Kommt bald der „Kommunale Ordnungsdienst Südlippe“?

Wie könnte eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold in den Bereichen Sicherheit und Ordnung aussehen?
Diese Fragestellung hatte die CDU-Fraktion in einem Antrag aufgeworfen und darum gebeten einen Vertreter der Stadt Detmold dazu einzuladen.

In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erläuterte Peer Reese vom Team Ordnung, die Vor- und Nachteile einer solchen Zusammenarbeit. Gleich zu Anfang nahm er die Mitglieder mit auf eine virtuelle Reise durch den Schlosspark, den er selbst des Nachts durchquerte und auf Video festgehalten hatte. „Sie sehen hier den Unterschied zwischen gefühlter Wahrnehmung und Realität“, erklärte er. Während es stellenweise stockdunkel und nicht beleuchtet war, sei aber auch nichts passiert.

Diese Angsträume würden auch bei Bürgerinnen und Bürgern immer wieder thematisiert. „Die Gemeinde ist aufgefordert, die kommunale Sicherheit anzupacken“, stellte er fest. Sicherheit bedeute dabei, dass man sich wohlfühle, und das sei eine kommunale Pflichtaufgabe.

Dabei seien die Ordnungsbehörden gefragt, auch außerhalb der Bürodienstzeiten weiter aktiv zu sein. „Allerdings ist eine zeitnahe Reaktion auch am Tag ohne Außendienst bislang kaum möglich“, gab Reese zu. Das führe allerdings zu mangelnder Bürgernähe.

Eine Alternative zum kommunalen Ordnungsdienst sei der Einsatz von Sicherheitsdiensten. Während dabei ein Vorteil die überschaubaren Kosten seien, hätten das Sicherheitspersonal jedoch keine staatlichen Befugnisse.

Der Einsatz zusätzlicher kommunaler Ordnungsdienstmitarbeiter biete wiederum den Vorteil, dass diese häufig eine Verwaltungsausbildung genossen hätten.

„Natürlich kostet Sicherheit Geld“, stellte Reese klar. So habe man auch in Detmold lernen müssen, dass das notwendig sei. „Wir haben drei Jahre gebraucht, um ein ordentliches Konzept zu erstellen, das funktioniert“, erklärte Peer Reese. Während drei Personen den Innendienst versehen würden, seien drei weitere draußen vor Ort.

Dieses Konzept ließe sich, aufgrund der geografischen Lage, am besten nun mit Augustdorf und Horn-Bad Meinberg gemeinsam weiterentwickeln.

„Kommunaler Ordnungsdienst Südlippe“ könnte bald auf den Uniformen der Mitarbeiter prangen, die in den drei Gemeinden für Recht und Ordnung sorgen sollen.

Dabei stellt nach Aussagen von Dr. Wulf aber vor allem der Kostenfaktor ein Problem für Augustdorf dar. 3000 Euro kostet eine Erstausstattung eines Mitarbeiters.

Nun sollen in einem nächsten Schritt die Rahmenbedingungen geprüft werden. Geht es nach Reese, könnte das Projekt schon im Juni dieses Jahres Realität werden.

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Wie könnte eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold in den Bereichen Sicherheit und Ordnung aussehen? Diese Fragestellung hatte die CDU-Fraktion in einem Antrag aufgeworfen und darum gebeten einen Vertreter der Stadt Detmold dazu einzuladen. In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erläuterte Peer Reese vom Team Ordnung, die Vor- und Nachteile einer solchen Zusammenarbeit. Gleich zu Anfang nahm er die Mitglieder mit auf eine virtuelle Reise durch den Schlosspark, den er selbst des Nachts durchquerte und auf Video festgehalten hatte. „Sie sehen hier den Unterschied zwischen gefühlter Wahrnehmung und Realität“, erklärte er. Während es stellenweise stockdunkel und nicht beleuchtet war, sei aber auch nichts passiert. Diese Angsträume würden auch bei Bürgerinnen und Bürgern immer wieder thematisiert. „Die Gemeinde ist aufgefordert, die kommunale Sicherheit anzupacken“, stellte er fest. Sicherheit bedeute dabei, dass man sich wohlfühle, und das sei eine kommunale Pflichtaufgabe. Dabei seien die Ordnungsbehörden gefragt, auch außerhalb der Bürodienstzeiten weiter aktiv zu sein. „Allerdings ist eine zeitnahe Reaktion auch am Tag ohne Außendienst bislang kaum möglich“, gab Reese zu. Das führe allerdings zu mangelnder Bürgernähe. Eine Alternative zum kommunalen Ordnungsdienst sei der Einsatz von Sicherheitsdiensten. Während dabei ein Vorteil die überschaubaren Kosten seien, hätten das Sicherheitspersonal jedoch keine staatlichen Befugnisse. Der Einsatz zusätzlicher kommunaler Ordnungsdienstmitarbeiter biete wiederum den Vorteil, dass diese häufig eine Verwaltungsausbildung genossen hätten. „Natürlich kostet Sicherheit Geld“, stellte Reese klar. So habe man auch in Detmold lernen müssen, dass das notwendig sei. „Wir haben drei Jahre gebraucht, um ein ordentliches Konzept zu erstellen, das funktioniert“, erklärte Peer Reese. Während drei Personen den Innendienst versehen würden, seien drei weitere draußen vor Ort. Dieses Konzept ließe sich, aufgrund der geografischen Lage, am besten nun mit Augustdorf und Horn-Bad Meinberg gemeinsam weiterentwickeln. „Kommunaler Ordnungsdienst Südlippe“ könnte bald auf den Uniformen der Mitarbeiter prangen, die in den drei Gemeinden für Recht und Ordnung sorgen sollen. Dabei stellt nach Aussagen von Dr. Wulf aber vor allem der Kostenfaktor ein Problem für Augustdorf dar. 3000 Euro kostet eine Erstausstattung eines Mitarbeiters. Nun sollen in einem nächsten Schritt die Rahmenbedingungen geprüft werden. Geht es nach Reese, könnte das Projekt schon im Juni dieses Jahres Realität werden.

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