„Ände­rung des Bebau­ungs­pla­nes Num­mer 5”; hin­ter die­sem Tages­ord­nungs­punkt der gest­ri­gen Aus­schuss­sit­zung für Bau, Pla­nung und Unwelt ver­barg sich Zündstoff.

Zur Erin­ne­rung: Am 9.5. bean­trag­ten SPD, FWG und FDP eine Ände­rung des Bebau­ungs­pla­nes Nr. 5. im Bereich des ehe­ma­li­gen Frei­bads und der gemein­de­ei­ge­nen Gemein­be­darfs­flä­che süd­lich des Freibads.

Die­ses Vor­ge­hen stieß bei der CDU auf star­ke Kri­tik; Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf ließ den Punkt auf die Tages­ord­nung des Bau­aus­schus­ses set­zen. Er mach­te ges­tern noch ein­mal deut­lich, dass die Ver­wal­tung wei­ter­hin der Auf­fas­sung sei, dass „die vom Rat beschlos­se­ne Vor­ge­hens­wei­se mit erheb­li­chen Nach­tei­len ver­bun­den ist”. „Anstatt zuerst einen Pla­ner einen Plan ent­wer­fen zu las­sen und anschlie­ßend einen Inves­tor zu suchen, der den Plan umsetzt, soll­te zuerst ein Inves­tor gefun­den und mit die­sem gemein­sam geplant wer­den”, so Wulf.

Lutz Mül­ler (CDU) erneu­er­te sei­nen Vor­wurf an die drei Frak­tio­nen, „ein­fach etwas umset­zen zu wol­len, ohne die Anwoh­ner zu fra­gen”, so wie es eigent­lich im ISEK beschlos­sen wor­den sei.

Hein­rich-Georg Schnei­der erwi­der­te, dass die Frak­tio­nen natür­lich die Anwoh­ner ein­bin­den wol­len, aller­dings erst nach­dem ein Archi­tekt Vor­schlä­ge für die Bebau­ung unter­brei­tet habe. „Wir müs­sen doch einen Rah­men haben”, so Schneider.

Bür­ger­meis­ter Wulf schlug vor, Ver­tre­ter der NRW.URBAN, einem Betei­li­gungs­un­ter­neh­men des Lan­des NRW, das sich auf sei­ner Inter­net­prä­senz selbst als „erfah­re­ner und zuver­läs­si­ger Part­ner für Städ­te und Gemein­den bei der Stadt­ent­wick­lung” bezeich­net, mög­lichst noch vor der Som­mer­pau­se zu einem Gespräch ein­zu­la­den. „Die Gesell­schaft erwirbt Grund­stü­cke, stellt Exper­ti­sen für die Ent­wick­lung, Erschlie­ßung und Ver­mark­tung der Bau­flä­chen zur Ver­fü­gung und über­nimmt das Pro­jekt­ma­nage­ment und die Abrech­nung des Pro­jek­tes”, so Wulf.  Dabei arbei­te die Gesell­schaft zum Selbst­kos­ten­preis, even­tu­ell erziel­te Über­schüs­se kämen dem Gemein­de­haus­halt zugute.

Die CDU stimm­te geschlos­sen gegen den Antrag; „Ihr Vor­ge­hen ist gro­ber Unfug”, beur­teil­te Mül­ler die Ent­schei­dung von SPD, FWG und FDP, die Maß­nah­me aus dem ISEK-Kon­zept herauszunehmen.

Der mit den Stim­men von SPD, FWG und FDP ver­ab­schie­de­te Beschluss­vor­schlag sieht nun vor, dass neben dem Gespräch mit Ver­tre­tern von NRW.URBAN eine lan­des­pla­ne­ri­sche Anfra­ge erstellt wird. Wei­ter­hin wird die Ver­wal­tung beauf­tragt die Kos­ten für Archi­tek­ten und Pla­ner zu schät­zen und dem Gemein­de­rat einen Finan­zie­rungs­vor­schlag zu unterbreiten.

Von Redaktion

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