Soll es eine Park­zeit an der Pivits­hei­der Stra­ße geben oder nicht? Zu die­ser Fra­ge­stel­lung hat­ten sich ges­tern über 30 Teil­neh­mer vor dem Bür­ger­zen­trum ver­sam­melt. Vor­aus­ge­gan­gen war ein Antrag an den Haupt- und Finanz­aus­schuss von Simo­ne Rit­ter, Inha­be­rin der Post­agen­tur an der Pivits­hei­der Stra­ße. Sie hat­te dar­in eine ein­ge­schränk­te Park­zeit an Werk­ta­gen zwi­schen 8.00–18.00 Uhr von einer Stun­de gefor­dert. Rit­ters Grund für den Antrag: Die Park­plät­zen vor der Post wür­den häu­fig durch Lang­zeit­par­ker blockiert.

Durch die Bericht­erstat­tung beka­men aber auch Katha­ri­na und Thi­lo Hüb­ner, Inha­ber der Zahn­ärzt­li­chen Gemein­schafts­pra­xis Wind von dem Antrag und for­der­ten ihrer­seits in einem Schrei­ben den Antrag von Simo­ne Rit­ter abzu­leh­nen. Einer ihrer Grün­de: Der Besuch einer Zahn­arzt­pra­xis über­stei­ge schnell das bean­trag­te Zeit­li­mit von einer Stun­de. Pati­en­ten müss­ten also mit­ten in der Behand­lung die Pra­xis ver­las­sen, um ihre Fahr­zeu­ge umzu­par­ken. „Dies wür­de Unru­he in unse­re Behand­lung brin­gen und die Pati­en­ten unter unnö­ti­gen Stress stel­len”, so Hübners.

Auch wenn alle Anwoh­ner, die es betrifft, von der Ver­wal­tung ein­ge­la­den wur­den, ent­wi­ckel­te sich die Dis­kus­si­on zuerst ein­mal zwi­schen den bei­den Antrag­stel­lern, wobei Simo­ne Rit­ter durch ihren Mann, Roger Rit­ter, ver­tre­ten wurde.
„Das scheint sich doch fast um einen Nach­bar­schafts­streit zu han­deln, was machen wir ande­ren eigent­lich hier”, kom­men­tier­te ein Teil­neh­mer das Gespräch. Für­spre­cher gab es für bei­de Stand­punk­te. So wün­sch­ze sich zum Bei­spiel Manue­la Strunk eine zeit­li­che Begren­zung der Parkdauer.

Wolf­gang Holitsch­ke, Vor­sit­zen­der im Aus­schuss für Bau, Pla­nung und Umwelt erklär­te, dass es schon in den 80er Jah­ren eine zeit­li­che Begren­zung gege­ben habe. „Das wur­de nach weni­gen Mona­ten wie­der abge­schafft”, so Holitsch­ke, der dafür plä­dier­te, alles so zu las­sen, wie bis­her. Einen neu­en Aspekt brach­te Frie­de­gund Schnei­der, Besit­ze­rin des Post­ge­bäu­des, in die Dis­kus­si­on. Sie erklär­te, dass unter­halb des Gebäu­des noch vier Park­plät­ze zur Ver­fü­gung stün­den. „Die­se wer­den aller­dings nur sel­ten genutzt”.

Nach Ansicht von man­chen Dis­kus­si­ons­teil­neh­mern ist das kein Wun­der: „Das weiß doch kei­ner; es müss­te deut­lich gekenn­zeich­net wer­den”, so der Tenor eini­ger Anwesender.

Im Anschluss an die Aus­spra­che tra­fen sich die betei­lig­ten Par­tei­en noch ein­mal zu einem Gespräch im Bei­sein der AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Dabei mach­te Roger Rit­ter deut­lich, dass er es schön fän­de, direkt neben dem Post­ge­bäu­de noch zwei Park­plät­ze zu bekom­men. „Da müss­te erst ein­mal geklärt wer­den, ob der Bereich der Gemein­de oder mir gehört”, so Schnei­der, die sich, wie auch Rit­ter, beim Katas­ter­amt erkun­di­gen will. Soll­te der Bereich der Gemein­de gehö­ren, will Rit­ter einen Antrag stel­len, die Flä­che in einen Park­platz umzuwandeln.

Hüb­ners und Roger Rit­ter kamen im Gespräch noch auf eine ande­re Idee. „Wenn man bean­tragt, einen der Bäu­me, die direkt vor dem Ein­gang ste­hen, zu fäl­len, könn­ten dort noch ein bis zwei Park­plät­ze ent­ste­hen”, so die drei. Ob der Antrag erfolgs­ver­spre­chend ist, scheint eher unge­wiss. Denn schon im Febru­ar wur­de ein sol­cher Antrag nega­tiv beschieden.

„Viel­leicht stel­len wir noch ein­mal gemein­sam einen Antrag”, so Rit­ter. Dabei kommt den poten­zi­ell zukünf­ti­gen Antrag­stel­lern viel­leicht ein bestimm­ter Umstand zu Gute: Der Baum, eine Schein­aka­zie, soll nach Aus­sa­gen meh­re­re Lun­gen­fach­ärz­te hoch gefähr­lich sein. „Vor allem die Rin­de und der Samen sind gif­tig und füh­ren zu Übel­keit, Erbre­chen, Läh­mungs­er­schei­nun­gen und Kol­laps”, heißt es in der Zeit­schrift des Deut­schen Kura­to­ri­ums für Sicherheit.

Von Redaktion

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