Wann kommt der Freifunk nach Augustdorf?

Wie sieht es eigentlich mit dem Freifunk in Augustdorf aus? Kommt da noch was? Diese Frage haben in den vergangenen Wochen immer mal wieder einzelne Bürger an die Redaktion gestellt.

Rückblende:

Ging es im Jahr 2016 nach dem Willen von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf und Verein Freifunk Lippe sollte bald an vielen Stellen in Augustdorf das Surfen im Internet über W-LAN möglich sein, ob im Eiscafe, an der Bushaltestelle oder im Restaurant.
Die Freifunkgemeinschaft Augustdorf unter der Leitung von Jörg Kastning und Jörn Walden versorgt damals bereits im Bereich der katholischen Kirche die Flüchtlingsunterkünfte mit acht freien WLAN-Zugängen.

Aufgrund der guten Erfahrungen in Augustdorf und anderen Kommunen wollten die Funker den freien Internetzugang in Augustdorf weiter ausbauen. Allerdings auch aus einem weiteren Grund: „Der Pfarrer der Kirche wacht nachts auf, weil häufig LKW vor dem Haus parken um freies W-LAN zu bekommen“, erzählte Walden damals im Rathaus. Dorthin hatte der Bürgermeister den Verein und Interessierte zu einem Informationsabend eingeladen. Zwar waren nur wenige erschienen, aber dadurch ließen sich die Anwesenden nicht entmutigen. „Der Bedarf ist da“, stellte Wulf fest, der nach eigenen Angaben registriert, dass viele Bürger an der Bushaltestelle vor dem Rathaus das freie Internet der Gemeinde nutzen.

Laut Kastning könnten die Zugänge kostengünstig geschaffen werden. „Die einmaligen Kosten für einen W-LAN Zugang liegen zwischen 20 und 80 Euro“, so der Freifunker. In den Augen von Walden erhöhe ein freies Internet die Attraktivität eines Geschäfts oder eines Vereins.

„Auch ist das Freifunk-Netzwerk ist eine sichere und einfache Möglichkeit, seinen Internetzugang zu Verfügung zu stellen, ohne sich über rechtliche Konsequenzen Sorgen zu machen“, erklärt dieser. Dabei spielte Walden auf die sogenannte Störerhaftung an, nach der derjenige, über dessen Zugang Urheberrechtsverletzungen entstanden sind – zum Beispiel durch illegales herunterladen von Musik – dafür haftbar gemacht werden kann. „Das ist beim Freifunknetz nicht der Fall“, versicherte Walden.

Harald Schultze, Vereinsvorsitzender des TuSG Augustdorf war ebenfalls unter den Anwesenden. Ihn interessierte vor allem die technische Umsetzung. „Diese ist einfach und bei der Installation helfen wir auch gerne“, versprach Kastning.

Das Fazit des Abends bei allen Beteiligten war, dass man das  Projekt in Augustdorf voranbringen wolle.
Auch Bürgermeister Dr. Wulf sagte zu, sich dafür einzusetzen, dass bei einer weiteren Zusammenkunft mehr Interessierte dabei wären.

Gegenwart

„Wir haben nie wieder etwas aus Augustdorf gehört“, erklärt André Uhlstein vom Verein. Dieser habe nach wie vor an einer Umsetzung Interesse; „wenn man uns aber nicht anspricht, können wir auch nichts machen“, erklärt er. Vielleicht ist es ja im neuen Jahr soweit, dass die Verwaltung einen neuen Anlauf nimmt. Das Interesse in der Bevölkerung ist augenscheinlich da.

Wie funktioniert Freifunk?

Wer ein kostenloses W-Lan Netz mit aufbauen möchte, benötigt lediglich einen speziellen WLAN-Router und verbindet diesen mit dem heimischen Internetzugang. Das Betriebssystem des Routers aktiviert ein zweites WLAN Netzwerk ohne Passwort und sorgt dafür, dass dessen Datenverkehr anonymisiert über ausländische Server geleitet wird. Der Besitzer kann dabei auch selbst bestimmen, wie viel Bandbreite er dem freien Netzwerk zur Verfügung stellt.

