Fred Fischer, ein von der Adler Real Esta­te beauf­trag­ter Mak­ler hat­te gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN geäu­ßert, dass er den Auf­trag habe, Woh­nun­gen Am Dören nur an Deut­sche zu vermieten.

Die­se Äuße­run­gen nah­men die Frak­ti­ons­chefs von SPD, FWG und FDP zum Anlass, einen Antrag zu for­mu­lie­ren, in dem sie deut­lich machen, dass der Rat der Gemein­de August­dorf jede Art von Into­le­ranz, Ras­sis­mus und Extre­mis­mus verurteilt.

Außer­dem beauf­tra­gen die drei Par­tei­en in ihrem Antrag Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf, einen Brief im Namen des Rates der Gemein­de August­dorf an den Vor­stand der Adler Real Esta­te AG zu sen­den. Die­ser trägt die Über­schrift: Frem­den­feind­lich­keit hat in August­dorf kei­nen Platz.

Der Redak­ti­on liegt der Brief vor. Die­ser hat fol­gen­den Wortlaut:

 

Sehr geehr­ter Herr de Var­gas Machu­ca, sehr geehr­ter Herr Rienecker,

die Gemein­de August­dorf ist die Hei­mat von ver­schie­de­nen Men­schen mit unter­schied­li­chen Kul­tu­ren. Beson­ders die­se Viel­falt zeich­net unse­re Gemein­de aus. Hier­auf sind wir stolz! Die Mit­glie­der des Rates und der Aus­schüs­se der Gemein­de August­dorf ver­kör­pern die Demo­kra­tie, Welt­of­fen­heit, Tole­ranz und Viel­fäl­tig­keit nach innen und außen.

Ent­setzt muss­ten wir am 11. Sep­tem­ber einen Nach­rich­ten­ar­ti­kel lesen, in dem genau die­se Wer­te durch Ihr Unter­neh­men ange­zwei­felt wer­den. In dem Arti­kel „Offe­ne Frem­den­feind­lich­keit: ‚Wir wol­len nur Deut­sche als Mie­ter‘“, der in den August­dor­fer Nach­rich­ten erschie­nen ist, wird die Sied­lung „Am Dören“ in August­dorf the­ma­ti­siert. Hier über­nimmt die Adler Real Esta­te AG die Ver­wal­tung der Immo­bi­li­en, die sich im Eigen­tum der AB Immo­bi­li­en B.V., an der Sie zu 25% betei­ligt sind, befinden.

In die­sem Arti­kel muss­ten wir lesen, dass Ihr Unter­neh­men beab­sich­tigt, künf­tig kei­ne Woh­nun­gen mehr an Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger zu ver­mie­ten, die nicht Deut­sche sind.

Die­ses Vor­ge­hen ver­ur­tei­len wir als Rat der Gemein­de August­dorf zutiefst und for­dern Sie auf, ent­spre­chen­de Anwei­sun­gen auf­zu­he­ben. Zudem bit­ten wir Sie, dass Sie unver­züg­lich eine Stel­lung­nah­me an uns sen­den und die­ses Ver­hal­ten erklären.


Das Grund­ge­setz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und die Ver­fas­sung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­lens schüt­zen die Men­schen­rech­te aller Men­schen in Deutsch­land. Die Ach­tung der Wür­de des Men­schen, die freie Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit, Mei­nungs­frei­heit, Reli­gi­ons­frei­heit und Schutz vor Dis­kri­mi­nie­rung bil­den den Aus­gangs­punkt für unser demo­kra­ti­sches Rechtssystem.


Die Frak­tio­nen des Rates und die poli­ti­schen Par­tei­en sowie die Freie Wäh­ler­ge­mein­schaft der Gemein­de August­dorf ste­hen für Welt­of­fen­heit, Tole­ranz und Viel­fäl­tig­keit. Zusam­men ste­hen wir für die demo­kra­ti­sche und per­sön­li­che Viel­falt in unse­rer Gemein­de. Für die fai­re, poli­ti­sche Dis­kus­si­on und Völ­ker­ver­stän­di­gung. Wir han­deln nach den Wer­ten: Frei­heit, Soli­da­ri­tät und Gerechtigkeit.

Gemein­sam stel­len wir uns gegen jede Form von Dis­kri­mi­nie­rung, Into­le­ranz, Ras­sis­mus und Extremismus.

Von Redaktion

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