Acker­hum­mel oder Stein­hum­mel? Mau­er­bie­ne oder Holz­bie­ne? Leder- oder Strei­fen­wan­ze? Unter dem Mot­to „Zäh­len, was zählt“ star­tet bis zum 9. Juni und vom 2. bis zum 11. August die Akti­on, bei der wie­der Sechs­bei­ner beob­ach­tet und gemel­det werden.

So sol­len die arten­reichs­te Tier­grup­pe unse­res Öko­sys­tems in den Mit­tel­punkt gestellt wer­den, die nicht nur für Men­schen enorm wich­tig ist. Fast 90 Pro­zent aller Wild- und Kul­tur­pflan­zen welt­weit sind auf die Bestäu­bung durch Insek­ten ange­wie­sen. Insek­ten bestäu­ben nicht nur Pflan­zen, sie sind auch Nah­rung für Vögel, Fle­der­mäu­se, Eidech­sen und Frö­sche. Alle kön­nen mit­ma­chen und für die Arten­viel­falt zäh­len, denn in Deutsch­land gibt es nach Schät­zun­gen 33.000 Insek­ten­ar­ten. Über die meis­ten lie­gen noch kei­ne Daten vor.

Der opti­ma­le Tag, um vie­le Insek­ten zu sehen, ist ein son­ni­ger, war­mer, tro­cke­ner und wind­stil­ler Tag. „Notie­ren Sie alle Insek­ten, die sie inner­halb einer Stun­de an Ihrem Beob­ach­tungs­platz ent­de­cken kön­nen – schau­en Sie ruhig ein­mal in die Blu­men­töp­fe, an Bäu­men oder unter Stei­nen nach. Insek­ten leben und lie­ben ihren Mikro­kos­mos, auch wenn Flug­in­sek­ten wei­te Stre­cken zurück­le­gen kön­nen”, erklärt der Nabu. Egal ob Blatt­laus, Flie­ge oder Schmet­ter­ling – jedes Insekt soll gemel­det wer­den. Mit Blick auf die Ver­gleich­bar­keit der jähr­li­chen Beob­ach­tun­gen soll dabei auf 16 in Deutsch­land häu­fig vor­kom­men­de Arten beson­ders geach­tet wer­den. Dar­un­ter sind vier Tag­fal­ter (Admi­ral, Tag­pfau­en­au­ge, Schwal­ben­schwanz, Klei­ner Fuchs), drei Wild­bie­nen (Acker­hum­mel, Stein­hum­mel, Holz­bie­ne), zwei Käfer (Asia­ti­scher Mari­en­kä­fer, Sie­ben-Punkt-Mari­en­kä­fer) zwei Wan­zen (Leder­wan­ze, Strei­fen­wan­ze), die Hain­schweb­flie­ge, die Flor­flie­ge, die Blutz­i­ka­de und die Blau­grü­ne Mosa­ik­jung­fer als Libel­len­art sowie das Grü­ne Heu­pferd als Laubschrecke.

Die­se Insek­ten sei­en häu­fig in direk­ter Nähe zu fin­den: Gar­ten, Bal­kon, Park, Wie­se, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Ein­zi­ge Vor­ga­be: Das Beob­ach­tungs­ge­biet soll nicht grö­ßer sein als etwa zehn Meter in jede Rich­tung vom eige­nen Stand­punkt aus. Gezählt wird eine Stun­de lang. Die Sich­tun­gen mel­den kann man unter www.insektensommer.de oder direkt von unter­wegs per Smart­pho­ne über die NABU-App „Insek­ten­welt“.

Die Daten wer­den in Zusam­men­ar­beit mit der Platt­form www.naturgucker.de erfasst. Die Ergeb­nis­se wer­den vom NABU aus­ge­wer­tet und zeit­nah ver­öf­fent­licht. Der Insek­ten­som­mer fin­det die­ses Jahr zum zwei­ten Mal statt. Im ver­gan­ge­nen Jahr betei­lig­ten sich 18.000 Men­schen mit über 7.300 Beob­ach­tun­gen — dies soll nun gestei­gert werden.

Von Redaktion

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