Gesucht waren „Hel­den für Kli­ma & Umwelt“: Ver­ei­ne, Orga­ni­sa­tio­nen oder Initia­ti­ven konn­ten sich mit ihren Pro­jek­ten für den Hei­mat-Preis“ 2019 bewer­ben. Land­rat Dr. Axel Leh­mann hat jetzt zum ers­ten Mal den „Hei­mat-Preis“ an drei Preis­trä­ger ver­lie­hen. „Ich freue mich sehr, dass wir als einer der ers­ten Krei­se am Lan­des­för­der­pro­gramm ‚Hei­mat. Zukunft. Nord­rhein-West­fa­len‘ teil­neh­men, um das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment vor Ort zu wür­di­gen und zugleich nach­ah­mens­wer­te Pra­xis­bei­spie­le vor­stel­len zu kön­nen“, erklär­te Land­rat Dr. Lehmann.

Mit dem „Hei­mat-Preis“ möch­te die Lan­des­re­gie­rung Initia­ti­ven und Pro­jek­te för­dern, die regio­na­le und loka­le Iden­ti­tät und Gemein­schaft stär­ken. Hier­für hat der Kreis Lip­pe 10.000 Euro erhal­ten. In drei Preis­ab­stu­fun­gen wur­den nun die Gewin­ner ausgezeichnet.

Den ers­ten Platz erreich­te die Dorf­ge­mein­schaft Brem­ke und gewann 5.000 Euro. Den zwei­ten Platz beleg­te der För­der­ver­ein der Grund­schu­le Lip­per­rei­he, die Mit­glie­der freu­en sich über 3.000 Euro. Platz drei mit 2.000 Euro Prä­mie ging an das Orga­ni­sa­ti­ons­team rund um den Dorf­ge­mein­schafts­platz Hörste.

Die drei Sie­ger auf Kreis­ebe­ne stel­len sich 2020 in einer zen­tra­len Ver­an­stal­tung auf Lan­des­ebe­ne einer zwei­ten Jury und haben so die Chan­ce auf eine wei­te­re Auszeichnung.

 

Über das Pro­jekt „Brem­ke stellt sich dem Klimawandel“

Für das Pro­jekt „Brem­ke stellt sich dem Kli­ma­wan­del“ hat die Dorf­ge­mein­schaft Brem­ke den „Hei­mat-Preis“ Lip­pe 2019 erhal­ten. Die Film­rei­he „Kli­ma- und Umwelt­schutz“ ver­mit­tel­te Wis­sens­wer­tes zu The­men wie Pho­to­vol­ta­ik, Klein­wind­kraft, moder­ne Heiz­sys­te­me, Wet­ter- und Hit­ze­schutz, Was­ser­haus­halt oder Land­wirt­schaft. Zudem führ­ten die Brem­ker Imker­kur­sen durch oder pfleg­ten die vor­han­de­nen Streu­obst­wie­sen. Die Dorf­be­woh­ner brach­ten sich bei den Dorf­kon­fe­ren­zen im Pro­jekt Smart Coun­try Side ein, das durch den Kreis Lip­pe initi­iert wur­de. So haben sie auch die Dorf­Funk-App des Fraun­ho­fer Insti­tuts mit Inhal­ten gefüllt und pro­fi­tie­ren nun vor dem Bür­ger­haus von der WLAN-Bank mit offe­nem WLAN für alle Bür­ger. Auf dem Mehr­ge­nera­tio­nen­spiel­platz in Brem­ke ent­steht der­zeit eine offe­ne Wet­ter­schutz­hüt­te. Die­se kann bei­spiels­wei­se von Wan­der­grup­pen, Kin­dern oder auch für dörf­li­che Ver­an­stal­tun­gen genutzt wer­den. Mit dem Gewinn hat die Dorf­ge­mein­schaft noch eini­ges vor. Bei­spiels­wei­se soll eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Bür­ger­haus errich­tet wer­den. Außer­dem möch­ten sie eine digi­ta­le Infor­ma­ti­ons­ta­fel über der WLAN Bank initiieren.

