Fra­ge: Herr Brü­ning, Sie war­nen davor, dass über­mä­ßi­ger Bild­schirm-Medi­en­kon­sum die Gehirn­zel­len von Kin­dern auf Nim­mer­wie­der­se­hen ver­gam­meln lässt. Was kann man für die Ret­tung tun?

Brü­ning: Es geht dar­um, den digi­ta­len Wan­del im Kin­der­zim­mer zu gestal­ten. Wie kön­nen wir unse­re Kin­der in die Lage ver­set­zen, die Her­ku­les­auf­ga­be der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on 4.0 erfolg­reich zu bestehen? Die kön­nen sie eben nicht dadurch bewäl­ti­gen, indem sie mög­lichst früh an digi­ta­le Medi­en her­an­ge­führt wer­den. Um Kin­der dafür stark zu machen, brau­chen sie eine Aus­bil­dung, die wei­test­ge­hend ohne die neu­en Medi­en aus­kommt. Die Eli­te aus Sili­con Val­ley, die Mit­ar­bei­ter und Mana­ger von Apple, Goog­le, Face­book, Hew­lett-Packard, Tes­la und Co. – wis­sen Sie, wo die ihre Kin­der hinschicken?

Fra­ge: Nein. Wohin?

Brü­ning: Auf Wal­dorf­schu­len. Weil die­je­ni­gen, die sich mit digi­ta­len Medi­en bes­tens aus­ken­nen, wis­sen, dass unse­re Kin­der eine Aus­bil­dung mit allen Sin­nen brau­chen. Wir alle kom­men mit einer fan­tas­ti­schen Grund­aus­stat­tung von 100 Mil­li­ar­den Neu­ro­nen auf die Welt. Es muss dar­um gehen, in der Pha­se der Kin­der­gar­ten­zeit die noch unge­nutz­ten Neu­ro­nen aus dem Stand­by-Modus zu holen.

Fra­ge: Was kön­nen Eltern tun?

Brü­ning: Für Kin­der­gar­ten­kin­der gilt: Zehn Minu­ten Bild­schirmm­edi­en-Zeit müs­sen mit 40 Minu­ten rea­ler Spiel­zeit aus­ge­gli­chen wer­den. Für Grund­schul­kin­der gilt: Zehn Minu­ten am Bild­schirm müs­sen mit 30 Minu­ten rea­lem Erle­ben aus­ge­gli­chen wer­den. Für Kin­der an wei­ter­füh­ren­den Schu­len bis zum 18. Lebens­jahr lau­tet die For­mel: Zehn Minu­ten an Bild­schir­men erfor­dern 20 Minu­ten Bewe­gung draußen.

Von Redaktion

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