Horn-Bad Mein­berg bekommt eine Street­wor­ke­rin: Das ver­sprach der Kreis Lip­pe im Herbst beim zwei­ten Bür­ger­dia­log in der Stadt. Neben der Ord­nungs­part­ner­schaft zwi­schen Kreis Lip­pe, Kreis­po­li­zei und Stadt Horn-Bad Mein­berg ist das eine zwei­te Maß­nah­me, mit der das Mit­ein­an­der in Horn gestärkt und Pro­blem­la­gen ent­schärft wer­den sol­len. Als Street­wor­ke­rin nimmt Esra Gleim am 9. Dezem­ber offi­zi­ell ihre Arbeit auf. „Den Bür­gern in Horn-Bad Mein­berg geben wir damit auch das Signal: Ihre Stim­men wur­den gehört! Was im Bür­ger­dia­log dis­ku­tiert und ver­ein­bart wur­de, soll auch umge­setzt wer­den. Uns war es wich­tig, dass die Stel­le des Street­wor­kers schnellst­mög­lich besetzt wird“, erklärt Sabi­ne Bei­ne, Lei­tung des Fach­diens­tes Sozia­les und Inte­gra­ti­on beim Kreis Lippe.

„In Horn-Bad Mein­berg will ich vor allem Brü­cken zwi­schen den Men­schen bau­en. Als Deutsch-Tür­kin lebe und lie­be ich die bun­te Viel­falt und bin des­halb zuver­sicht­lich, dass ich in der Stadt mit mei­ner posi­ti­ven und gleich­zei­tig rea­lis­ti­schen Her­an­ge­hens­wei­se Impul­se für ein offe­nes und posi­ti­ves Mit­ein­an­der set­zen kann“, for­mu­liert Esra Gleim, was ihre Arbeit aus­zeich­net und was sie sich als Street­wor­ke­rin vor­ge­nom­men hat. Dazu wird sie für die Bür­ger in ihrem Büro in der Turm­schu­le in der Leo­pold­s­ta­ler Stra­ße zu fes­ten Sprech­zei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen. Es gehe aber auch dar­um, mit den Men­schen in ihrem Lebens­um­feld in Kon­takt zu tre­ten, erklärt Gleim den Ansatz von Street­work. Ziel ist es, auf die­se Wei­se alle Men­schen­grup­pen zu errei­chen – ent­we­der im Büro oder eben auch unter­wegs und „auf der Stra­ße“ als fle­xi­ble Anlauf­stel­le, auch für spon­ta­ne Gesprä­che. Zu den Leis­tun­gen zäh­len dabei neben Hilfs- und Bera­tungs­ge­sprä­chen auch Kon­flikt­ge­sprä­che und Kon­flikt­prä­ven­ti­on sowie Hil­fe­stel­lung bei Anträgen.

Die 41-jäh­ri­ge Sozi­al­ar­bei­te­rin enga­giert sich neben dem Beruf in zahl­rei­chen ehren­amt­li­chen Pro­jek­ten. Dazu zäh­len unter ande­rem die Obdach­lo­sen­hil­fe in Bie­le­feld, inter­kul­tu­rel­le Sozi­al­ar­beit mit Kul­tur­ver­ei­nen, Pro­jek­te in der Kin­der- und Jugend­ar­beit sowie auch unter­stüt­zen­de Maß­nah­men und Pro­jek­te für psy­chisch erkrank­te Men­schen. Bei der Stadt Lage war sie zuletzt als Sozi­al­ar­bei­te­rin zur Betreu­ung von Flücht­lin­gen und Asyl­be­wer­bern tätig und wech­selt nun zum Kreis Lip­pe, für den sie zunächst schwer­punkt­mä­ßig im Horn-Bad Mein­berg ein­ge­setzt wird. „Für die­se wich­ti­ge Auf­ga­be konn­ten wir mit Frau Gleim jeman­den gewin­nen, der in Lip­pe ver­wur­zelt ist und gleich­zei­tig umfang­rei­che inter­kul­tu­rel­le Kom­pe­ten­zen mit­bringt“, sind sich Micha­el Jacobs­mei­er, Fach­be­reichs­lei­ter Bil­dung, Ord­nung und Sozia­les Stadt Horn-Bad Mein­berg, und Heinz Blo­me, Lei­tung Sozi­al­dienst Horn-Bad Mein­berg, einig.

Von Redaktion

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