„End­lich hat das War­ten ein Ende“, scherzt Micha­el Casel als er die ers­te Offe­ne Büh­ne nach der Som­mer­pau­se eröff­net. Und auch die anwe­sen­den Gäs­te zei­gen sich erfreut, dass das For­mat wie­der zurück ist.

Und der Abend soll­te beson­ders wer­den, dafür sorg­te allei­ne schon der Mode­ra­tor, Gitar­rist und Sän­ger höchstpersönlich.
Denn Casel fei­ert in die­sem Jahr sein 40-jäh­ri­ges Büh­nen­ju­bi­lä­um. Und wie lässt sich ein sol­che musi­ka­li­scher Geburts­tag bes­ser fei­ern, als mit der Offe­nen Büh­ne? Natür­lich mit dem Song, den der Orga­ni­sa­tor der Offe­nen Büh­ne vor 40 Jah­ren als aller­ers­tes im Licht­hof in der Bot­tro­per Berufs­schu­le zum bes­ten gab: „Proud Mary“.

„Am 27.10.1979 stand ich zum ers­ten Mal auf der Büh­ne“, erin­ner­te sich Casel, der fest­stell­te: „Es ist eine lan­ge Zeit.“ Und so lag ein Hauch von Nost­al­gie über der Offe­nen Büh­ne, als der Musi­ker auch „Heim­weh“ und „100 Mann und ein Befehl“ erklin­gen ließ.

Wie eng Freu­de und Trau­rig­keit bei­ein­an­der lie­gen, ließ Casel das Publi­kum wis­sen, als er das Stück „und „Kno­cking on hea­vens door“ anstimm­te. „Die­ses Stück ist für Adal­bert Dittrich, der im Juni ganz über­ra­schen gestor­ben ist“, so Casel.

Der Dich­ter und Illus­tra­tor war auch eini­ge Male in August­dorf zu Gast, wo er die Gäs­te mit sei­nem gezeich­ne­ten Vogel Hugo Seven­he­art unterhielt.

Nach­dem Micha­el Casel sei­nen Auf­tritt absol­viert hat­te, gab er die Büh­ne frei für „den Mann, der für mich der Blues höchst­per­sön­lich ist.“ Mit die­sen Wor­ten hieß Casel Pete Alder­ton willkommen.

Und die­ser leg­te gleich mit sei­ner rau­chi­gen, unver­wech­sel­ba­ren Stim­me los. „Geor­gia, my sweet Geor­gia” erklang es in den Rats­stu­ben, als Alder­ton, mit Son­nen­bril­le, Stim­me und Gitar­re und Mund­har­mo­ni­ka die Gäs­te in sei­nen Bann zog.

Als Drit­te im Bun­de durf­te die Bie­le­fel­der Neigh­bour­hood Blues Band den Platz einnehmen.
„Riding with the king“, „Key to the high­way“ und „old love“ hie­ßen die Stü­cke, mit denen sich die Band schon mit den ers­ten Tak­ten in die Her­zen der Zuschau­er spielte.

Und so war es nicht wei­ter ver­wun­der­lich, dass alle Künst­ler lang anhal­ten­den Applaus erhiel­ten. Die Offe­ne Büh­ne hat sich ful­mi­nant aus der Som­mer­pau­se zurückgemeldet.

Von Redaktion

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