Zu einer beson­de­ren Stun­de waren am gest­ri­gen Mon­tag zahl­rei­che Ehren­gäs­te erschie­nen, um am Ehren­hain der Gene­ral­feld­mar­schall-Rom­mel-Kaser­ne anläss­lich des Volks­trau­er­ta­ges zu gedenken.

Oberst Jochen Geck ging in sei­ner Anspra­che noch ein­mal auf die His­to­rie des Tages ein. „Deutsch­land woll­te sei­ner Opfer des ers­ten Welt­krie­ges geden­ken, um somit den her­ben Ver­lust all zu vie­ler deut­scher Fami­li­en zu lin­dern.” 1922 fand die ers­te Gedenk­stun­de im Reichs­tag statt. Der Volks­trau­er­tag wur­de erst­mals am 1. März 1925 begangen.

Gemein­sam mit ande­ren Men­schen, viel­leicht auch mit ehe­ma­li­gen Geg­nern, den gemein­sa­men Ver­lus­ten zu geden­ken, kann zur Ver­söh­nung füh­ren — Ver­söh­nung über den Grä­bern und Ehren­ma­len”, erklär­te der Standortälteste.

Stand­ort­pfar­rer Claus Wag­ner nahm Bezug auf die Jah­res­lo­sung aus Psalm 34,15: „Suche den Frie­den und jage ihm nach.”

„Etwas, dass ich erja­gen muss, das habe ich nicht”, so Wag­ner. Ein Jäger sei immer in „Hab acht“-Stellung. „Das sagt uns: Wir dür­fen, das, was wir an Gutem in die­sem Land in den letz­ten 70 Jah­ren auf dem Grund unse­rer Ver­fas­sung geschaf­fen haben, nie­mals für selbst­ver­ständ­lich hal­ten”, beton­te der Seel­sor­ger. „Über  70 Jah­re Frie­den in Euro­pa. 70 Jah­re Wohl­stand, Recht­staat, Frei­heit und Selbst­be­stim­mung jedes Ein­zel­nen. Manch­mal scheint dies zu selbst­ver­ständ­lich zu sein, dass man meint, ruhig ein wenig damit spie­len zu kön­nen. Aber das ist gefähr­lich. Dar­um: Jage dem Frie­den nach. Mei­ne nicht, dass er dir ein­fach in den Schoß fällt”, erklär­te Claus Wagner.

Im Anschluss an die bei­den Reden leg­te Oberst Jochen Geck einen Kranz nie­der, wäh­rend im Hin­ter­grund lei­se das Stück „Abi­de with me”, was in den deut­schen Kir­chen­bü­chern als  „Herr bleib bei mir, der Abend bricht her­ein”, bekannt ist, erklang.

Wäh­rend die Besu­cher die Stun­de als fest­lich emp­fan­den, erklär­te Oberst Jochen Geck, dass sein Bauch­ge­fühl ihm sage, dass es noch fei­er­li­cher sein kön­ne. „Aus dem Grund möch­te ich über­le­gen, wie wir das For­mat noch ver­än­dern kön­nen”, so Geck.

Von Redaktion

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