Ein­bei­nig auf dem Ein­rad fah­ren, hüp­fen und sprin­gen, rück­wärts oder in For­ma­tio­nen fah­ren — sol­che Tricks konn­ten jetzt die  Teil­neh­mer der Lip­pi­schen Ein­rad­ta­ge in der wineo Are­na von Pro­fis aus ganz Deutsch­land und sogar den USA ler­nen. Sonn­tag gab es noch eine Tour vom Her­manns­denk­mal aus. Und eine Pre­mie­re gab es auch; denn zum ers­ten Mal fand die Ver­an­stal­tung in August­dorf statt.

Zum Pro­gramm gehör­ten Geschick­lich­keits-Ral­lyes, die Kunst des Jon­glie­rens, eine Ein­rad-Tour, eine rasan­te Abfahrt für Fort­ge­schrit­te­ne vom Her­manns­denk­mal aus sowie Work­shops von Pro­fis in unter­schied­li­chen Schwie­rig­keits­gra­den und Disziplinen.

Beim „Tri­al” geht es um das Über­win­den von Hin­der­nis­sen, beim „Flat­land” wer­den Tricks auf fla­chem Boden gemacht, „Street” beschreibt das Fah­ren auf Gelän­dern oder Trep­pen, und beim „Free­style” geht es um akro­ba­ti­sche Tricks wie das ein­bei­ni­ge Fah­ren oder das Lau­fen auf dem Rei­fen. Eine Gala-Show von den Ein­rad-Pro­fis sowie zwei Jon­gleu­ren, BMX- und Kunst­rad-Fah­rern am Sams­tag­abend run­de­te das Pro­gramm ab.

„Ich fin­de wich­tig, dass die Kin­der einen Anreiz bekom­men, bei die­sem Sport zu blei­ben”, erklärt Doris Beins, Lei­te­rin der Abtei­lung Ein­rad­ho­ckey vom RSV Schwal­be. Sie hat­te die Begeis­te­rung um das Ein­rad mit ihrer Toch­ter vor knapp 20 Jah­ren ins Rol­len gebracht. Damals grün­de­ten Beins und ihre Toch­ter aus pri­va­tem Inter­es­se im TuS Ber­le­beck eine Ein­rad-Grup­pe — offen­sicht­lich eine Markt­lü­cke, denn vie­le Ver­ei­ne in Det­mold folg­ten spä­ter ihrem Beispiel. 

Mitt­ler­wei­le ist die Ver­an­stal­tung weit über Lip­pe hin­aus bekannt. Teil­neh­mer aus allen Tei­len Deutsch­lands und der Welt rei­sen extra nach Det­mold, um für die zwei Tage dabei zu sein. „Ein­rad fah­ren die unter­schied­lichs­ten Men­schen”, sagt die 20-jäh­ri­ge Toch­ter der Orga­ni­sa­to­rin, Lara Beins, die bereits Deut­sche Meis­te­rin war. Und etwas ganz beson­de­res gaben die Sport­ler dem Publi­kum mit auf den Weg. „Wir fah­ren hier alle auf Augen­hö­he, egal ob Welt­meis­ter oder Anfän­ger”, erklär­te Beins.

Sowohl die zahl­rei­chen Teil­neh­mer, als auch die Betreu­er erhiel­ten am Schluss der Gala lang anhal­ten­den Applaus, den Doris Beins mit einer Ehren­run­de quit­tier­te — auf dem Ein­rad ver­steht sich.

Von Redaktion

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