Wenn man direkt unter ihnen steht, brummt es mit 65 Dezi­bel. Im Ver­gleich dazu: Der Lärm eines Rasen­mä­hers beträgt 60 Dezi­bel, Musik aus dem Kopf­hö­rer ertönt mit durch­schnitt­lich 95 Dezibel.

Die Rede ist von den Ven­ti­la­to­ren der Klär­schlammt­rock­nungs­an­la­ge, die die fau­li­gen Gerü­che der Hal­le in knapp 16 Meter Höhe durch die bei­den neu errich­te­ten Schorn­stei­ne katapultieren.

Nach­dem die­se für eine Woche am Start waren, gab es schon eine ers­te Beschwer­de über die Laut­stär­ke. Ein Argu­ment, das der Lei­ter der Gemein­de­wer­ke, Armin Zim­mer­mann, nicht nach­voll­zie­hen kann.
Wäh­rend eines Orts­ter­mins führt er die Redak­ti­on über den Anla­ge. Sobald man die Längs­sei­te beschrei­tet, ver­rin­gert sich die Geräusch­ku­lis­se erheblich.

Steht man dann noch auf der ande­ren Sei­te der Hal­le, hört man nur noch das Geräusch der soge­nann­ten Schne­cke, die das Abwas­ser der Gemein­de weitertransportiert.

„Es gibt zwei gro­ße Ven­ti­la­to­ren, die unten an den Schorn­stei­nen ange­bracht sind“, erklärt Zim­mer­mann. Zwei klei­ne­re befin­den sich im obe­ren Teil der Schlo­te. Bei Voll­last sind tags­über die bei­den gro­ßen Ven­ti­la­to­ren im Betrieb: „Das ist zwi­schen sechs und 18 Uhr“, so der Leiter.
Nichts­des­to­trotz sei die Anla­ge natür­lich 24 Stun­den im Betrieb. „Wäh­rend tags­über die klei­nen über­haupt nicht aktiv sind, lau­fen die gro­ßen auf 100 Pro­zent, nachts sind nur die bei­den klei­nen Ven­ti­la­to­ren mit einer Aus­las­tung von 70 Pro­zent aktiv“, erläu­tert Armin Zimmermann.

„Wir befin­den uns im Augen­blick noch in der Ein­fahr­pha­se der Anla­ge, so dass es auch mal zu Schwan­kun­gen in der Geräusch­ku­lis­se kom­men kann“. Die­se Anfangs­pha­se soll aber mit der Jah­res­wen­de abge­schlos­sen sein.
„Im Anschluss dar­an wird es dann auch die durch die Poli­tik beschlos­se­ne Bür­ger­ver­samm­lung geben”, ver­si­chert Zim­mer­mann. Er ist von der Anla­ge begeistert.

Seit­dem die­se am Lau­fen ist, haben wir auch kei­ne Geruchs­be­läs­ti­gung mehr“, freut er sich. Denn auch die Lamel­len, im letz­ten Jahr noch ein Objekt der Ärger­nis, sor­gen nun dafür, dass durch die Ven­ti­la­to­ren nur Luft in die Schorn­stei­ne ein­ge­zo­gen wird, nicht aber auf der ande­ren Sei­te der Klär­schlammt­rock­nungs­an­la­ge austritt.

Für Armin Zim­mer­mann waren die letz­ten Wochen zwar anstren­gend aber erfolg­reich. „Ich freue mich, dass wir jetzt mit die­sen Ver­än­de­run­gen dazu bei­tra­gen konn­ten, dass wir zukünf­tig kei­ne Geruchs­emis­sio­nen mehr haben“, so sei­ne Hoffnung.

Von Redaktion

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