Der August­dor­fer Klaus Senft ist beun­ru­higt. „Mich bewegt die Fra­ge, wie es mit dem Hei­de­sport­platz weitergeht.”

Denn sei­nes Erach­tens wer­de dort ein Sport­platz „ohne Zwang für die Bevöl­ke­rung kaputt­ge­macht“, so Senft. „Das ist ein Schul­sport­platz sowie ein Sport­platz für die Ver­ei­ne. Die Anwoh­ner die­ser Sied­lung haben sich mit dem Sport­ver­ein arran­giert“, erklärt er gegen­über der Redaktion. 

Durch die neue Nut­zung wird in sei­nen Augen „die Lärm­be­läs­ti­gung erst mal rich­tig los­ge­hen.“ Dabei habe der Rat der Gemein­de August­dorf sowohl an der Grund­schu­le, als auch an der Real­schu­le, am Frei­bad und an den Turn­hal­len immer wie­der Van­da­lis­mus fest­ge­stellt, erei­fert er sich.

Aus die­sem Grund hat Klaus Senft in einem offe­nen Brief Fra­gen an die Ver­wal­tung formuliert.

1.            Besteht zu dem heu­ti­gen Hei­de­sport­platz eine Baugenehmigung?
2.            Sind bei der Errich­tung des Hei­de­parks bestimm­te Öff­nungs­zei­ten vor­ge­se­hen? Wenn ja, welche?
3.            Wer ist für die Ein­hal­tung der Öff­nungs­zei­ten zuständig?
4.            Wie wird das Gelän­de vor Van­da­lis­mus geschützt?
5.            Wel­che vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten ent­ste­hen für die Rei­ni­gung und Pfle­ge des Heideparks?
6.            Wer ist für die Pfle­ge zuständig?
7.            Wie wer­den die Fol­ge­kos­ten für den Hei­de­park finanziert?
8.            Soll­ten für die Finan­zie­rung Steu­er­erhö­hun­gen not­wen­dig sein,
               in wel­cher vor­aus­sicht­li­chen Höhe wer­den die Bür­ger jähr­lich an den Kos­ten beteiligt?
9.            Wie wird von der Gemein­de sicher­ge­stellt, dass eine Nut­zung außer­halb der offi­zi­el­len Betriebs­zeit nicht mehr mög­lich ist?
10.          Sind Lärm­schutz­maß­nah­men für die unmit­tel­bar angren­zen­den Anlie­ger geplant?
11.          Was geschieht mit dem bestehen­dem Ballfangzaun?
12.          Sind auf dem Gelän­de auch Hun­de erlaubt?
13.          Wer betreut die Jugend­li­chen auf die­sem Gelände?
14.          War­um wer­den die Bür­ger nicht betei­lig (kei­ne Sportinteressierte)?

Und noch eines stört den August­dor­fer. „Wenn ich den Bau des Kin­der­gar­tens am Insel­weg und die Klär­an­la­ge sehe; dort wur­den die Bür­ger betei­ligt, war­um nicht hier“, fragt er sich.

Und auch die Finan­zie­rung ist für Klaus Senft ein The­ma: „Damit der Hei­de­park zum Frei­zeit­park umfunk­tio­niert wird, wür­de man 740.000 Euro zur Finan­zie­rung erhal­ten, zehn Pro­zent müss­te die Gemein­de selbst finan­zie­ren. Das wür­den also noch­mal etwa 70.000 Euro sein.” Die Repa­ra­tur des Hei­de-Sport­plat­zes wür­de aber nur 240.000 € bis 300.000 Euro kos­ten, rech­net Senft vor.

Für ihn steht fest: „Es ist wich­tig die Plä­ne zu Sei­te zu legen und erst ein­mal ein grund­le­gen­des Kon­zept für die Jugend zu erarbeiten.“

„Wir for­dern den Erhalt des Hei­de­sport­plat­zes“, so Senft. Der Sport­platz sei eine Begeg­nungs­stät­te und wer­de von vie­len Bür­gern aner­kannt. „War­um soll man so ein Platz aus­rot­ten“, fragt sich Senft. Einen Tipp hat er auch noch parat: „Es gibt auch ein För­der­topf für Repa­ra­tu­ren von Sportplätzen.“ 

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „„Wir fordern den Erhalt des Heidesportplatzes.““
  1. Ich möch­te dazu anre­gen, sich den Vor­ent­wurf zum „Hei­de­Park” anzu­gu­cken. Die Gemein­de hat den im eige­nen Bür­ger­infor­ma­ti­ons­sys­tem abge­legt. Das Sys­tem ist lei­der sehr unüber­sicht­lich. Daher hier der Link zum Vor­ent­wurf, der auch Grund­la­ge der För­de­rung war:
    https://sessionnet.krz.de/augustdorf/bi/to0050.asp?__ktonr=19429
    Die Sport­an­la­ge wird durch eine Cal­lis­the­nics Anla­ge, Mehr­ge­nera­tio­nen Sport­ge­rä­te, ein Boule Feld, einen Klet­ter­fel­sen und ein Kunst­stoff­spiel­feld etc. ergänzt. Es blei­ben ein klei­ne­rer Fuß­ball­platz, die Lauf­bahn sowie der Sand­kas­ten zum Weit­sprung. Auch Optisch wird die Anla­ge aufgewertet. 

    Van­da­lis­mus gibt es akteull. Das stimmt. Davon soll­te man sich aber nicht abschre­cken las­sen, wenn man der Gemein­de mal, bei einem gerin­gen Eigen­an­teil, eine moder­ne und bestimmt belieb­te Anla­ge bie­ten kann. 

    War­um Jugend­lich auf ein­mal betreut wer­den müs­sen ist mir übri­gens ein Rätsel.

    Ich sehe mit dem Umbau eine sinn­vol­le Inves­ti­ti­on in die Gemeinde.

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