„Scha­de.“ Mit die­sem kur­zem Wort cha­rak­te­ri­sier­te Bru­no Peters die Betei­li­gung der August­dor­fer Bevöl­ke­rung an der Prä­sen­ta­ti­on des Grün­flä­chen­kon­zepts für die Gemein­de August­dorf. Wahr­schein­lich hat­te der Land­schafts­ar­chi­tekt noch ganz ande­re Wör­ter im Kopf.

Denn ledig­lich die August­dor­fe­rin Eri­ka Hell­weg hat­te sich als ein­zi­ge Teil­neh­me­rin im Saal Wanz­le­ben ein­ge­fun­den, neben den bei­den Archi­tek­ten, Man­fred Wag­ner vom Tief­bau­amt der Gemein­de, Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf und der anwe­sen­den Presse.
Jani­ne Kranz, eben­falls Mit­ar­bei­te­rin des Land­schafts­ar­chi­tek­tur­bü­ros führ­te trotz­dem sou­ve­rän durch die Pla­nun­gen. Das Ziel des Kon­zep­tes sei, so Kranz, die Bedeu­tung der Gemein­de für die Nah­erho­lung aufzuwerten.

Für ihre Pla­nun­gen hat­ten die Archi­tek­ten Grün­struk­tu­ren, wie zum Bei­spiel Allee­bäu­me, Ein­zel­plät­ze, wie Spiel­platz­an­la­gen und Wege­ver­bin­dun­gen mit einbezogen.

Einen ers­ten Ver­bes­se­rungs­vor­schlag betraf die Baum­al­lee an der Pivits­hei­der Stra­ße. „Die Bäu­me sind teil­wei­se abgän­gig und die Pflanz­in­seln zu klein“, so das Fazit von Kranz. Als Maß­nah­me käme in Betracht, die Allee zu erhal­ten, dabei aber die Pflanz­in­seln zu ver­grö­ßern und gege­be­nen­falls neu zu bepflan­zen. „Die Baum­al­lee ist ein­fach eine prä­gen­de Struk­tur“, urteil­te auch Bru­no Peters, der eine „schö­ne Unter­pflan­zung der Bäu­me” vorschlug.

Auch die zwölf Spiel­plät­ze hat­ten die Land­schafts­ar­chi­tek­ten unter die Lupe genom­men. Ihr Urteil: „Ein sehr gepfleg­ter Zustand, Spiel­an­ge­bo­te für Kin­der aller Alters­klas­sen, eine gute, räum­li­che Ver­tei­lung.“ Auch sei­en Bän­ke und Abfall­ei­mer aus­rei­chend vorhanden.

Ledig­lich die Spiel­plät­ze am Mer­gel- und am Ulmen­weg wie­sen Opti­mie­rungs­po­ten­zi­al auf.
Wäh­rend am Mer­gel­weg Sitz­ge­le­gen­hei­ten fehl­ten, laut Wulf sei­en die­se auf­grund von Van­da­lis­mus in der Ver­gan­gen­heit abge­baut wor­den, sei der Spiel­platz am Mer­gel­weg durch eine man­geln­de Wege­er­schlie­ßung und durch die Ver­un­rei­ni­gung von Scher­ben auf­ge­fal­len. „Hier bie­tet es sich an, die Erschlie­ßung zu opti­mie­ren und auch eine Beleuch­tung zu instal­lie­ren“, fol­ger­te Kranz.

Den zen­tra­len Punkt ihres Kon­zep­tes sehen die Land­schafts­ar­chi­tek­ten aber in einem grü­nen Band (sie­he Bild), dass „zum Zen­trum wer­den soll“, so die Vor­stel­lung der der Pla­ner. Die­ses Band soll sich vom Ging­weg bis zum Regen­rück­hal­te­be­cken erstre­cken und soll so ent­lang des Furt­bachs lie­gen. Die zwei Meter brei­te gedach­te Wan­der und Rad­fahr­stre­cke soll neben Sitz­ge­le­gen­hei­ten auch ver­schie­de­ne Spiel­punk­te beinhal­ten. „Die Auf­ent­halts­qua­li­tät soll durch eine Bepflan­zung und eine natur­na­he Gestal­tung erhöht wer­den“, schla­gen die Pla­ner vor.

Im Anschluss an den Vor­trag hat­te Hell­weg dann genü­gend Mög­lich­kei­ten mit den Pla­nern über das Pro­jekt zu spre­chen. „Ich ver­mis­se ein wenig die Ein­bin­dung des Schlings­bruchs in das gan­zer Kon­zept“, erklär­te sie.
Bru­no Peters und Jani­ne Kranz freu­ten sich über den Vor­schlag. Das sei immer­hin der Grund, war­um sie ihr Kon­zept vor­ge­stellt hätten.

In Abspra­che mit Man­fred Wag­ner wer­den die Plä­ne ab Mon­tag im Fach­be­reich IV des Rat­hau­ses ausliegen.
„Dort wird dann den Bür­gern auch die Mög­lich­keit gege­ben, eige­ne Vor­schlä­ge in das Kon­zept mit ein­zu­brin­gen“, so Peters. Er hofft, dass dann noch eini­ge Ideen zusammenkommen.

So könn­te das grü­ne Band,das August­dorf durch­que­ren soll, aussehen.

Von Redaktion

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