In schwierigem Marktumfeld erfolgreich behauptet

Ein weiter zunehmender Wettbewerbsdruck, administrative Aufgaben und Auflagen, die immer mehr Mitarbeiterkapazitäten binden, sowie ein Zinsniveau, das kaum noch Erträge abwirft – die Branche

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Ein weiter zunehmender Wettbewerbsdruck, administrative Aufgaben und Auflagen, die immer mehr Mitarbeiterkapazitäten binden, sowie ein Zinsniveau, das kaum noch Erträge abwirft – die Branche der Finanzdienstleister hat schon deutlich bessere Jahre als die vergangenen zwölf Monate erlebt. In diesem schwierigen Marktumfeld hat sich die Volksbank Rietberg, zweitgrößte Kreditgenossenschaft im Kreis Gütersloh, erfolgreich behauptet. „Wir haben unsere Marktposition gefestigt und in Teilbereichen weiter ausgebaut, sodass unsere Bilanzsumme um 6,3 % gesteigert werden konnte. Der Jahresüberschuss erreicht mit 1,3 Millionen Euro das Niveau des Vorjahres“, resümierte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Hillemeier beim traditionellen Bilanzpressegespräch mit seinen beiden Kollegen Klaus Schnieder und Lothar Wille. Hillemeiers Fazit: „Unter den gegebenen Umständen sprechen wir über ein zufrieden stellendes Geschäftsjahr 2019.“ Für die kommenden Jahre rechnet der Vorstand nicht damit, dass sich die Lage der Banken spürbar verbessern wird. Hillemeier: „Es gibt praktisch keinen Zins mehr. Das bedeutet: Jeder Kredit, der verlängert wird, bringt der Bank weniger Ertrag.“ Mit der Fortsetzung ihres Wachstumskurses und Kostendisziplin versucht die Volksbank Rietberg hier gegenzusteuern. Die Volksbank Rietberg ist nach wie vor an acht Standorten in Augustdorf, Langenberg, Rietberg und Schloß Holte-Stukenbrock für ihre rund 32.000 Kunden erreichbar. Etwa jeder zweite Kunde – am Stichtag 31. Dezember 2019 waren es genau 16.840 – sind der heimischen Kreditgenossenschaft durch eine Mitgliedschaft besonders eng verbunden. Mehr als 400 Männer, Frauen und Kinder traten im vergangenen Jahr der Gemeinschaft bei. Auf das Kapital, das die Anteilseigner ihrer Bank in Form von Geschäftsanteilen zur Verfügung haben, will die Volksbank auch in diesem Jahr aus ihrem Gewinn eine Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der im Frühjahr tagenden Vertreterversammlung vorschlagen, eine 2,5-prozentige Dividende auf die Mitgliedsguthaben zu zahlen. Die früher populärste Sparform „das Sparbuch“ hat ebenso wie Termingelder weiter an Beliebtheit eingebüßt. Dafür stiegen die Bestände auf den Girokonten im Jahresverlauf um 42 Millionen Euro. Quer über alle Bereiche verwaltet die Volksbank Rietberg in ihrer Bilanz ein Kundenvermögen von 559 Millionen Euro (plus 5,9 Prozent). Unter Einschluss der außerbilanziellen Werte an der Börse, bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall und dem Versicherer R+V liegt das betreute Kundenvermögen bei knapp 800 Millionen Euro. Besonders erfreulich entwickelt haben sich in 2019 die Bestände auf dem Wertpapiermarkt. Hier gab es einen Zuwachs von 39 Millionen Euro oder 19,5 Prozent auf 240 Millionen Euro. Aufwärts ging es in den vergangenen zwölf Monaten auch mit den Ausleihungen an Kunden. Für den privaten Wohnungsbau und den gewerblichen Mittelstand hatte die Bank Kredite insgesamt im Umfang von 898 Millionen Euro (plus 9,1 Prozent) aus eigenen Mitteln herausgelegt bzw. an Partnerinstitute wie die DZ HYP vermittelt. Gefestigt haben die Rietberger ihre gute Position im Fördermittelgeschäft. Wolfgang Hillemeier: „Dass wir hier Kompetenz zeigen und uns einen guten Ruf erarbeitet haben, hat sich auch in Kreisen von Nichtkunden herumgesprochen.“ Im Berichtsjahr verhalf die Volksbank 247 Investoren aus dem privaten Wohnungsbau, dem gewerblichen Mittelstand und der Landwirtschaft zu einem öffentlich geförderten und damit besonders zinsgünstigen Darlehn. Die lebhaften Kundengeschäfte sorgten für einen Bilanzsummenzuwachs von 6,3 Prozent auf 842 Millionen Euro. Das alles gelang der Volksbank Rietberg mit einem 128-köpfigen Mitarbeiterteam (Vorjahr: 129), zu dem am Stichtag auch sechs Auszubildende zählten. Stichwort „Berufsziel Bankkaufmann/frau“: Auch wenn die Lage der Finanzbranche derzeit alles andere als rosig ist, steht eine Ausbildung in der Bank bei jungen Leuten nach wie vor hoch im Kurs. Davon hat sich jüngst auch Vorstandsmitglied Klaus Schnieder auf der Rietberger Berufemesse überzeugt. Schnieder: „Wir haben an unserem Stand die Erfahrung gemacht, dass die verschiedenen Ausbildungsgänge und auch die Berufspraktika, die wir als Volksbank Rietberg anbieten, auf großes Interesse gestoßen sind.“