Bea­trix El Faro­ki und Ali­na Göbel sind begeis­tert. Freu­dig hal­ten sie die Stramp­ler hoch. Das Beson­de­re dar­an? „Sie sind selbst genäht“, erzäh­len sie lachend. Die bei­den haben sich nicht etwa (nur) für Freun­de und Ver­wand­te an die Näh­ma­schi­ne gesetzt, son­dern auch für das Fami­li­en­kli­ni­kum Lippe.

„Wir haben dort nach­ge­fragt, ob Inter­es­se an selbst­ge­näh­ten Din­gen besteht und hat­ten gleich eine posi­ti­ve Reak­ti­on bekom­men“, freu­en sich beide.

Bea­trix El Faro­ki und Ali­na Göbel sind selbst bei­de Müt­ter und haben im Kreiß­saal erlebt, dass den Neu­ge­bo­re­nen erst ein­mal etwas ange­zo­gen wird. „Gera­de für Früh­ge­bo­re­ne und deren Eltern ist es schwer, etwas zu bekom­men“, wis­sen die bei­den Näh­ex­per­tin­nen. Und: „Es sieht ein­fach schö­ner aus, wenn ein Früh­chen nicht nur in Win­deln dort liegt.“

Die bis­he­ri­gen Arbeits­er­geb­nis­se waren eigent­lich eher zufäl­lig ent­stan­den. „Wenn wir nähen, blei­ben immer klei­ne­re Stoff­fet­zen übrig“, so Göbel. Anstatt die­se weg­zu­wer­fen, fin­gen die bei­den Freun­din­nen ein­fach an, die­se zu ver­wer­ten — mit Erfolg. „Vor allem Müt­zen und Hös­chen sind gefragt“, erklärt El Faroki.

Die bei­den nähen aber nicht zusam­men. „Das macht jeder für sich und dann tau­schen wir die Bil­der aus, wie die Anzieh­sa­chen gewor­den sind“, erzählt Ali­na Göbel.
Wäh­rend ihre Toch­ter, die klei­ne Emma, schon andert­halb Jah­re alt ist, ist der klei­ne Nadir von Bea­trix El Faro­ki gera­de mal 19 Wochen alt.

„Wir kön­nen am bes­ten arbei­ten, wenn die Kin­der schla­fen und ruhig sind“, erzäh­len die bei­den schmunzelnd.
Wenn dann die Näh­ma­schi­ne rat­tert, geht alles fix. Für zehn Müt­zen benö­ti­gen die bei­den knapp eine Stun­de. Dabei kommt dann schon eini­ges zusammen.

Aus dem Grund freu­en sich bei­de, wenn jemand Stoff übrig hat und die­sen an die bei­den abge­ben könn­te. „Wich­tig bei dem Stoff ist es, dass er kin­der­freund­lich ist“, so Göbel; soge­nann­ter Nicki­stoff und Jersey.

„Um unser Pro­jekt wei­ter zu brin­gen, sind wir natür­lich auf Stoff­s­pen­den ange­wie­sen“, so El Faro­ki. Wer also etwas übrig hat und die bei­den unter­stüt­zen möch­te, kann sich bei Ali­na Göbel unter 01522/2511796 und bei Bea­trix El Faro­ki unter 0176/63183247 mel­den. „Wir freu­en uns über alles“, erklä­ren beide.

Von Redaktion

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