Acht Per­so­nen hat­ten sich ange­mel­det, knapp 30 August­dor­fer waren ges­tern vor Ort an der Klär­an­la­ge. Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf hat­te zu einem Gespräch ein­ge­la­den, da es von meh­re­ren Sei­ten wie­der Beschwer­den über Gerü­che gege­ben habe. „Die­se Ver­an­stal­tung ersetzt nicht die Ein­woh­ner­ver­samm­lung”, mach­te Wulf gleich zu Beginn klar. Er sei an einer Rück­mel­dung der Anwoh­ner interessiert.

„Es ist zwar bes­ser gewor­den, aber zwi­schen­durch stinkt es noch gewal­tig”, so das Fazit der meis­ten Anwe­sen­den, die sich nach eige­nen Anga­ben froh dar­über zeig­ten, dass es einen wei­te­ren Orts­ter­min gab, an dem sie sich aus­spre­chen konnten.

So auch Gise­la Wie­le. „Ich fin­de es gut, dass wir uns tref­fen”, erklär­te sie gegen­über der Redak­ti­on. Auch sie sei direkt von den Gerü­chen betrof­fen. „Man kann bei dem Gestank gar nicht drau­ßen sit­zen”, erklär­te sie traurig.

Der Lei­ter der Gemein­de­wer­ke, Armin Zim­mer­mann, erklär­te bei einem Rund­gang noch ein­mal die bei­den Quel­len der Gerü­che: die Silos und die Hal­le. Dabei mach­te er auch deut­lich, dass sich die Dreh­zahl der Ven­ti­la­to­ren nach der Arbeits­wei­se des Schweins rich­te­ten. Dem­entspre­chend rie­che es mal stär­ker und mal weniger.

„Reicht die­se Anla­ge denn noch aus, wenn August­dorf wei­ter wächst”, lau­te­te die Fra­ge einer besorg­ten Anwoh­ne­rin. „Wir hät­ten jetzt noch Platz für Klär­schlamm für knapp 2000 wei­te­re Per­so­nen”, lau­te­te die Ant­wort von Zim­mer­mann. Er mach­te deut­lich, dass die momen­ta­ne Situa­ti­on unbe­frie­di­gend sei. „Wir tes­ten uns wei­ter vor und sehen, was mög­lich ist.”

Im Gespräch mit den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erläu­ter­te Armin Zim­mer­mann, dass es eine wei­te­re Kom­mu­ne — War­burg, gebe, die ähn­li­che Pro­ble­me habe. „Ich bin mit denen stän­dig im Gespräch, um Erfah­rungs­wer­te aus­zu­tau­schen”, erklär­te er.

Eini­ge Anwoh­ner mach­ten ihrem Unmut ges­tern Abend eben­falls Luft, dass bes­schlos­sen gewe­sen sei, dass bis zum Anbau der Kami­ne dafür gesorgt wer­den sol­le, dass es zu kei­nen wei­te­ren Geruchs­be­läs­ti­gun­gen komme.
Auf die­se und auch auf die auf Face­book geäu­ßer­te Kri­tik, dass trotz Rats­be­schlus­ses, der einen sofor­ti­gen Abtrans­port des Klär­schlamms for­dert, die­ser wei­ter­hin in der Hal­le getrock­net wür­de, erklär­te Zim­mer­mann, dass es anders gar nicht mög­lich sei.
„Der Klär­schlamm bleibt knapp drei Wochen in der Hal­le lie­gen. Dann ist der Con­tai­ner gefüllt, so dass wir ihn dann erst abtrans­por­tie­ren kön­nen”, erläu­ter­te er.

„Wir haben die Sor­ge, das nach Okto­ber, wenn die Kami­ne die Gerü­che in 26 Meter Höhe kata­pul­tie­ren sol­len, alles so bleibt, wie es ist”, lau­te­te eine wei­te­re Sor­ge eini­ger Anwoh­ner. Armin Zim­mer­mann erklär­te offen, dass er zwar glau­be, dass es dann bes­ser wer­de. „Soll­ten wir wei­ter Pro­ble­me haben, wer­den wir so lan­ge nach­jus­tie­ren, bis es kei­ne Geruchs­be­läs­ti­gun­gen mehr gibt”, ver­sprach er.

Von Redaktion

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