Wer seit die­ser Woche mor­gens sein Radio ange­schal­tet hat­te und der Sen­dung „Kir­che im WDR” lauscht, dem wird die Stim­me bekannt vor­ge­kom­men sein. Johan­na Krum­bach, Pfar­re­rin der evan­ge­lisch-refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­de geht bereits seit 2010 für eine Woche im Jahr auf Sen­dung. „Das macht ein­fach eine unglaub­li­che Freu­de”, erklärt sie gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

Ange­fan­gen habe alles damit, dass sie 2008 einen Rund­funk­got­tes­dienst gehal­ten habe. „Im Anschluss dar­an war man auf mich zuge­kom­men und hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hät­te, Mor­gen­an­dach­ten zu halten.”

Aus­su­chen kann sich Krum­bach die The­men selbst, in jedem Jahr ist sie in einer ande­ren Woche zu hören. „Das kann mal Ostern, Weih­nach­ten oder genau­so gut zwi­schen den Fei­er­ta­gen sein”, erläu­tert sie das Vorgehen.

Schon Mona­te vor den Auf­zeich­nun­gen, die im WDR-Gebäu­de in Bie­le­feld statt­fin­den, geht die Theo­lo­gin nach eige­nem Bekun­den mit einem „Mor­gen­an­dachts­blick” durch das Leben. „Dann muss ich mir die Ideen aber auch schnell auf­schrei­ben, damit ich die nicht wie­der ver­ges­se”, erzählt sie schmunzelnd.

Und auch wenn ihr die Auf­nah­me Freu­de berei­tet, hat sie gro­ßen Respekt vor der Auf­ga­be. „Ich schi­cke mei­nen Text zur Redak­ti­on, die über­prü­fen dann alles, bis aufs Kom­ma”, erklärt Johan­na Krum­bach den Ablauf für die Auf­nah­me, die exakt 3 Minu­ten und 50 Sekun­den betra­gen muss; da kom­me es aufs jedes Wort an.

Wenn sie dann zur Auf­nah­me ins Stu­dio geht, wer­den alle sechs Auf­nah­men hin­ter­ein­an­der pro­du­ziert. Und dann heißt es: auf die Sen­dung warten.

„Es ist schon schön, dass man von vie­len dar­auf ange­spro­chen wird”, freut sich Krum­bach über den Zuspruch den sie durch die Mor­gen­an­dach­ten erfährt — und das nicht nur von August­dor­fern. „Mich errei­chen Zuschrif­ten aus ganz Deutsch­land, von Leu­ten, die sich mit den Gedan­ken aus­ein­an­der­set­zen”, berich­tet die Pfarrerin.

Und die­se sei­en häu­fig aus dem eige­nen Erle­ben gegrif­fen. „Es ist mir wich­tig, dass die Men­schen Geschich­ten hören, die sie nach­voll­zie­hen kön­nen und die sie viel­leicht auch selbst so erfah­ren haben”, so Krumbach.

Und so ist die Pfar­re­rin auch mor­gen noch ein­mal zu hören; um 6.55 Uhr auf WDR5, um 7.50 Uhr auf WDR3 und um 8.55 Uhr auf WDR4. Das The­ma? Gutes Tun. Ihr Mar­ken­zei­chen? Das Schluss­wort: „Gott befoh­len” erklingt es durch den Äther.

Wer die letz­ten Sen­dun­gen ver­passt hat, dem bie­tet der Sen­der die Mög­lich­keit, die Andach­ten auch noch ein­mal im Netz anzu­hö­ren, unter Kir­che im WDR.

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner