Wenn man mit Claus Wag­ner spricht, wird schnell klar, wie­so die­ser Pfar­rer gewor­den ist. Ruhig, andäch­tig und ein­fühl­sam sind die Eigen­schaf­ten, die einem sofort ein­fal­len. Wag­ner ist seit 1.8. in August­dorf mit Pfar­rer Mar­tin Ben­ker für die evan­ge­li­sche Mili­tär­seel­sor­ge zustän­dig. „Ein Traum­job“, wie er verrät.

Wag­ner ist ver­hei­ra­tet und hat zwei Kin­der. Man­che ken­nen ihn viel­leicht auch vom Diet­rich-Bon­höf­fer-Berufs­kol­leg. 2Dort war ich Pfar­rer im Schul­dienst und Fach­be­reichs­lei­ter für Reli­gi­ons­fort­bil­dun­gen“, erklärt der Theo­lo­ge. Die Arbeit habe ihm eben­falls Freu­de berei­tet. Hier habe er aber „den“ Arbeits­platz gefunden.

„Die Arbeit hier ist sehr viel­fäl­tig“, erklärt er. Dazu zäh­le, dass er natür­lich nicht nur die Sol­da­ten auf den Übungs­plät­zen besu­che, son­dern auch schon mal zwi­schen­durch mit­jog­ge. „Sol­da­ten­seel­sor­ge fin­det dort statt, wo Sol­da­ten sind“, erklärt Wag­ner und fügt hin­zu, dass er nah bei den Sol­da­ten sein wolle.

Die Pro­be­zeit hat Wag­ner bereits hin­ter sich und ist jetzt für sechs Jah­re erst ein­mal gesetzt. „Danach kann man dann auch selbst den Wunsch äußern, ob man wei­ter an dem Platz blei­ben wol­le“, so Wag­ner. Sein Ziel sei es jeden­falls, bis zur Alters­gren­ze die Sol­da­ten zu betreu­en. „Der Dienst erfor­dert natür­lich auch kör­per­li­che Fit­ness“, gibt er zu bedenken.

Sein Haupt­au­gen­merk aber liegt selbst­ver­ständ­lich auf etwas ande­rem. „Ich möch­te eine kom­pe­ten­te Hil­fe­stel­lung im Ver­ste­hen des Evan­ge­li­ums geben“, so sein Cre­do. Oder um es mit Luther zu for­mu­lie­ren: „Dem Volk auf‘s Maul schauen.“
Wag­ners Got­tes­bild ist nach eige­nen Anga­ben das eines lie­ben­den Got­tes. „Jemand, der immer offen für unse­re Wege ist“, erläu­tert er. Natür­lich sei die­ser auch eine Stüt­ze und Kor­rek­tur. Aller­dings kön­ne eine Kor­rek­tur nur jemand erhal­ten, der auch eine Bezie­hung zu Gott auf­ge­baut habe.

Und auch die Öku­me­ne liegt Claus Wag­ner am Her­zen. „Sie ist mir in der Tat ein gro­ßes Anlie­gen“, unter­streicht er. Er glau­be ein­fach nicht, dass die Gren­zen zwi­schen Reli­gio­nen eine Bedeu­tung hät­ten. „Chris­ten kön­nen und soll­ten sich als Ein­heit ver­ste­hen“, so sein Wunsch.

Aber natür­lich soll­te jede Kir­che trotz­dem Pro­fil zei­gen. Dabei ist Claus Wag­ner auch nicht so wich­tig, was in irgend­wel­chen obe­ren Kir­chen­gre­mi­en ent­schie­den wird: „Öku­me­ne ist da, was vor Ort pas­siert“, so sei­ne Überzeugung.

Von Redaktion

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