„Der Baumfrevel geht um.“

Offener Brief von Heinrich Georg Schneider.

„Nachdem zu Beginn des vergangenen Jahres auf Privatflächen wiederholt und willkürlich uralte Eichen von Bürgern gefällt wurden, konnte man nun beobachten, dass auch auf gemeindeeigenen Grünflächen grundlos Bäume abgeholzt wurden. Zunächst wurden an der ehemaligen Hauptschule mehrere große Bäume gefällt.

Die Begründung des Bürgermeisters, dass diese Bäume wegen des Abrisses des Atriums entfernt werden mussten, ist nicht nachvollziehbar, da diese Bäume weit entfernt vom Atrium wuchsen. Den Abriss des Atriums können diese alten Bäume daher auf keinen Fall behindert haben. Dem widerspricht auch die Tatsache, dass ein Baum der direkt neben dem ehemaligen Atrium stand, erhalten wurde. Die Beschönigung, dass dort eine Ersatzbepflanzung erfolgen soll, ist schon verwunderlich. Alten gesunden Baumbestand entfernen, dafür kleine Bäumchen pflanzen, ist leichtfertig und macht für unser Klima wenig Sinn.

In einer Nacht- und Nebelaktion wurden nun zwischen der Moschee am Kirchweg und der Pommernstraße drei mehr als 40 Jahre alte Erlen abgesägt. Bei einsetzender Dunkelheit und aufkommendem Nebel fällten dunkle Gestalten mit schweren Kettensägen drei wunderschöne und circa 16 Meter hohe Laubbäume in dem gemeindeeigenen Gewässerlauf.

Auf Nachfrage, warum diese drei Erlen gefällt werden mussten bzw. warum der Erhalt dieser Bäume nicht möglich war, erklärte der Bürgermeister, dass diese Bäume nicht gefällt, sondern eingekürzt wurden; Erlen würden wieder austreiben.

Mathematisch betrachtet hat der Bürgermeister natürlich Recht, wenn man Bäume mit einer Höhe von 16 Meter auf 80 cm absägt, muss man nicht unbedingt von Fällung sprechen, eine Kürzung der Bäume hört sich doch besser an. Der eigentliche Sinn von Bäumen, Aufnahme und Speicherung von Kohlendioxid sowie Produktion von Sauerstoff, interessiert den Bürgermeister augenscheinlich nicht.

Anzumerken wäre noch, dass diese Fläche des Bachlaufes Bestandteil des zukünftigen Grünflächenkonzeptes werden soll. Sicherlich kann man auch hier Ersatzpflanzungen vornehmen. Man kann natürlich auch Plastikbäume oder Plastikblumen aufstellen, dann fallen im Herbst auch keine Blätter runter und der betroffene Anlieger muss sich nicht dem Schrecken und den Gefahren einer Nacht- und Nebelaktion aussetzen.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Beispiel von Baumkürzungen in unserer Gemeinde nicht Schule macht. Wie die Begleitbäume an der Pivitsheider Straße oder andere gemeindeeigenen Anlagen zukünftig aussehen könnten, kann sich nun sicherlich jeder bildhaft vorstellen.“

