Aus ver­schie­de­nen Unter­su­chun­gen ist bekannt, dass sexu­el­le Gewalt vor allem inner­halb der Fami­lie oder des enge­ren Bekann­ten­krei­ses vor­kommt. Opfer der Über­grif­fe sind häu­fig Kin­der, die sich spä­ter nicht trau­en, über das Erleb­te zu sprechen.

Um die­ses The­ma aktiv und prä­ven­tiv auf­zu­grei­fen, war die thea­ter­päd­ago­gi­sche Werk­statt Osna­brück in der Grund­schu­le In der Sen­ne, um das The­ma kind­ge­recht aufzubereiteten.

„Es ist unse­re­re Reak­ti­on auf Lüg­de, dass wir uns über­legt haben, wir müs­sen das The­ma Prä­ven­ti­on schon frü­her ange­hen”, erläu­tert die Lei­te­rin Ute Krau­se im Gespräch mit den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

„Die Mäd­chen und Jun­gen sol­len ler­nen ‚Nein´ zu sagen, wenn ihnen danach ist”, Krau­se das Ziel des Pro­jek­tes. und so waren die­ses Mal nicht wie bis­her die Dritt­kläss­ler die Adres­sa­ten des Thea­ter­stü­ckes, son­dern die Erst- und Zweitklässler.

„Unse­re Bot­schaft lau­tet vor allem: Traut euch, dar­über zu reden”, erläu­ter­ten die Aktue­re der Osna­brü­cker Werk­statt. Kur­ze Schau­spiel­sze­nen, ein gemein­sam erlern­tes Lied und offe­ne Gesprä­che sol­len die Grund­schü­ler dar­in bestär­ken, ihre „Ja- und Nein-Gefüh­le” zu erken­nen und auch mitzuteilen.

Drei Vor­stel­lun­gen begeis­ter­ten die ins­ge­samt 150 Schü­ler und Schü­le­rin­nen, die das Gehör­te im Nach­gang noch besprachen.

Ute Krau­se hofft, dass das Pro­jekt auch in Zukunft gesi­chert ist. „Die­ses Mal hat jedes Kind zwei Euro gezahlt, den Rest hat der För­der­ver­ein gespen­det”, erklärt die Schul­lei­te­rin. Sie hofft, dass in Zukunft auch der Prä­ven­ti­ons­fond das Pro­jekt unterstützt.

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner