Projekt „Apropos Sprache“ begeistert Kinder

Kim Kiokios ist glücklich. „Mit dem Programm „Apropos Sprache“ schaffen wir es, dass die Kinder mehr erzählen und ihren Wortschatz erweitern“, erklärt sie. Und mit ihrer Freude konnte die Leiterin der provisorischen Kita am Schlingsbruch auch jemand anderen begeistern: Dr. Burghard Lehmann von der Osthushenrich Stiftung. Diese hat 2000 Euro gespendet, um das Programm eine Woche lang in der Kita zu testen. Von Montag bis einschließlich Freitag wurden die 39 Kinder der Kita, die eigentlich der Grashüpfer- oder Libellengruppe angehören, in zwei Altersgruppen aufgeteilt. Dort zeigten dann Mitarbeiter wie Nina Marhofen vom Workshop-Team, wie „Apropos Sprache“ in den Alltag der Kita integriert werden kann. „Wir arbeiten hier zum Beispiel mit vielen Filzfiguren, die bunt durcheinandergewürfelt auf einem Tisch liegen“, erläutert

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Kim Kiokios ist glücklich. "Mit dem Programm „Apropos Sprache“ schaffen wir es, dass die Kinder mehr erzählen und ihren Wortschatz erweitern“, erklärt sie. Und mit ihrer Freude konnte die Leiterin der provisorischen Kita am Schlingsbruch auch jemand anderen begeistern: Dr. Burghard Lehmann von der Osthushenrich Stiftung. Diese hat 2000 Euro gespendet, um das Programm eine Woche lang in der Kita zu testen. Von Montag bis einschließlich Freitag wurden die 39 Kinder der Kita, die eigentlich der Grashüpfer- oder Libellengruppe angehören, in zwei Altersgruppen aufgeteilt. Dort zeigten dann Mitarbeiter wie Nina Marhofen vom Workshop-Team, wie „Apropos Sprache“ in den Alltag der Kita integriert werden kann. „Wir arbeiten hier zum Beispiel mit vielen Filzfiguren, die bunt durcheinandergewürfelt auf einem Tisch liegen“, erläutert Marhofen die Vorgehensweise. Wenn dann zum Beispiel eine Geschichte erzählt werde, seien die Kinder aufgefordert, zum Tisch zu laufen und entsprechende Dinge, die in der Geschichte vorkämen vom Tisch zu nehmen und der Gruppe zu präsentieren. „Am dritten Tag fangen die Kinder auch an, selbst eine Geschichte zu entwickeln“, erläutert Marhofen. „Das Programm hilft dabei, den Kindern den Umgang mit der Sprache zu erleichtern“, erklärt Leiterin Kiokios. Das sei wichtig, denn die Kinder in der Kita hätten zu knapp 80 Prozent einen Migrationshintergrund. „Manche sprechen überhaupt kein Deutsch“, erklärt Kim Kiokios. „Aus dem Grund haben wir uns überlegt, was wir tun können, um dort unterstützend tätig zu werden.“ „Und aus diesem Grund haben wir diese Woche auch gerne mitfinanziert“, erklärt Dr. Burghard Lehmann. Er betont, dass es wichtig sei, so früh wie möglich mit der Sprachförderung zu beginnen. „Je früher wir anfangen, umso besser“, ist er überzeugt. Vor allem das Programm „Apropos Sprache hat es ihm angetan. „Hier besteht einfach ein zusätzlicher toller Ansatz durch die Nachhaltigkeit“, ist er sich sicher. Um die Kosten ganz zu decken, wurden zehn Euro pro Kind von den Eltern gezahlt. „Auch das stieß bei allen auf Verständnis“, so die Leiterin. Im Anschluss an die Woche wollen sich die Fachkräfte nun zusammensetzen und überlegen, welche der Materialien im Anschluss an die Woche nun gekauft werden sollen. Etwas ganz anderes bewegt ab er noch Dr. Lehmann, als er nach seinem Besuch die Kita verlässt. „Es kann nicht sein, dass eine Kita so lange in einem Provisorium zurecht kommen muss“, zeigt er sich erschüttert. Er selbst habe lange in einer Verwaltung gearbeitet und kenne die Abläufe. „Da braucht man einen, der das in die Hand nimmt und sich dafür einsetzt“, betont er. Das Programm: „Apropos Sprache“ dient dazu die Sprachentwicklung und das Verständnis für die Schriftsprache ganzheitlich zu unterstützen. Durch die vielfältigen Materialien, die eng mit der Alltagswelt verbunden sind, werden die Kinder zur aktiven Auseinandersetzung mit Sprache und Schrift motiviert. Es weckt das Interesse und motiviert gleichsam zum spielerischen und experimentellen Umgang mit der Sprache. Zudem kann das Material als Training für die Vorläuferfähigkeiten im Lese- und Rechtschreibbereich eingesetzt werden und schließt so die Lücke zwischen Kindergarten und Grundschule. Besonders geeignet ist „Apropos Sprache“ auch für die Arbeit mit Flüchtlingskindern und Kindern mit Migrationshintergrund, die im Spiel mit allen Sinnen ihren Wortschatz aufbauen und erweitern können. In der Krippe regt das Material die Wortbildung und Kommunikation an.