Im Gebüsch knackt es, der Zug­füh­rer zeigt an, sich jetzt ganz still zu ver­hal­ten. Kein Mucks ist zu hören. Plötz­lich durch­dringt das knat­tern des Maschi­nen­ge­weh­res die Stil­le. Der Gegen­an­griff star­tet „Feu­er frei”, schallt es über Camp Augus­ta, das frü­her als Muni­ti­ons­la­ger diente.

Heu­te üben hier 38 Reser­vis­ten der Kreis­grup­pe Bie­le­feld mit Unter­stüt­zung des PzGrenBtl 212. Aus­bil­dungs­schwer­punkt ist „Patrouil­le zu Fuß“ Unter den wach­sa­men Augen von Haupt­mann d.R Marc Ort­mei­er und Ober­feld­we­bel Mar­cel Frei­tag (5./212) wur­den die Teil­neh­mer der Übung, die zwi­schen 30 und 50 Jah­ren alt sind, in zwei Grup­pen auf­ge­teilt. Wäh­rend der eine Zug das Gelän­de erkun­den muss, war­ten die Kame­ra­den der ande­ren Grup­pe gut getarnt im Unter­holz, um als Fein­de einen Über­ra­schungs­an­griff zu starten.

Die Reser­vis­ten sind mit AGDUS (Aus­bil­dungs­ge­rä­te Duellsimulator)ausgestattet, zahl­rei­che Reflek­to­ren sind an der Uni­form befes­tigt, die Läu­fe der Geweh­re sind mit Lasern bestückt. Wird ein Sol­dat „getrof­fen”, ertönt ein lau­tes Pie­pen, das für den Teil­neh­mer bedeu­tet: „Du wur­dest getrof­fen, Für Dich ist die Übung beendet.”

Auf einem der alten Muni­ti­ons­bun­ker hat die Patrouil­le den Feind fest im Blick. (Foto: Wolff)

„Der Zug, der die Gegend erkun­den soll, besteht aus drei Grup­pen”, erklärt Haupt­feld­we­bel Jür­gen Uth­mann (1./212). Wich­tig sei bei der Übung die Kom­mu­ni­ka­ti­on, Beob­ach­ten des Gelän­des, erkann­te Dinge/Vorkommnisse melden.

Die­se Punk­te spricht dann auch Haupt­mann d.R Ort­mei­er an, als er den ers­ten Übungs­lauf für been­det erklärt. „Ihr müsst deut­lich kom­mu­ni­zie­ren, wie die Feind­la­ge sich dar­stellt, wur­de der Feind bekämpft, ist der Feind aus­ge­schal­tet”, erklärt er den Teilnehmern.

Die­se zei­gen sich vom Übungs­ver­lauf begeis­tert. „So eine pra­xis­na­he Übung habe ich in mei­ner Grund­aus­bil­dung nicht mit­be­kom­men”, freut sich einer. „Es geht hier­bei nicht nur um die Auf­fri­schung der Grund­fer­tig­kei­ten, sondern

Das Laser­ge­rät neben dem Lauf ist deut­lich zu erken­nen. (Foto: Wolff)

auch um das rich­ti­ge Ver­hal­ten im Gelän­de”, so Haupt­feld­we­bel Uthmann.

Das bekom­men auch die Teil­neh­mer zu spü­ren, die im zwei­ten Durch­gang als die Patrouil­le agie­ren. Gemein­sam mit einem 5 t gl, der als Iche­rungs­fahr­zeug die­nen soll, und auf des­sen Dach eben­falls ein Maschi­nen­ge­wehr ange­bracht ist, pir­schen sie sich lang­sam durch das Gelän­de. Nach einem kur­zen Feu­er­ge­fecht, bei dem die Patro­nen­hül­sen nur so umher­flie­gen, der Feind gewor­fen wur­de, ertönt das Signal „Übungs­en­de.”

„Wich­tig ist es, sich eine gute Stra­te­gie zu über­le­gen; weicht man dem Feind aus, umzin­gelt man ihn oder greift man ihn fron­tal an”, erläu­tert Haupt­feld­we­bel Jür­gen Uth­mann nur drei der mög­li­chen Strategien.

Zufrie­den und erschöpft gehen die Reser­vis­ten am Ende des Tages wie­der nach Hau­se. „Jeder hat hier erlebt, was man noch ver­bes­sern kann”, so Haupt­mann Ort­mei­er, der sich mit dem Tag eben­falls zufrie­den zeig­te. Und auch aus den Rei­hen der Reser­vis­ten war zu hören: „Nächs­tes Mal sind wir wie­der dabei.”

 

Von Redaktion

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