrichtungen, um Geräte unterzubringen, die auf den anderen Einsatzfahrzeugen keinen Platz finden.

Den Wagen hatte der zuständige Ausschuss vor langer Zeit bereits bewilligt; Kostenpunkt: ca. 140.000 Euro. In der letzten Ratssitzung erklärte Bürgermeister Dr. Andreas Wulf, dass der Wagen nun angeschafft sei. Laut Aussagen von Sitzungsteilnehmern – die Information erhielten die Anwesenden im nichtöffentlichen Teil – erklärte Wulf, dass der Wagen erst im kommenden Jahr zum Einsatz komme. Aus Feuerwehrkreisen heißt es jedoch, dass der Wagen bereits in den kommenden Tagen, wenn die Situation es erfordere, auf den Straßen sei.

Unmut machte sich unterdessen bei zahlreichen Politikern breit. Denn während der Wagen im Januar offiziell vorgestellt werden soll, stand Dienstagabend eine Einweisung der Feuerwehrleute zwecks Einsatzgrundsätzen und Anwendung auf dem Programm. Und während Dr. Andreas Wulf nach Aussagen von Feuerwehrkameraden noch vorbeischaute, um den neuen Wagen zu besichtigen, wurden die übrigen Politiker nach eigenen Angaben von der Verwaltung nicht über den Termin informiert.

„Ich hätte mir hier eine eindeutige Stellungnahme gewünscht“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Lutz Müller. Ihm sei zwar bewusst, dass der Abend nur für die Feuerwehrmänner und -frauen sei. „Aber das kann man doch ganz einfach kommunizieren“, so Müller. Und auch der FWG-Fraktionsvorsitzende Peter Kaup echauffierte sich über die schlechte Kommunikation von Seiten der Verwaltung. „Man hat das Gefühl schon im Wahlkampf zu sein, dass man über diese Termine nicht informiert wird“, so Kaup, der hinzufügt: „So etwas erleben Sie in keiner anderen Kommune.“ Und auch SPD-Fraktionschef Heinrich-Georg Schneider findet es nach eigenen Angaben „schade, dass der Bürgermeister die Vorgehensweise nicht kommuniziert hat.“

Auch wenn die Kommunikation eher suboptimal verlief, freuen sich die Politiker nun auf die offizielle Einweihung. „Ausschuss und der Rat haben die Mittel bewilligt. Somit freuen wir uns darauf, den Wagen auch zu sehen“, heißt es übereinstimmend aus den Fraktionen. Und so wird die Feuerwehr den Mitgliedern des Ausschusses für Öffentliche Einrichtungen in den kommenden Tagen auch die Möglichkeit geben, das Fahrzeug schon vor der offiziellen Übergabe zu begutachten.

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An diesem Montag ging es für ein paar Feuerwehrkameraden hinauf zur Firma Ziegler ins beschauliche Rendsburg, das in der Mitte von Schleswig-Holstein am Nord-Ostsee-Kanal und am historischen Ochsenweg liegt. Der Grund für den Besuch? Die Abholung des GWL1 - ein Logistik-Gerätewagen. Dieser soll vor allem bei Ölspurbereinigungen zum Einsatz kommen. Der Wagen hat keinen Wassertank, dafür aber zahlreiche Vorrichtungen, um Geräte unterzubringen, die auf den anderen Einsatzfahrzeugen keinen Platz finden. Den Wagen hatte der zuständige Ausschuss vor langer Zeit bereits bewilligt; Kostenpunkt: ca. 140.000 Euro. In der letzten Ratssitzung erklärte Bürgermeister Dr. Andreas Wulf, dass der Wagen nun angeschafft sei. Laut Aussagen von Sitzungsteilnehmern - die Information erhielten die Anwesenden im nichtöffentlichen Teil - erklärte Wulf, dass der Wagen erst im kommenden Jahr zum Einsatz komme. Aus Feuerwehrkreisen heißt es jedoch, dass der Wagen bereits in den kommenden Tagen, wenn die Situation es erfordere, auf den Straßen sei. Unmut machte sich unterdessen bei zahlreichen Politikern breit. Denn während der Wagen im Januar offiziell vorgestellt werden soll, stand Dienstagabend eine Einweisung der Feuerwehrleute zwecks Einsatzgrundsätzen und Anwendung auf dem Programm. Und während Dr. Andreas Wulf nach Aussagen von Feuerwehrkameraden noch vorbeischaute, um den neuen Wagen zu besichtigen, wurden die übrigen Politiker nach eigenen Angaben von der Verwaltung nicht über den Termin informiert. "Ich hätte mir hier eine eindeutige Stellungnahme gewünscht", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Lutz Müller. Ihm sei zwar bewusst, dass der Abend nur für die Feuerwehrmänner und -frauen sei. "Aber das kann man doch ganz einfach kommunizieren", so Müller. Und auch der FWG-Fraktionsvorsitzende Peter Kaup echauffierte sich über die schlechte Kommunikation von Seiten der Verwaltung. "Man hat das Gefühl schon im Wahlkampf zu sein, dass man über diese Termine nicht informiert wird", so Kaup, der hinzufügt: "So etwas erleben Sie in keiner anderen Kommune." Und auch SPD-Fraktionschef Heinrich-Georg Schneider findet es nach eigenen Angaben "schade, dass der Bürgermeister die Vorgehensweise nicht kommuniziert hat." Auch wenn die Kommunikation eher suboptimal verlief, freuen sich die Politiker nun auf die offizielle Einweihung. "Ausschuss und der Rat haben die Mittel bewilligt. Somit freuen wir uns darauf, den Wagen auch zu sehen", heißt es übereinstimmend aus den Fraktionen. Und so wird die Feuerwehr den Mitgliedern des Ausschusses für Öffentliche Einrichtungen in den kommenden Tagen auch die Möglichkeit geben, das Fahrzeug schon vor der offiziellen Übergabe zu begutachten.

Ein Kommentar zu “Feuerwehr erhält neues Fahrzeug, Politiker beklagen mangelnde Information

  1. Man mag über diesen „Unmut“ der Gemeinderatsmitglieder hinwegsehen , wenn sie zu einem freudigen Ereignis bei der Feuerwehr zunächst nicht eingeladen werden und der Bürgermeister erstmal allein dorthin geht, eine scheinbare Nebensächlichkeit. Doch wenn der Fraktionsvorsitzende der FWG spontan das Gefühl hat, man befinde sich schon im Wahlkampf, dann trifft das wohl genau den Punkt. Herr Dr. Wulf wollte zunächst mal alleine für sich Lob und Anerkennung einheimsen, um seine wackelige Position zu festigen. Fehlt nur , dass es zu dem „Vorbeischauen im Feuerwehrhaus“ noch wahlkampfträchtige Fotos gegeben hätte….wie doch sonst zu allen Gelegenheiten , sich in Szene zu setzen. Bedrückend die Aussage, dass in anderen Kommunen so etwas nicht vorkommt. Die haben ja auch nicht einen Bürgermeister, der am Rat vorbei nur das tut, was er für richtig und für seine Person wichtig hält……aber das muss man doch auch verstehen , er braucht das doch sein Image wieder aufzupolieren…..honi soit qui mal i pense (Schlechtes dem, der schlecht dabei denkt)
    Michael Müller

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