„Themba“ wird Patenhund der Augustdorfer Nachrichten

„Themba“ wird Patenhund der Augustdorfer Nachrichten

Tierischen Zuwachs hat die Redaktion der Augustdorfer Nachrichten erhalten: „Themba“. Die Redaktion übernimmt in Zukunft die Kosten von Spielzeug und Materialien, die notwendig sind, um Themba vielseitig im Unterricht einzusetzen.

Die Australian Labradoodle Hündin der studierten Sozialpädagogin Dana Reisenberger ist an der Grundschule In der Senne aktiv.Mit Themba zusammen unterrichtet Reisenberger Kleingruppen von Kindern. “Ich unterstütze die Kinder in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Konzentration und Graphomotorik”, so Reisenberger. Die Kinder nimmt sie dann in der Regel aus dem Klassenverband heraus und mit, in ihr Arbeitszimmer.  Bevor nun die Arbeit mit Themba, was auf Zulu “Hoffnung” bedeutet, losgehen kann, müssen sich die Kinder erst einmal die Hände waschen.

Danach setzen sich alle brav an den Tisch, während Themba ihr Frauchen ungeduldig anschaut. Nachdem alle Kinder sitzen, geht der Hund zu jedem der Kinder und begrüßt sie der Reihe nach. “Ein schönes Ritual”, erklärt die Pädagogin.
Die knapp über ein Jahr junge Hündin, geht danach zurück auf ihren Platz, nun kann die Stunde beginnen. “Wir machen kleine Spiele”, erläutert Reisenberger das Vorgehen.

So kann Themba zum Beispiel schon einen Würfel, der auf jeder Seite eine andere Aufgabe stehen hat, drehen und wenden. Je nachdem, welche Aufgabe nun oben liegt, wird diese von den Kindern durchgeführt.

So lernen die Kinder auch spielerisch sich zu konzentrieren, was mit einem Hund einfach leichter fällt, erklärt Dana Reisenberger.

NRW ist das einzige Bundesland, das im September 2015 zum Einsatz von Schulhunden eine Handreichung herausgegeben hat.
Der (Schul) Besuchshund gehört zum Bereich der tiergestützten Pädagogik. Der Besuchshund ist aber kein Therapiehund. Der Hundeführer, ein ausgebildeter Pädagoge, durchläuft zusammen mit seinem Hund eine intensive, stufenweise Ausbildung in Theorie und Praxis.

Das Team (Mensch & Hund) kann in Schulen, Kindergärten und anderen pädagogischen Einrichtungen eingesetzt werden.
In der Schule kann das Team dazu beitragen, dass eine lernförderliche Atmosphäre geschaffen wird, wodurch Lernprozesse positiv beeinflusst werden. Kinder lernen leiser und konzentrierter ihre Arbeiten zu erledigen. Der Schulhund beeinflusst positiv das Wohlbefinden, die Stimmungslage und die Gesundheit.

Den positiven Effekt von Schulhunden hat Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal von der Universität Wien erforscht.
2003 untersuchte er das Verhalten von 24 Schulkindern bevor und nachdem ein Schulhund in ihre Klasse kam. Stille Kinder unterhielten sich plötzlich mehr – zunächst vor allem über den Hund. Laute Kinder, die Aufmerksamkeit wollten, wurden ruhiger, weil sie dem Hund ihre Zuwendung geben konnten.

„Obwohl die Wirkungen auf die einzelnen Kinder sehr unterschiedlich waren, hatte man diese nette Gruppenwirkung“, sagt Kotrschal. Das österreichische Schulministerium hat im vergangenen Jahr eine Empfehlung für Schulhunde ausgesprochen. In Deutschland schätzen Experten die Zahl der Lehrer, die ihre Hunde in den Unterricht mitnehmen, auf etwa 200.

In einer Umfrage zeigte sich eine deutliche Zentrierung des Einsatzes von Schulhunden in der westlichen Hälfte Deutschlands. Am häufigsten werden Schulhunde in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eingesetzt.

Auch bei der Auswahl der Hunderassen zeigt sich eine Zentrierung auf drei Rassen, nämlich Border-Collies, Labradore und Retriever. Andere Rassen wurden nur jeweils einmal genannt.

