Wenn am letz­ten Schul­tag vor den Weih­nachts­fe­ri­en die Leh­re­rin­nen und Leh­rer der Real­schu­le in das Leh­rer­zim­mer tre­ten, dann wird ihnen even­tu­ell das bekann­tes­te Werk von August Kopisch in den Sinn kom­men. Bei den „Hein­zel­männ­chen” heißt es:

„Da kamen bei Nacht, 
Ehe man’s gedacht, 
Die Männ­lein und schwärmten
Und klapp­ten und lärmten.“

Denn genau­so wie die klei­nen Hel­fer­lein die Zim­mer­leu­te, Bäcker­meis­ter und Flei­scher über­rasch­ten, haben auch die Mit­glie­der der Schü­ler­ver­tre­tung eine gro­ße Über­ra­schung für die Leh­rer parat. „Seit knapp acht Wochen haben wir einen Weih­nachts­stern aus Draht für jeden Leh­rer ange­fer­tigt“, erzählt Saa­det Sario­g­lu, ihres Zei­chens Schü­ler­spre­che­rin seit zwei Jahren.
Kom­pe­ten­te Hil­fe beka­men die Jugend­li­chen durch die SV-Leh­re­rin Edith Kémeny.

Denn die jun­gen Künst­ler haben nicht nur Ster­ne gebas­telt, son­dern auch jedem ihrer 38 „Pau­ker“, inklu­si­ve des Haus­meis­ters und der Sekre­tä­rin noch jeweils einen Brief geschrie­ben — hand­schrift­lich und per­sön­lich. „Eine Leh­re­rin, wie Sie es sind, wünscht sich jeder!“, steht in einem.

„Das war schon eine Men­ge Arbeit, aber die hat auch Spaß gemacht“, erklärt Sario­g­lu. Auf die Idee mit den Ster­nen kam die Schü­ler­spre­che­rin schon im ver­gan­ge­nen Jahr. Dort hat­te sie mit zahl­rei­chen Hel­fern einen Advents­ka­len­der für die Schü­ler gebastelt.

Und auch wenn das für manch einen eher unge­wöhn­lich klingt, für die eige­nen Leh­rer ein Weih­nachts­ge­schenk zu bas­teln. Für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ist das nor­mal. „Die­ses har­mo­ni­sche Zusam­men­le­ben macht unse­re Schu­le ein­fach aus“, erklärt Edith Kéme­ny. Und auch Saa­det Sario­g­lu unter­streicht: „Leh­rer und Schü­ler ver­ste­hen sich hier ein­fach gut.“ Das habe auch die Qua­li­täts­ana­ly­se gezeigt, die an der Schu­le durch­ge­führt wurde.

Kéme­ny ist stolz auf die Schü­ler, die sich so ins Zeug gewor­fen haben und zahl­rei­che Stun­den ihrer Frei­zeit geop­fert haben, um ihren Leh­rern eine Freu­de zu berei­ten. „Das lief alles ganz geheim ab“, schmun­zelt Adam Rama­da­ni, der auch zu dem Team der Vor­be­rei­tung gehör­te. Denn die Beschenk­ten soll­ten natür­lich nichts von den Vor­be­rei­tun­gen erfahren.

Don­ners­tag Nach­mit­tag war es dann soweit. Klamm­heim­lich schli­chen sich die August­dor­fer Hein­zel­männ­chen ins Leh­rer­zim­mer, um auf jeden Platz ein Stern im Gipstopf, inklu­si­ve der Kar­te hinzulegen.

Und so wird der letz­te Schul­tag für die Leh­rer­schaft sicher­lich zu einer Freu­de wer­den, wenn sie die Über­ra­schung sehen. Und war­um machen die Schü­ler das. „Die Leh­rer tun so viel für uns, dar­um wol­len wir auch etwas zurück­ge­ben“, erklärt Saa­det Sario­g­lu ganz selbstbewusst.

Von Redaktion

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