Vor eini­gen Mona­ten wur­den in einer Sand­gru­be in August­dorf die Stoß­zäh­ne eines Mam­muts gefunden.
Die August­dor­fer Nach­rich­ten haben den Palä­on­to­lo­gen Dr. Lothar Schöll­mann besucht, der in Müns­ter im LWL-Natur­kun­de­mu­se­um nun den Kno­chen unter­sucht. Der For­scher arbei­tet bereits seit vie­len Jah­ren im Natur­kun­de­mu­se­um und ist dort im Bereich der palä­on­to­lo­gi­schen Boden­denk­mal­pfle­ge tätig.
Zahl­rei­che Aus­gra­bun­gen hat er mit­er­lebt und zusam­men mit zwei wei­te­ren Kol­le­gen die Aus­stel­lung zu den ver­stei­ner­ten Schät­zen West­fa­lens entworfen.
. „Die Kno­chen lagern im Augen­blick in einer Lösung, die den Zahn ganz all­mäh­lich abdich­tet“, erklärt der Wis­sen­schaft­ler. Es daue­re noch knapp ein Jahr, bis der Zahn ent­nom­men wer­den könne.
Schöll­mann hat aber noch etwas ande­res aus der Gru­be mit­ge­nom­men: meh­re­re Sand­pro­ben. „Sand ist das Geschichts­buch der Erde“, erklärt Schöllmann.
Der Palä­on­to­lo­ge und sei­ne Mit­ar­bei­ter haben ein knapp 50 Zen­ti­me­ter lan­ge Rohr in die Sand­schicht rein­ge­sto­chen, in der der Mam­mut­kno­chen ent­deckt wur­de. „Mit­hil­fe einer Spek­tral­ana­ly­se wer­den wir nun her­aus­fin­den, wann das letz­te Mal Licht auf den Sand fiel. Dadurch kön­nen wir berech­nen, wie alt das Mam­mut­weib­chen ist“, erklärt Schöll­mann die Vorgehensweise.
Dass es ein Weib­chen ist, weiß er im Übri­gen durch eine ein­fa­che Ana­ly­se. Der Zahn eines Weib­chens sei in der Regel ein wenig kür­zer als der eines Männchens.
Sobald das Harz den Zahn ganz abge­dich­tet hat, kann Schöll­mann die­sen unter­su­chen. Dann wird er auch fest­stel­len, wie häu­fig das Mam­mut schwan­ger war. „Die Rin­ge im Zahn zei­gen die Anzahl der Schwan­ger­schaf­ten“, so Schöll­mann und ver­gleicht die­se mit den Jah­res­rin­gen eines Baumes.
„Wir wer­den mit Sicher­heit noch viel mehr von dem Mam­mut in Zukunft erzäh­len kön­nen“, freut sich Lothar Schöll­mann schon jetzt auf die Unter­su­chungs­er­geb­nis­se. Und natür­lich wer­den die AN zuerst dar­über berichten.

Von Redaktion

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