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Wie sieht es eigentlich mit dem Freifunk in Augustdorf aus? Kommt da noch was? Diese Frage haben in den vergangenen Wochen immer mal wieder einzelne Bürger an die Redaktion gestellt. Rückblende: Ging es im Jahr 2016 nach dem Willen von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf und Verein Freifunk Lippe sollte bald an vielen Stellen in Augustdorf das Surfen im Internet über W-LAN möglich sein, ob im Eiscafe, an der Bushaltestelle oder im Restaurant. Die Freifunkgemeinschaft Augustdorf unter der Leitung von Jörg Kastning und Jörn Walden versorgt damals bereits im Bereich der katholischen Kirche die Flüchtlingsunterkünfte mit acht freien WLAN-Zugängen. Aufgrund der guten Erfahrungen in Augustdorf und anderen Kommunen wollten die Funker den freien Internetzugang in Augustdorf weiter ausbauen. Allerdings auch aus einem weiteren Grund: „Der Pfarrer der Kirche wacht nachts auf, weil häufig LKW vor dem Haus parken um freies W-LAN zu bekommen“, erzählte Walden damals im Rathaus. Dorthin hatte der Bürgermeister den Verein und Interessierte zu einem Informationsabend eingeladen. Zwar waren nur wenige erschienen, aber dadurch ließen sich die Anwesenden nicht entmutigen. „Der Bedarf ist da“, stellte Wulf fest, der nach eigenen Angaben registriert, dass viele Bürger an der Bushaltestelle vor dem Rathaus das freie Internet der Gemeinde nutzen. Laut Kastning könnten die Zugänge kostengünstig geschaffen werden. „Die einmaligen Kosten für einen W-LAN Zugang liegen zwischen 20 und 80 Euro“, so der Freifunker. In den Augen von Walden erhöhe ein freies Internet die Attraktivität eines Geschäfts oder eines Vereins. „Auch ist das Freifunk-Netzwerk ist eine sichere und einfache Möglichkeit, seinen Internetzugang zu Verfügung zu stellen, ohne sich über rechtliche Konsequenzen Sorgen zu machen“, erklärt dieser. Dabei spielte Walden auf die sogenannte Störerhaftung an, nach der derjenige, über dessen Zugang Urheberrechtsverletzungen entstanden sind – zum Beispiel durch illegales herunterladen von Musik – dafür haftbar gemacht werden kann. „Das ist beim Freifunknetz nicht der Fall“, versicherte Walden. Harald Schultze, Vereinsvorsitzender des TuSG Augustdorf war ebenfalls unter den Anwesenden. Ihn interessierte vor allem die technische Umsetzung. „Diese ist einfach und bei der Installation helfen wir auch gerne“, versprach Kastning. Das Fazit des Abends bei allen Beteiligten war, dass man das  Projekt in Augustdorf voranbringen wolle. Auch Bürgermeister Dr. Wulf sagte zu, sich dafür einzusetzen, dass bei einer weiteren Zusammenkunft mehr Interessierte dabei wären. Gegenwart "Wir haben nie wieder etwas aus Augustdorf gehört", erklärt André Uhlstein vom Verein. Dieser habe nach wie vor an einer Umsetzung Interesse; "wenn man uns aber nicht anspricht, können wir auch nichts machen", erklärt er. Vielleicht ist es ja im neuen Jahr soweit, dass die Verwaltung einen neuen Anlauf nimmt. Das Interesse in der Bevölkerung ist augenscheinlich da. Wie funktioniert Freifunk? Wer ein kostenloses W-Lan Netz mit aufbauen möchte, benötigt lediglich einen speziellen WLAN-Router und verbindet diesen mit dem heimischen Internetzugang. Das Betriebssystem des Routers aktiviert ein zweites WLAN Netzwerk ohne Passwort und sorgt dafür, dass dessen Datenverkehr anonymisiert über ausländische Server geleitet wird. Der Besitzer kann dabei auch selbst bestimmen, wie viel Bandbreite er dem freien Netzwerk zur Verfügung stellt.

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