Eigent­lich soll­ten die Fei­er­lich­kei­ten zum 60. Geburts­tag schon im ver­gan­ge­nen Jahr statt­fin­den. Durch den Aus­lands­ein­satz bedingt, wur­den die­se nun ges­tern unter dem Mot­to 60+1 nach­ge­holt. Dazu hat­ten sich zahl­rei­che Gäs­te auf dem Scharn­horst­platz versammelt.

Bei dem anschlie­ßen­den Emp­fang, an dem die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN exklu­siv teil­neh­men durf­ten, wur­de es mit einer sta­ti­schen Waf­fen­schau, einem emo­tio­na­len Rück­blick und zahl­rei­chen Gesprä­chen in der GHG dann noch ein­mal sehr persönlich.

Oberst­leut­nant Maik Cohrs skiz­zier­te in sei­ner Anspra­che drei Strän­ge, um den Anwe­sen­den das Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lon näher zu brin­gen. Dabei ging er auf die drei Model­le des Schüt­zen­pan­zers ein, die bei 212 ein­ge­setzt wur­den. „Die ers­ten August­dor­fer Gre­na­die­re kämpf­ten von LKW als ihrem Trans­port­mit­tel”, erläu­ter­te Cohrs die Anfän­ge des bekann­ten Bataillons.

Sowohl die Ein­füh­rung des Schüt­zen­pan­zers HS 30 als auch die Ein­füh­rung des SPz Mar­der im Jahr 1972 sei­en von tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen geprägt gewesen.

Oberst­leut­nant Cohrs ging natür­lich auch auf das Ereig­nis ein, das für die Kame­ra­den eine Zäsur dar­stell­te: den Ein­satz 2011. Denn am 2.6. in dem Jahr fiel der Ober­stabs­ge­frei­te Ale­xej Kobe­lew als Kraft­fah­rer eines SPz Mar­der 1A5. „Das Schick­sal unse­res Kame­ra­den mach­te allen Sol­da­ten des Batail­lons deut­lich, was es bedeu­ten kann, sei­nem Land zu die­nen”, so Cohrs.

Aus dem Grund soll das zen­tra­le Lehr­saal­ge­bäu­de des Batail­lons in der 47. Kalen­der­wo­che nach dem Ober­stabs­ge­frei­ten Kobe­lew benannt werden.

Die Gesell­schaft, so erläu­ter­te Cohrs, sei in den ver­gan­ge­nen 61 Jah­ren viel dyna­mi­scher gewor­den. „Die sicher­heits­po­li­ti­sche  Lage hat sich mehr­fach geän­dert”, so der Kom­man­deur. Der Beruf habe sich jedoch nicht geändert.

„Wir die­nen unse­rem Vater­land, wir ver­tei­di­gen die Frei­heit unse­rer Bür­ger, wir han­deln nach den Wer­ten unse­res Grund­ge­set­zes, wir sind Kame­ra­den und wir sind tap­fer”, schloss Maik Cohrs sei­ne Rede.

Ste­phan Prinz zur Lip­pe, selbst Mit­glied des Batail­lons, ging in sei­ner Anspra­che weit in die Geschich­te zurück. Er erin­ner­te dar­an, dass die Infan­te­rie in Lip­pe bereits 1697 auf­ge­stellt wor­den sei. „Die­se kämpf­te bereits im Erb­fol­ge­krieg um die Pfalz gegen Frank­reich”, so zur Lippe.

Er unter­strich: „Was wir aus der Geschich­te ler­nen kön­nen ist, dass es ein ste­tes Auf und Ab von guten und schlech­ten Zei­ten gab.”

Und noch eine Über­ra­schung hat­te Kom­man­deur Maik Cohrs im Gepäck. Er ernann­te Jasper O’Reil­ly, Alex­an­der Sato­ri­us und David Mei­er zu Berufs­sol­da­ten. Musi­ka­lisch wur­de der Appell vom Hee­res­mu­sik­korps 2 aus Kas­sel untermalt.

Im Anschluss an die Fei­er­lich­kei­ten gab es für die gela­de­nen Gäs­te noch einen Emp­fang in der GHG. Dort gra­tu­lier­te auch Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf dem Batail­lon. „Ich bin mit Ihnen eng ver­bun­den”, erklär­te das Ober­haupt der Sennerandgemeinde.

Wäh­rend das Lulu White Orches­tra mit Salon­mu­sik wie „Ain’t she sweet” für die pas­sen­de Stim­mung sorg­te, nutz­ten die Gäs­te beim Buf­fet die Gele­gen­heit nicht nur die sta­ti­sche Waf­fen­schau zu bewun­dern, son­dern vor allem für manch inten­si­ves Gespräch. „Ein wirk­lich wür­de­vol­ler Geburts­tag” lau­te­te das Fazit der Teilnehmer.

 

Von Redaktion

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