Über das Pro­jekt des För­der­ver­eins der Grund­schu­le Lipperreihe

Der För­der­ver­ein der Grund­schu­le Lip­per­rei­he bekam den „Hei­mat- Preis“ ver­lie­hen, da es den Mit­glie­dern ein beson­de­res Anlie­gen ist, den Oer­ling­hau­sern das The­ma Nach­hal­tig­keit schon von Kin­des­bei­nen an zu ver­mit­teln. Zum Schul­jahr 2018/2019 wur­de auf Initia­ti­ve des För­der­ver­eins ein Was­ser­spen­der in der Grund­schu­le auf­ge­stellt. Die­ser ermög­licht den Kin­dern, ihre Fla­schen immer wie­der neu auf­zu­fül­len, und das mit fri­schem Was­ser anstatt süßen Soft­drinks. Der Gesund­heits­aspekt wird zudem durch den Umwelt­aspekt ergänzt, denn durch den Trink­was­ser­spen­der wird Plas­tik­müll ver­mie­den. Bei mehr als 200 Schü­lern wer­den so über 40.000 Ein­weg­fla­schen pro Jahr ein­ge­spart. Nicht nur die Schu­le pro­fi­tiert vom Enga­ge­ment des För­der­ver­eins, auch die ört­li­chen Stadt­fes­te und Ver­an­stal­tun­gen wer­den mit den Ideen berei­chert. Seit Novem­ber 2018 kön­nen die Bür­ger 700 Becher ent­lei­hen. Die Becher bestehen aus stra­pa­zier­fä­hi­gem Kunst­stoff und hal­ten somit mehr als nur einer Ver­an­stal­tung stand. Wei­ter­hin ver­knüpft der För­der­ver­ein der Grund­schu­le Lip­per­rei­he das The­ma „Kli­ma und Umwelt“ auch mit dem sozia­len Aspekt. Eltern kön­nen gut erhal­te­ne Schul­ran­zen an ein­kom­mens­schwä­che­re Fami­li­en spenden.

Über das Pro­jekt Dorf­ge­mein­schafts­platz Hörste

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Dorf­ge­mein­schafts­plat­zes Hörste erhielt den „Hei­mat-Preis“ für die Umge­stal­tung des ehe­ma­li­gen Ten­nis­hal­len­ge­län­des zu einem Dorf­mit­tel­punkt. Die in den 1970er Jah­ren erbau­te Ten­nis­hal­le, wur­de auf­grund ihres schlech­ten opti­schen sowie bau­li­chen Zustan­des vie­le Jah­re lang von den Bür­gern gemie­den. Bei einer Info­ver­an­stal­tung 2012 wur­den Vor­schlä­ge für eine mög­li­che Umge­stal­tung gesam­melt. Die Bür­ger aus Hörste betei­lig­ten sich und tru­gen Ideen vor. Die Mehr­heit ent­schied sich dann für die Errich­tung eines Dorf­ge­mein­schafts­plat­zes. Zusam­men mit der Stadt Lage wur­de 2013 der Abriss der Ten­nis­hal­le in die Wege gelei­tet. Bei einem Ideen­wett­be­werb brach­ten die Bür­ger ihre Gestal­tungs­vor­schlä­ge ein, die von einer orts­an­säs­si­gen Gar­ten- und Land­schafts­ar­chi­tek­tin in eine Gesamt­pla­nung zusam­men­ge­fasst und den Ein­woh­nern Hörstes vor­ge­stellt wur­de. Bis heu­te konn­te bereits ein Beach­vol­ley­ball­feld, ein Bolz­platz, ein Bar­fuß­pfad, eine Rut­sche und eine Boule-Bahn errich­tet wer­den. Wei­ter­hin soll eine Mat­sch­an­la­ge, ein Kräu­ter­gar­ten, ver­schie­de­ne Sitz­ge­le­gen­hei­ten, ein Bie­nen­ho­tel sowie Fle­der­maus- und Schwal­ben­häu­ser ent­ste­hen. Dem Orga­ni­sa­ti­ons­team war es von Anfang an wich­tig, vie­le Hörs­ter in das Pro­jekt ein­zu­be­zie­hen, sowohl bei der Ideen­fin­dung als auch bei der Rea­li­sie­rung des Dorfgemeinschaftsplatzes.

Von Redaktion

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