„Das wird ein Fest.” Da war sich Orga­ni­sa­tor Micha­el Casel sicher. und er soll­te recht behal­ten. Hat­te er noch letz­tes Mal ver­kün­det, dass die Offe­ne Büh­ne vor dem Aus stün­de, falls nicht mehr Besu­cher kämen, war der Saal in Wen­zels Rats­stu­ben am Don­ners­tag abend gut gefüllt. Grund genug für Casel, die Fort­set­zung des belib­ten For­mats im kom­men­den Jahr zu ver­kün­den. „Die Büh­ne wird es auch wei­ter geben”, ver­kün­de­te er den begeis­ter­ten Zuhörern.

Den musi­ka­li­schen Teil des Abends eröff­ne­te die 31-jäh­ri­ge ost­west­fä­li­sche Sän­ge­rin Caro­lin aus Ost­west­fa­len. Ihre Stü­cke han­del­ten von Auf­bruch­stim­mung, waren Moment­auf­nah­men des Lebens und erklär­ten die Kunst der Zuver­sicht. Neben der Stim­me waren es aber auch die ein­gän­gi­gen Gitar­ren­me­lo­dien, die eine Wohl­fühl­at­mo­sphä­re in den Rats­stu­ben auf­kom­men lie­ßen und die das Publi­kum mit lang anhal­ten­dem Applaus bedachte.

Als zwei­ter Künst­ler stürm­te dann Jay Minor die Büh­ne. Mit sei­nem unver­wech­sel­ba­ren Mix aus Folk, Blues, Rag­time, Boo­gie, latei­mame­ri­ka­ni­schen Ryth­men und klas­si­schen Ele­men­ten zog er die Zuhö­rer sofort in sei­nen Bann. Sein vir­tu­os gespiel­tes Stück „Loop”, das von sei­nem drit­tes Album „San­gui­ne Moon“, stammt, wie auch die wei­te­ren Hits quit­tier­ten die Zuhö­rer imm er wie­der mit lau­tem Beifall.

Im Anschluss hieß es dann, Büh­ne frei für Irish and Scot­tish folk music, vor­ge­tra­gen von der Band Sai­ten­la­ge. Seit 20 Jah­ren spielt die For­ma­ti­on bereits zusam­men und brach­te auch in den Rats­stu­ben wie­der unzäh­li­ge Instru­men­te zum Ein­satz. Ob Gei­ge, Gitar­ren, Man­do­li­ne, Ban­jo und Tin Whis­le erzeug­ten ein fas­zi­nie­ren­des Klang­spek­trum, das das Publi­kum begeisterte.

Der vier­te im Bun­de war der in Schott­land gebo­ren Paul Gough. Er begeis­ter­te mit guter Unter­hal­tung und Acoustic Rock. Sein Ziel, so erfuh­ren es die Zuhö­rer ist es, sei­ne Songs pro­fes­sio­nell zu produzieren.Das dürf­te für ihn kein Pro­blem wer­den, denn mit sei­nen Stü­cken elek­tri­sier­te er das Publi­kum, das ihn beim Abgang von der Büh­ne  lang anhal­tend feierte.

Zum Abschluss der Geburts­tags­fei­er gab die bekann­te Rock-Cover­band aus Det­mold. Die Mit­glie­der der Grup­pe hat­ten über das Erwach­se­nen Rock Band Pro­jekt der Johan­nes-Brahms-Musik­schu­le zuein­an­der gefun­den. Das weit gefä­cher­te Reper­toire umfass­te Songs von Neil Young bis zu Red Hot Chil­li Pep­pers. „Im Vor­der­grund steht der Spaß an der Musik, den man auf das Publi­kum über­tra­gen möch­te”, erklär­ten die Musi­ker ihr Ziel, das sie nach den ers­ten Tak­ten auch bereits erreichten.

Und auch die­se Musi­ker wur­den vom Publi­kum fre­ne­tisch gefei­ert. Schö­ner kann ein zwei­ter Geburts­tag kaum sein.

Von Redaktion

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