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"Nachdem zu Beginn des vergangenen Jahres auf Privatflächen wiederholt und willkürlich uralte Eichen von Bürgern gefällt wurden, konnte man nun beobachten, dass auch auf gemeindeeigenen Grünflächen grundlos Bäume abgeholzt wurden. Zunächst wurden an der ehemaligen Hauptschule mehrere große Bäume gefällt. Die Begründung des Bürgermeisters, dass diese Bäume wegen des Abrisses des Atriums entfernt werden mussten, ist nicht nachvollziehbar, da diese Bäume weit entfernt vom Atrium wuchsen. Den Abriss des Atriums können diese alten Bäume daher auf keinen Fall behindert haben. Dem widerspricht auch die Tatsache, dass ein Baum der direkt neben dem ehemaligen Atrium stand, erhalten wurde. Die Beschönigung, dass dort eine Ersatzbepflanzung erfolgen soll, ist schon verwunderlich. Alten gesunden Baumbestand entfernen, dafür kleine Bäumchen pflanzen, ist leichtfertig und macht für unser Klima wenig Sinn. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden nun zwischen der Moschee am Kirchweg und der Pommernstraße drei mehr als 40 Jahre alte Erlen abgesägt. Bei einsetzender Dunkelheit und aufkommendem Nebel fällten dunkle Gestalten mit schweren Kettensägen drei wunderschöne und circa 16 Meter hohe Laubbäume in dem gemeindeeigenen Gewässerlauf. Auf Nachfrage, warum diese drei Erlen gefällt werden mussten bzw. warum der Erhalt dieser Bäume nicht möglich war, erklärte der Bürgermeister, dass diese Bäume nicht gefällt, sondern eingekürzt wurden; Erlen würden wieder austreiben. Mathematisch betrachtet hat der Bürgermeister natürlich Recht, wenn man Bäume mit einer Höhe von 16 Meter auf 80 cm absägt, muss man nicht unbedingt von Fällung sprechen, eine Kürzung der Bäume hört sich doch besser an. Der eigentliche Sinn von Bäumen, Aufnahme und Speicherung von Kohlendioxid sowie Produktion von Sauerstoff, interessiert den Bürgermeister augenscheinlich nicht. Anzumerken wäre noch, dass diese Fläche des Bachlaufes Bestandteil des zukünftigen Grünflächenkonzeptes werden soll. Sicherlich kann man auch hier Ersatzpflanzungen vornehmen. Man kann natürlich auch Plastikbäume oder Plastikblumen aufstellen, dann fallen im Herbst auch keine Blätter runter und der betroffene Anlieger muss sich nicht dem Schrecken und den Gefahren einer Nacht- und Nebelaktion aussetzen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Beispiel von Baumkürzungen in unserer Gemeinde nicht Schule macht. Wie die Begleitbäume an der Pivitsheider Straße oder andere gemeindeeigenen Anlagen zukünftig aussehen könnten, kann sich nun sicherlich jeder bildhaft vorstellen."

Ein Kommentar zu “„Der Baumfrevel geht um.“

  1. Man hatte eigentlich doch noch gehofft , dass der hilflosen CDU in der Gemeinde, die durch ihren Bürgermeister so belastet ist, wenigstens vorläufig eine neuerliche unsinnige „Halbwahrheit“ des Bürgermeisters erspart würde, damit sich diese bürgerliche demokratische Partei hier erholen könnte, doch weit gefehlt!!!! In Sachen „Baumfrevel“ , den H.G.Schneider zurecht beklagt , sind die Erklärungen dazu aus dem Bürgermeisterbüro geradezu unverschämt. Im zukünftigen „Grüngürtel“ gesunde Bäume bis auf Stümpfe zu fällen, damit sie wieder wachsen – mal ganz abgesehen von den unverständlichen Abholzungen an der ehemaligen Hauptschule – ergänzen die endlose Reihe der dümmlichdreisten „Halbwahrheiten“ des Dr. Wulf nun über Jahre (Christusvergleich bei Amtsmissbrauch, Zerschlagung des FCE, Sporthausaffäre samt wissentlich unehrlichen Verhaltens bzgl. zweiter Römerspiele und Römerspielgelände-Lügerei und die lächerliche Affäre um den „Park“ dann dort, die gewollt betriebene Schließung der Erich-Kästner-Schule statt Sekundarschule, die wissentlich falsche Anzeige gegen einen nur unbequemen Bürger, die Entsorgung des schönen Freibades – Aushängeschild der Gemeinde !!!- samt unverschämtem Badesee – Vorgaukeln, die ungefährlichen Augustdorfer Katzen , die Nationalpark- Bremse, die blödsinnige Düpierung der gefährdeten Fahrschüler nach SHS, die unrühmliche Affäre um den tragischen Torunfall, die höchst bedauerliche offenbare angstbesetzte Maulkorbsituation in der Verwaltung, die unerträgliche Selbstdarstellung in den Medien und der Missbrauch der offiziellen Homepage der Gemeinde für rein
    persönliche Erklärungen usw. usw, usw,…..) Wie lange noch ???
    Ich wünsche mir, dass die CDU wieder mutig Fuß fasst und dass nicht die Lücke von den Rechten genutzt wird !!

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