Unter dem Punkt 1.6. der Tages­ord­nung ver­barg sich von Anfang an Spreng­stoff. Und erwar­tungs­ge­mäß explo­dier­te die­ser, als die The­ma­tik ange­spro­chen wurde.

Rück­blen­de: Mit den Stim­men von SPD, FWG und FDP hat­te der Rat beschlos­sen, dass auf dem Frei­bad- und Gemein­be­darfs­flä­che ins­be­son­de­re bezahl­ba­rer Wohn­raum ent­ste­hen soll. (Die AN berichteten)

26 Anlie­ger hat­ten dar­auf­hin in einem Schrei­ben an den Bür­ger­meis­ter und den Rat um „ein­ge­hen­de Infor­ma­ti­on zur geplan­ten Bebau­ung des Frei­bad­ge­län­des“ gebe­ten. Die Ver­fas­ser des Brie­fes fra­gen, was gebaut wer­den soll und wel­che Aus­wir­kun­gen die Bebau­ung auf die Anlie­ger­stra­ßen haben werde.

Dabei äußer­ten die 26 Unter­zeich­ner Unver­ständ­nis, dass, da in ande­ren Fäl­len die Mit­wir­kung der Bür­ger an Pla­nun­gen gut funk­tio­niert habe, die Anlie­ger in die­sem Fall nicht gefragt wür­den. „Wir haben kein Ver­ständ­nis dafür, dass hier über die Anlie­ger und Bür­ger hin­weg Ent­schei­dun­gen getrof­fen werden.”

Vor die­sem Hin­ter­grund bean­trag­te die Ver­wal­tung in der Sit­zung „zu einer Ein­woh­ner­ver­samm­lung zur Zukunft des Frei­ba­des einzuladen.”

Als Begrün­dung führ­te die Ver­wal­tung an, dass „ein Instru­ment zur gewünsch­ten Unter­rich­tung die Ein­woh­ner­ver­samm­lung” sei. Dazu merk­te Frak­ti­ons­chef Hein­rich-Georg Schnei­der an, dass, da der ursprüng­li­che Beschluss mit Stim­men von SPD, FWG und FDP zustan­de gekom­men sei, das Schrei­ben mit den Fra­gen „eigent­lich an uns gerich­tet war.”

Aus dem Grund hät­ten die drei Frak­tio­nen mit einem Infor­ma­ti­ons­blatt „nicht nur die Fra­gen der Anwoh­ner beant­wor­tet, son­dern dar­über hin­aus vie­le Infor­ma­tio­nen über den drin­gen­den Bedarf nach Miet­woh­nun­gen in unse­rer Gemein­de erläu­tert.” Daher sei eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung auch nicht nötig.

Statt­des­sen wol­le man die Urban.GmbH, die von der Lan­des­re­gie­rung gegrün­det wur­de, um Städ­te und Gemein­den bei der Schaf­fung von bezahl­ba­rem Wohn­raum zu unter­stüt­zen, bit­ten, in einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung auf­zei­gen, „wie heu­te geför­der­ter Woh­nungs­bau aus­sieht und in August­dorf aus­se­hen könn­te.” Die­se Ver­an­stal­tung ste­he auch allen inter­es­sier­ten Bür­gern offen.

Die Aus­füh­run­gen erreg­ten den Unmut von CDU-Frak­ti­ons­chef Lutz Mül­ler, der Schnei­der vor­warf , das inte­grier­te städ­te­bau­li­che Ent­wick­lungs­kon­zept „völ­lig aus­zu­blen­den.” „Auf wel­chem Pla­ne­ten leben Sie denn?”, rief er ihm zu.

Nach die­sem kur­zen Schlag­ab­tausch beschloss der Aus­schuss mit Stim­men von SPD, FWG und FDP, dass spä­tes­tens zur nächs­ten Rats­sit­zung die erfor­der­li­chen Baschlüs­se für einen Gesell­schaf­ter­ver­trag, die Pro­jekt­pla­nung sowie die Pro­jekt­durch­füh­rung durch die Urban GmbH gefasst wer­den. Dazu ergän­zend soll die Urban GmbH in einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung auf­zei­gen, wie geför­der­ter Woh­nungs­bau, ein­schließ­lich der Infra­struk­tur heu­te aus­sieht und rea­li­siert wird.”

 

Von Redaktion

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