© 2020, AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

Tierischen Zuwachs hat die Redaktion der Augustdorfer Nachrichten erhalten: „Themba“. Die Redaktion übernimmt in Zukunft die Kosten von Spielzeug und Materialien, die notwendig sind, um Themba vielseitig im Unterricht einzusetzen. Die Australian Labradoodle Hündin der studierten Sozialpädagogin Dana Reisenberger ist an der Grundschule In der Senne aktiv.Mit Themba zusammen unterrichtet Reisenberger Kleingruppen von Kindern. “Ich unterstütze die Kinder in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Konzentration und Graphomotorik”, so Reisenberger. Die Kinder nimmt sie dann in der Regel aus dem Klassenverband heraus und mit, in ihr Arbeitszimmer.  Bevor nun die Arbeit mit Themba, was auf Zulu “Hoffnung” bedeutet, losgehen kann, müssen sich die Kinder erst einmal die Hände waschen. Danach setzen sich alle brav an den Tisch, während Themba ihr Frauchen ungeduldig anschaut. Nachdem alle Kinder sitzen, geht der Hund zu jedem der Kinder und begrüßt sie der Reihe nach. “Ein schönes Ritual”, erklärt die Pädagogin. Die knapp über ein Jahr junge Hündin, geht danach zurück auf ihren Platz, nun kann die Stunde beginnen. “Wir machen kleine Spiele”, erläutert Reisenberger das Vorgehen. So kann Themba zum Beispiel schon einen Würfel, der auf jeder Seite eine andere Aufgabe stehen hat, drehen und wenden. Je nachdem, welche Aufgabe nun oben liegt, wird diese von den Kindern durchgeführt. So lernen die Kinder auch spielerisch sich zu konzentrieren, was mit einem Hund einfach leichter fällt, erklärt Dana Reisenberger. NRW ist das einzige Bundesland, das im September 2015 zum Einsatz von Schulhunden eine Handreichung herausgegeben hat. Der (Schul) Besuchshund gehört zum Bereich der tiergestützten Pädagogik. Der Besuchshund ist aber kein Therapiehund. Der Hundeführer, ein ausgebildeter Pädagoge, durchläuft zusammen mit seinem Hund eine intensive, stufenweise Ausbildung in Theorie und Praxis. Das Team (Mensch & Hund) kann in Schulen, Kindergärten und anderen pädagogischen Einrichtungen eingesetzt werden. In der Schule kann das Team dazu beitragen, dass eine lernförderliche Atmosphäre geschaffen wird, wodurch Lernprozesse positiv beeinflusst werden. Kinder lernen leiser und konzentrierter ihre Arbeiten zu erledigen. Der Schulhund beeinflusst positiv das Wohlbefinden, die Stimmungslage und die Gesundheit. Den positiven Effekt von Schulhunden hat Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal von der Universität Wien erforscht. 2003 untersuchte er das Verhalten von 24 Schulkindern bevor und nachdem ein Schulhund in ihre Klasse kam. Stille Kinder unterhielten sich plötzlich mehr - zunächst vor allem über den Hund. Laute Kinder, die Aufmerksamkeit wollten, wurden ruhiger, weil sie dem Hund ihre Zuwendung geben konnten. „Obwohl die Wirkungen auf die einzelnen Kinder sehr unterschiedlich waren, hatte man diese nette Gruppenwirkung“, sagt Kotrschal. Das österreichische Schulministerium hat im vergangenen Jahr eine Empfehlung für Schulhunde ausgesprochen. In Deutschland schätzen Experten die Zahl der Lehrer, die ihre Hunde in den Unterricht mitnehmen, auf etwa 200. In einer Umfrage zeigte sich eine deutliche Zentrierung des Einsatzes von Schulhunden in der westlichen Hälfte Deutschlands. Am häufigsten werden Schulhunde in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eingesetzt. Auch bei der Auswahl der Hunderassen zeigt sich eine Zentrierung auf drei Rassen, nämlich Border-Collies, Labradore und Retriever. Andere Rassen wurden nur jeweils einmal genannt.

Schreibe einen Kommentar